Jubiläum des 1.-August-Abzeichens: Bundespräsident Ignazio Cassis, super Abzeichen-Verkäufer Elischa Rochira, Geschäftsführerin Katharina Teuscher und Designer Res Eichenberger. Bild: Christine Strub, ©christinestrub.ch

Pro Patria: Das hundert­ste 1.-August-Abzeichen

2022 feiert Pro Patria ihr hundertstes 1.-August-Abzeichen. Ein wichtiges Jubiläum für die Stiftung. Denn sie nimmt den Feiertag zum Anlass, ihren Fokus zu schärfen. An der Jubiläumsfeier betont Bundespräsident Ignazio Cassis, mit viel Herzblut und in allen vier Landessprachen, die Wichtigkeit der Solidarität zum Erhalt des schweizerischen Kulturguts.

Bei schön­stem Wetter präsen­tierte gestern Abend die Stif­tung Pro Patria in der Berner Cine­matte ihr hundert­stes 1.-August-Abzeichen. Enthüllt wurde es von Bundes­prä­si­dent Igna­zio Cassis und Stif­tungs­prä­si­dent Johann Mürner. Dem Publi­kum wurde weiter ein bunter und eindrück­li­cher Tour d’Ho­ri­zon zum Schaf­fen der Stif­tung gebo­ten. Vor Ort war auch der beste 1.-August-Abzeichen-Verkäufer, Elischa Rochira, aus Appen­zell. Er verkauft jähr­lich rund 1000 Abzei­chen. Das erste im laufen­den Jahr hat er Igna­zio Cassis verkauft.

Von der Bevöl­ke­rung getragen

Pro Patria ist aus der Gesell­schaft heraus entstan­den. Heute würde das ein zivil­ge­sell­schaft­li­ches Enga­ge­ment oder eine Grass­root-Bewe­gung genannt. Die Stif­tung wurde 1909 gegrün­det – das 1.-August-Abzeichen gab es demnach nicht von Anfang an – aus Soli­da­ri­tät zu Menschen und Insti­tu­tio­nen, die auf eine Unter­stüt­zung ange­wie­sen waren. Das gilt auch heute. So wird der Kauf eines 1.-August-Abzeichens oder das Nutzen von Pro-Paria-Brief­mar­ken zum Akt der Solidarität.

1.-August-Abzeichen 2022

Gesell­schaft­li­che Bedürf­nisse früh­zei­tig erkennen

Pro Patria steht für eine viel­fäl­tige Schweiz, die eine Heimat für alle Bevöl­ke­rungs­grup­pen bietet und schafft. So betont die Stif­tung, dass sie zu diesem Zweck zukunfts­ge­rich­tete Projekte unter­stüt­zen will, welche Baukul­tur und leben­di­gen Tradi­tio­nen glei­cher­mas­sen inte­grie­ren. Pro Patria fördert aus dieser Über­zeu­gung Initia­ti­ven und Projekte, die sowohl das mate­ri­elle als auch das imma­te­ri­elle Kultur­erbe in den Fokus stel­len. Beispiele aus der Vergan­gen­heit zeigen die Viel­falt des Enga­ge­ments: Pro Patria war 1926 bei der Grün­dung der Stif­tung Mütter­hilfe betei­ligt (heute Arche für Fami­lien), leistete mass­geb­li­che finan­zi­elle Unter­stüt­zung bei der Grün­dung der Schwei­ze­ri­schen Stif­tung für Sozi­al­tou­ris­mus (Jugend­her­ber­gen) im Jahr 1976 oder hat 1983 bereits vor der Wald­ster­be­de­batte für Wald­pro­jekte gesam­melt und die Grün­dung der Stif­tung Wald­re­ser­vat Bödme­ren mit Förder­gel­dern unterstützt. 

Jähr­li­che Fest­le­gung des Sammlungszwecks

Seit der Grün­dung legt Pro Patria ihren Samm­lungs­zweck jähr­lich fest. So kann die Stif­tung aktu­elle Themen aufgrei­fen und gezielt Themen setzen. Geld sammelt die Stif­tung heute mit dem Verkauf des 1.-August-Abzeichens (seit 1923) und den Pro-Patria-Brief­mar­ken (seit 1937). Im Jubi­lä­ums­jahr 2022 fokus­siert Pro Patria auf Projekte, welche die kultu­relle Viel­falt leben­dig halten und zum Austausch der Bevöl­ke­rung einladen.

Aufruf: Ihre Geschichte 

Und Hand aufs Herz, wer von uns ist nicht selber von Tür zu Tür gerannt und hat mit viel Leiden­schaft das 1.-August-Abzeichen ange­prie­sen?
Erzäh­len Sie uns Ihre Geschichte dazu und posten Sie es in der Kommen­tar­spalte unter dem Artikel.

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