Bild: Krzysztof Hepner auf unsplash

Zwei­ter Atlas der Migra­tion erschienen

Mit dem zweiten Atlas der Migration führt die Rosa-Luxemburg-Stiftung Zahlen zur Migration und deren Ursachen auf.

Der Angriffs­krieg auf die Ukraine hat 14 Millio­nen Menschen in die Flucht getrie­ben. Dies ist eines der Themen im neu erschie­ne­nen zwei­ten «Atlas der Migra­tion» der Rosa Luxem­burg Stif­tung in Deutsch­land. Dies hat die Zahl der welt­weit Vertrie­be­nen deut­lich anstei­gen lassen. Ende 2021 waren 89,3 Millio­nen Menschen auf der Flucht, davon 53,2 Millio­nen im eige­nen Land. Im Juni diesen Jahres waren es 101,1 Million und davon 60,1 Binnen­ver­trie­bene. Neben dem Krieg in der Ukraine widmet sich der Atlas der Migra­tion gene­rell den Grün­den, die zu einer Migra­tion führen oder der recht­li­chen Situa­tion von Migrant:innen.

Krieg und Umwelt

Die Daten zeigen, dass 2020 rund 280 Millio­nen Menschen ihr Geburts­land verlas­sen haben. Das sind 3,6 Prozent der Welt­be­völ­ke­rung. 1970 waren es noch 84,5 Millio­nen respek­tive 2,3 Prozent. Die Gründe für die Migra­tion sind unter­schied­lich. Rund jede siebte Person, die ihr Geburts­land verlässt, ist auf der Flucht oder sucht Asyl. Zu den Staa­ten, in welchen die Migrier­ten mehr als 50 Prozent an der Gesamt­be­völ­ke­rung ausma­chen gehö­ren Liech­ten­stein, Katar oder Monaco. Die Schweiz ist in der Kate­go­rie mit einem Anteil zwischen 25 und 50 Prozent. 31 Prozent der Migrant:innen haben Europa als Ziel­re­gion. Einen Fokus legt der Atlas auf von Umwelt­ka­ta­stro­phen Vertrie­bene. Für 2020 weist er 30,7 Millio­nen Menschen aus, die durch Umwelt­er­eig­nisse wie Über­schwem­mun­gen, Stürme oder Wald­brände vertrie­ben wurden. Damit haben Umwelt­er­eig­nisse drei­mal so viele Menschen vertrie­ben wie Gewalt, Krieg und Konflikte. Gleich­zei­tig zeigt der Atlas auf, dass die Länder, welche am meisten CO2 ausstos­sen grosse Mittel in den Schutz ihrer Gren­zen stecken. Der Atlas der Migra­tion zeigt, dass die sieben gröss­ten Treib­haus­gas­ver­ur­sa­cher im Schnitt 2,3 Mal soviel für Grenz- und Migra­ti­ons­kon­trolle ausge­ben wie für die Finan­zie­rung klima­wirk­sa­mer Massnahmen. 


Den Atlas der Migra­tion finden Sie hier.

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