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Winter­ses­sion: Ausland­hilfe, Trans­pa­renz­re­gis­ter und Verbandsbeschwerderecht

Die vergangenen drei Wochen tagte das Parlament in Bern. Neben dem Budget hat es auch das Transparenzregister und das Verbandsbeschwerderecht behandelt.

Am vergan­ge­nen Frei­tag endete die Winter­ses­sion. In dieser hat das Parla­ment Themen behan­delt, die auch für Stif­tun­gen und Nonpro­fits rele­vant sind.

Ausnahme beim Transparenzregister

Im Kampf gegen die Geld­wä­sche­rei steht die Schweiz unter inter­na­tio­na­lem Druck. Gefor­dert ist ein Trans­pa­renz­re­gis­ter, das die wirt­schaft­lich berech­tig­ten Perso­nen eines Unter­neh­mens aufführt. Das Ziel des Regis­ters ist insbe­son­dere in der Straf­ver­fol­gung schnel­ler und zuver­läs­si­ger eruie­ren zu können, wer hinter einem Unter­neh­men steht. Das Regis­ter soll die Verschleie­rung von Vermö­gen verhin­dern. Der Stän­de­rat hat das Bundes­ge­setz gutge­heis­sen. Der Stän­de­rat beschloss, dass Stif­tun­gen, Vereine und Treuhänder:innen sich nicht in dem Regis­ter eintra­gen müssen. Die Vorlage geht nun in den Nationalrat.

Kürzun­gen in der Auslandhilfe

Das Parla­ment hat nach jeweils drei Bera­tungs­run­den in der Eini­gungs­kon­fe­renz das Bundes­bud­get 2025 beschlos­sen. Umstrit­ten waren unter ande­rem die Kürzun­gen für die die Gelder für die Entwick­lungs­hilfe. Hier einig­ten sich die beiden Räte auf Kürzun­gen von 110 Millio­nen Fran­ken. Ursprüng­lich wollte der Natio­nal­rat die Ausland­hilfe um 250 Millio­nen Fran­ken kürzen. Der Stän­de­rat sprach sich für Kürzun­gen von 30 Millio­nen Fran­ken aus. 

Einspra­chen einschränken

Der Stän­de­rat hat beschlos­sen, dass Verbands­be­schwer­den einzu­schrän­ken. Er will diese gegen die 16 Wasser­kraft­pro­jekte, die im Ener­gie-Mantel­erlass erwähnt sind, nicht zulas­sen. Die Vorlage geht zurück in den Natio­nal­rat. Sollte die Einschrän­kung ange­nom­men werden, droht ein Referendum. 

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