Bild: Claudio Schwarz auf Unsplash

SGG: Gegen die Spaltung

Die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft SGG lanciert einen Appell an die Solidarität der Schweizer Bevölkerung. Sie setzt sich gegen die Spaltung der Gesellschaft ein und fordert eine Rückkehr zu einer respektvollen Gesprächskultur.

«Unse­ren Zusam­men­halt über Gräben hinweg, unse­ren Zusam­men­halt in schwie­ri­gen Momen­ten, unsere demo­kra­ti­sche Kultur» würden wir aktu­ell riskie­ren, zu verlie­ren. Dies schreibt die Schwei­ze­ri­sche Gemein­nüt­zige Gesell­schaft SGG. Die Covid-19-Pande­mie spalte Freund­schaf­ten, Fami­lien und die Gesell­schaft. Deswe­gen star­tet die SGG einen Appell gegen diese Spal­tung der Gesell­schaft. Seit ihrer Grün­dung 1810 sieht sich die SGG in der Pflicht, sich für den Zusam­men­halt des Landes einzu­set­zen. Gerade in Krisen­zei­ten wie aktu­ell appel­liert sie deswe­gen an die Soli­da­ri­tät der Bevölkerung.

Der rich­tige Zeitpunkt

Dass genau jetzt der rich­tige Zeit­punkt für diesen Appell ist habe zwei Gründe, sagt Nicola Forster, Vorstands­prä­si­dent der SGG. Die letzte SRG/So­tomo-Umfrage zeige, dass die Pola­ri­sie­rung enorm stark steige: Im März 2020 fürch­te­ten sich erst rund zehn Prozent der Befrag­ten vor Konflik­ten im priva­ten Umfeld. Dieser Wert stieg bis Okto­ber 2021 auf über 40 Prozent an. «Ausser­dem wird es wohl zum ersten Mal Grup­pen geben, die das Abstim­mungs­er­geb­nis nicht akzep­tie­ren wollen», sagt er. Hier will die SGG mit ihrem Appell ein Zeichen setzen. Sie will die poli­ti­sche Diskus­sion und Debatte fördern und ruft zu einer Rück­kehr einer respekt­vol­len Gesprächs­kul­tur auf. An dieser sollen sich alle poli­ti­schen Parteien betei­li­gen. Und die SGG will mit neuen Forma­ten und Gefäs­sen diesen Dialog fördern. «Auf dem von uns verwal­te­ten Rütli – und auch in ande­ren Forma­ten – werden wir in Zukunft die Menschen über alle poli­ti­schen Gräben hinweg wieder mitein­an­der ins Gespräch brin­gen», sagt Nicola Forster und kündigt konkrete Infor­ma­tio­nen für den Früh­ling an. Wer seine Unter­stüt­zung für dieses Ansin­nen heute schon bekun­den will kann auf der Seite liebe-schweiz.ch den Appell lesen, unter­schrei­ben und teilen. Zu den Unter­stüt­ze­rin­nen und Unter­stüt­zer gehö­ren unter ande­rem Fuss­ball-Natio­nal­trai­ner Murat Yakin, Marco Solari vom Locarno Film Festi­val oder alt-Natio­nal­rä­tin Judith Stamm. Am Montag Mittag hatten bereits 16’500 Menschen den Appell unterzeichnet. 

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