Bild: Moritz Kindler, unsplash

Werner Siemens-Stif­tung: 100 Millio­nen für ein neues Forschungszentrum

Zu ihrem 100-jährigen Bestehen lancierte die Zuger Werner Siemens-Stiftung einen Ideenwettbewerb für ein Forschungszentrum, das Technologien für eine nachhaltige Ressourcennutzung erforscht und entwickelt. Durchgesetzt hat sich ein Projekt der RWTH Aachen für die Produktion von neuen, wiederverwendbaren Kunststoffen.

Das von der Zuger Werner Siemens-Stif­tung lancierte «Jahr­hun­dert­pro­jekt» steht fest: Ein Team um Regina Palko­vits und Jürgen Klan­ker­mayer von der Rhei­nisch-West­fä­li­schen Tech­ni­schen Hoch­schule (RWTH) Aachen wird in einem WSS-Forschungs­zen­trum Kunst­stoffe durch die Kombi­na­tion von verschie­de­nen Kata­ly­se­ver­fah­ren in wieder­ver­wend­bare Ausgangs­stoffe umwan­deln. Das WSS-Forschungs­zen­trum wird für einen Förder­zeit­raum von zehn Jahren mit einem Finanz­vo­lu­men von insge­samt 100 Millio­nen Fran­ken ausgestattet.

Erster Fokus auf Kunststoffsektor

Die WSS feierte 2023 ihr 100-jähri­ges Bestehen. Aus diesem Anlass orga­ni­sierte sie einen Ideen­wett­be­werb für die Grün­dung eines Forschungs­zen­trums, das neue Tech­no­lo­gien für eine nach­hal­tige Nutzung von Ressour­cen entwi­ckeln soll. Der Rück­lauf war gross: Insge­samt 123 Teams aus Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz reich­ten ihre Ideen ein. Die Wahl fiel schliess­lich auf das Projekt «cata­laix: Kata­lyse für eine Kreis­lauf­wirt­schaft» unter der Leitung von Profes­so­rin Regina Palko­vits und Profes­sor Jürgen Klan­ker­mayer. Die Forschen­den werden ein Zentrum aufbauen, das den Weg ebnen soll zu einer kreis­lauf­fä­hi­gen chemi­schen Indus­trie, teilt die Stif­tung mit. Im Mittel­punkt der Forschungs­ar­bei­ten steht die Kata­lyse. Diese Tech­no­lo­gie erhöht die Geschwin­dig­keit chemi­scher Reak­tio­nen oder ermög­licht sie erst. Kata­ly­sa­to­ren helfen dabei, die Ausgangs­stoffe für eine Viel­zahl von Produk­ten zu schaf­fen, die für unser tägli­ches Leben unver­zicht­bar sind. Noch immer aber landet ein Gross­teil dieser Produkte am Ende ihrer Lebens­zeit im Abfall. Das Team um Palko­vits und Klan­ker­mayer will das ändern. Es will solche Produkte durch neu entwi­ckelte Kata­ly­sa­to­ren und Verfah­ren zu wieder­ver­wend­ba­ren mole­ku­la­ren Baustei­nen abbauen. Der erste Fokus des WSS-Forschungs­zen­trums liegt dabei auf dem Kunststoffsektor.

Bisher gröss­tes Projekt für die Stiftung

Die Werner Siemens-Stif­tung fördert die hervor­ra­gende wissen­schaft­li­che Projekte gene­rell lang­fris­tig. Das WSS-Forschungs­zen­trum ist für sie das grösste Vorha­ben, das sie bisher finan­ziert hat. «Zum Jubi­läum woll­ten wir ein ganz beson­de­res Projekt lancie­ren und damit einen Beitrag leis­ten zu einem nach­hal­ti­gen Umgang mit den Ressour­cen unse­res Plane­ten», wird Stif­tungs­rats-Obmann Dr. Hubert Keiber in der Mittei­lung zitiert. «Wir sind über­zeugt, dass uns das mit dem Projekt «cata­laix» gelingt und das WSS-Forschungs­zen­trum in Aachen ein gros­ser Erfolg wird.»


Mehr Infor­ma­tio­nen zu «cata­laix»

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