Lac d'Emosson, Bild: Gonz DDL, Unsplash

Absichts­er­klä­rung: Wasser­kraft fördern und Biodi­ver­si­tät schützen

Vertreter*innen der Energiewirtschaft, Bund und Kantonen hatten sich zusammen mit Umweltverbänden in einer Absichtserklärung dazu bekannt, Wasserkraft zu fördern und gleichzeitig die Eingriffe in die Natur zu minimieren.

Spei­cher­was­ser­kraft stei­gern und zugleich zusätz­li­che Eingriffe in die Natur möglichst klein halten: Dieses Ziel hat der Runde Tisch Wasser­kraft erreicht. Die betei­lig­ten Umwelt­ver­bände unter­zeich­ne­ten die Absichts­er­klä­rung zum geziel­ten Ausbau der Spei­cher­was­ser­kraft, zusam­men mit Vertreter*innen der Ener­gie­wirt­schaft, des Bunds und den Kanto­nen. Bundes­rä­tin Simo­netta Somma­ruga hatte die wich­ti­gen Akteur*innen im Bereich der Wasser­kraft zum runden Tisch eingeladen.

Behör­den, Wirt­schaft und Umweltverbände

«Der Ausbau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien ist notwen­dig. Zugleich können wir nicht igno­rie­ren, dass die Biodi­ver­si­tät an und in den Gewäs­sern in einem höchst kriti­schen Zustand ist. Der Ausbau der Erneu­er­ba­ren und der Schutz von Natur und Land­schaft müssen daher Hand in Hand gehen», sagte Ursula Schnei­der Schüt­tel, Präsi­den­tin von Pro Natura Schweiz. Zusam­men mit dem WWF Schweiz und dem Schwei­ze­ri­schen Fische­rei-Verband hat Pro Natura Schweiz die Absichts­er­klä­rung unter­zeich­net. Das Ziel ist klar: Die Bekämp­fung des Klima­wan­dels soll nicht zu Lasten der Biodi­ver­si­tät geschehen. 

Nur im Dialog kommen wir voran und meistern die Heraus­for­de­run­gen der Ener­gie­wende gemeinsam.

Thomas Vella­cott, WWF Schweiz

Für die Ener­gie­wende in der Schweiz kommt der Wasser­kraft eine entschei­dende Rolle zu. Das ist aller­dings eine Heraus­for­de­rung. Denn schon heute ist die Biodi­ver­si­tät am und im Wasser schlecht. Es sei im konstruk­ti­ven Dialog gelun­gen, aufzu­zei­gen, wie die Spei­cher­was­ser­kraft ausge­baut werden könne und dabei zusätz­li­che Eingriffe in die Natur minim blei­ben. Deswe­gen äusser­ten sich die Umwelt­ver­bände posi­tiv. «Nur im Dialog kommen wir voran und meistern die Heraus­for­de­run­gen der Ener­gie­wende gemein­sam», sagte Thomas Vella­cott, CEO WWF Schweiz. «Der Runde Tisch hat gezeigt, dass es möglich ist aufein­an­der zuzu­ge­hen und ein ausge­wo­ge­nes Ergeb­nis zu erzie­len, ohne dass bestehende Schutz­be­stim­mun­gen aufge­weicht werden müssen.»

15 Projekte

Der Runde Tisch Wasser­kraft setzt auf bestehende Stand­orte, die bereits vorbe­la­stet sind. So ist die Erhö­hung einer bestehen­den Stau­mauer einem Eingriff in eine noch unbe­rührte wert­volle Natur vorzu­zie­hen. 15 solcher Stand­orte hat der Runde Tisch defi­niert. Gleich­zei­tig hat er Empfeh­lun­gen als Ausgleichs­mass­nah­men formu­liert. Damit soll der Wasser­kraft gestei­gert und gleich­zei­tig die Biodi­ver­si­tät geschützt werden. Roberto Zanetti, Präsi­dent Schwei­ze­ri­scher Fische­rei-Verband, sagte:  «Werden die Absich­ten des Runden Tischs umge­setzt, kann die ökolo­gi­sche Sanie­rung der bestehen­den Wasser­kraft­werke voran­ge­trie­ben und ausrei­chend finan­ziert werden  — ein Meilen­stein für den Gewässerschutz.»

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