Bild: Shane Aldendorff, unsplash

Reor­ga­ni­sa­tion auf Kurs – mit Altlasten

Die Eidgenössische Finanzkontrolle hat Ende 2021 die Reorganisation der Eidgenössischen Stiftungsaufsicht überprüft. Im jetzt publizierten Bericht stellt sie nach wie vor einen Arbeitsrückstand fest. Gleichzeitig sieht sie die Reorganisation auf Kurs.

Die Reor­ga­ni­sa­tion der Eidge­nös­si­schen Stif­tungs­auf­sicht ESA sei auf Kurs. Aber sie kämpfe noch mit Altla­sten. Dies ist eine der Erkennt­nisse aus dem Bericht der Eidge­nös­si­schen Finanz­kon­trolle EFK. Diese hatte Ende 2021 die Reor­ga­ni­sa­tion der Eidge­nös­si­schen Stif­tungs­auf­sicht über­prüft. Jetzt hat sie den Bericht publiziert. 

Risi­ko­ba­siert und digital

Zu den Altla­sten gehört, dass die ESA seit Jahren an einem chro­ni­schen Arbeits­rück­stand leidet. Die EFK hatte dies bereits in ihren Berich­ten 2010 und 2016 moniert. Mit 330 Stif­tun­gen pro juri­sti­schem Mitar­bei­ten­den ist das Betreu­ungs­ver­hält­nis hoch. Struk­tu­ren und Prozesse hätten mit dem gestie­ge­nen Arbeits­auf­wand nicht Schritt gehal­ten – seit 2010 sind rund 1400 zu beauf­sich­ti­gende Stif­tun­gen dazu­ge­kom­men. Verschie­dene mögli­che Verbes­se­run­gen listet der Bericht auf. So müsse die Koor­di­na­tion mit den kanto­na­len und kommu­na­len Stif­tungs­auf­sich­ten besser abge­stimmt werden. Mit den Stif­tun­gen und den Stif­tungs­ver­bän­den soll eine proak­tive Bezie­hung ange­strebt werden. Der Bericht hält ausser­dem fest, aufgrund der gros­sen Anzahl Stif­tun­gen brau­che es einen risi­ko­ba­sier­ten Ansatz. Der Fokus soll auf Stif­tun­gen mit einem hohen Risi­ko­pro­fil liegen. Schliess­lich sei die Digi­ta­li­sie­rung zentral. Damit deren Wirkung voll zu tragen kommt, müssen die Stif­tun­gen und die Revi­si­ons­stel­len moti­viert werden, alle Unter­la­gen elek­tro­nisch einzu­rei­chen. «Die Zeichen stehen gut, dass die Digi­ta­li­sie­rung die Aufsicht der ESA effi­zi­en­ter und effek­ti­ver gestal­ten wird. Die ESA verfügt erst­mals über struk­tu­rierte Daten, die sie risi­ko­ori­en­tiert bear­bei­ten kann«, heisst es. Seit der Über­prü­fung Ende 2021 hat die ESA am 18. Mai das System für die digi­tale Stif­tungs­auf­sicht (eESA) in Betrieb genommen.

Zum Bericht

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