
Wenn Stiftungsräte über Vermögen entscheiden, geht es selten nur um Zahlen. Es geht um Verantwortung und um die Frage, wie das Kapital so eingesetzt werden kann, dass es auch in turbulenten Zeiten dem Stiftungszweck dient. An dieser Schnittstelle steht das Beratungsunternehmen c‑alm. Der Name, gesprochen «calm», widerspiegelt einerseits die Haltung des Unternehmens: Ruhe und Klarheit in komplexen Situationen. «Wir schaffen Orientierung, statt Hektik zu verstärken», sagt Stefan Beiner, Partner der c‑alm. Das präge nebst der Unternehmenskultur auch die Beratung. «Gelassenheit bedeutet für uns aber nicht Passivität, sondern fundierte Entscheidungen auf Basis von Fakten», so Beiner weiter. Andererseits steht der Name c‑alm – comprehensive asset-liability-management – auch für einen ganzheitlichen Beratungsansatz: Zum Beispiel werden bei der Anlage des Vermögens auch die erwarteten Vergabungen der nächsten Jahre berücksichtigt.

Die c‑alm unterstützt Stiftungen bei den klassischen Fragestellungen rund um den Anlageprozess: Von der Abstimmung der Anlagen auf die Vergabungen über die Definition eines angemessenen Anlagerisikos bis hin zur Umsetzung der gewählten Anlagestrategie und deren Kontrolle. Dabei ist gerade bei Stiftungen das Interesse und Bedürfnis hoch, nachhaltige Anlagen und Impact Investing in diesen Prozess zu integrieren. Weiter realisiert die c‑alm auch Digitalisierungsprojekte mit moderner Datenanalyse und Künstlicher Intelligenz, um fundierte, datengetriebene Entscheidungen zu ermöglichen. Dabei sind die Data-Science- und KI-Lösungen erklärbar, regulatorisch konform und konsequent auf den Mehrwert für die Kund:innen ausgerichtet. Beispielsweise hat die c‑alm mit dem Portal Economico ein digitales Vergleichsinstrument geschaffen, das nach dem Prinzip von Comparis funktioniert und mit minimalem Aufwand eine strukturierte Marktübersicht ermöglicht. Ohne Registrierungshürden oder aufwendige Dateneingaben erhalten Nutzer:innen einen direkten Vergleich zahlreicher Anbieter und deren Konditionen. Der Ansatz macht sichtbar, wo Unterschiede tatsächlich liegen, und macht den Anbieterwettbewerb damit deutlich übersichtlicher.
Mittel zur Erfüllung einer Mission
Dieser Anspruch auf Handlungssicherheit prägt laut Stefan Beiner auch die Beratungstätigkeit der c‑alm. Gerade bei Anlagestrategien zeige sich, wie wichtig ein ruhiger, vorausschauender Zugang ist. Als ehemaliger Leiter des Asset-Managements einer der grössten Schweizer Pensionskassen ist sich Beiner bewusst: «Der nächste Markteinbruch wird kommen. Wir wissen nur nicht wann und wie stark.» Umso wichtiger sei es, dass der Stiftungsrat bereits in ruhigen Zeiten festlegt, wie sich Stiftungen in Aktienkrisen verhalten sollen. «Das braucht eine Portion Gelassenheit von unseren Kundinnen und Kunden – und die Bereitschaft, an gemeinsam getroffenen Entscheiden festzuhalten», so Beiner.
Die c‑alm versteht sich als fachliche Begleiterin für Gremien, die langfristig Verantwortung tragen. «Für die Zukunft des bestehenden Vermögens ist die Anlagestrategie der wichtigste Baustein», sagt Stefan Beiner. Erst wenn klar sei, welches Risiko eine Stiftung tragen könne und wolle, lasse sich fundiert über Rendite, Nachhaltigkeit oder Wirkung sprechen.
Laut Beiner geht dies über reine Risiko-Rendite-Diskussionen hinaus, die in unterschiedlichen Szenarien besprochen werden. «Wir unterstützen Stiftungen effizient und professionell dabei, dass ihr Vermögen langfristig den Stiftungszweck sicherstellt.» Kapital sei kein Selbstzweck, sondern Mittel zur Erfüllung einer Mission. «Unser Herz schlägt dort, wo Geld Sinnvolles bewirken kann», sagt Beiner. Gerade Stiftungen zeigten, dass beim Anlegen nicht nur finanzielle, sondern auch soziale und ökologische Renditen relevant sein können.
Faktenbasiert diskutieren

Wo strategische Leitplanken definiert sind, beginnt die eigentliche Arbeit in den Gremien. Cedric Müller ist bei der c‑alm Spezialist für Asset-Liability-Analysen und Leiter Forschung und Entwicklung im Bereich Finanz- und Kapitalanlagen. Er doziert zudem als Lehrbeauftragter an der Universität St. Gallen zur Anlage von Pensionskassen sowie zur Finanz- und Versicherungsmathematik. In den Gremien bringt Cedric Müller seine Expertise ein, um die oft intensiven Diskussionen zu strukturieren und Entscheidungsgrundlagen transparent zu machen – gerade bei Fragen rund um Nachhaltigkeit oder kontroverse Anlageklassen. «Dabei gibt es kein objektiv richtig oder falsch», sagt Müller. Entscheidend sei, dass Beschlüsse zum Weltbild und zu den Prioritäten einer Organisation passen. Müller sieht seine Rolle darin, Vor- und Nachteile transparent aufzuzeigen. «Da wir selbst keinerlei Anlageprodukte vertreiben, hat das Gremium das Vertrauen, dass wir neutral über verschiedene Möglichkeiten informieren», sagt er. «So befähigen wir die Entscheidungsträger, ihrer Verantwortung gerecht zu werden.»

Auch für Philine Weder, Projektleiterin für ALM-Studien und Beraterin im Bereich Anlagestrategie mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Impact Investing, ist Nachhaltigkeit kein geschützter Begriff, sondern vor allem ein offener Diskussionsraum. Was genau der Begriff für eine Stiftung bedeute, ist für Weder häufig eine der ersten Fragen in der Beratung. «Bei c‑alm bedeutet Nachhaltigkeit, finanzielle und nicht-finanzielle Faktoren wie ökologische, soziale und Governance-Aspekte zusammenzudenken und allfällig gegenseitige Wechselwirkungen zu diskutieren.» Welche Schwerpunkte gesetzt werden – sei es Klima, Kinderrechte oder gute Unternehmensführung – müsse laut Weder jedoch jede Stiftung individuell festlegen. Ein Bezug zum Stiftungszweck ist möglich, aber nicht zwingend.
Entscheidend ist, Emotionen aus der Diskussion zu nehmen, betont Stefan Beiner. «Nachhaltigkeit wird häufig als Entweder-oder-Frage geführt und ist von unterschiedlichen Erfahrungen geprägt. Unser Anspruch ist es, Themen zu objektivieren und faktenbasiert zu diskutieren.» Studien und Analysen könnten helfen, Annahmen zu überprüfen. Weder verweist in diesem Zusammenhang auf eine Studie der c‑alm zu Micro-Finance-Investitionen, die aktuell durchgeführt wird. Ziel dieser Studie ist unter anderem zu überprüfen, ob Mikrofinanz-Investitionen eine marktkonforme Rendite erzielen. Solche Erkenntnisse helfen in der Diskussion mit den Gremien.
Wirkung gehört zur DNA einer Stiftung
Für Philine Weder ist Wirkung von Anfang an Teil jeder Förderstiftung. «Die wirkungsvolle Umsetzung des Stiftungszwecks ist die DNA einer Förderstiftung», sagt sie. Neben den Projekten und Vergabungen könne auch das eigene Vermögen eine wichtige Rolle spielen. «Über ihre Vergabungen setzen Förderstiftungen ihren Stiftungszweck gezielt und wirkungsvoll um. Darüber hinaus können sie auch durch Impact Investitionen Wirkung erzielen, insbesondere durch Investitionen in wirkungsorientierte Unternehmen oder Anlagen», erklärt Weder.
Das Spektrum reicht von «financial first»-Investitionen, bei denen die finanzielle Rendite Vorrang hat, bis zu «impact first»-Investitionen, bei denen die Wirkung im Zentrum steht. Gerade bei Letzteren müssen laut Weder potenzielle Trade-offs zwischen Wirkung und verfügbaren Mitteln für eigene Förderprojekte sorgfältig abgewogen werden, unter Berücksichtigung der regulatorischen Rahmenbedingungen. Was Weder an diesen Prozessen besonders schätzt, ist die Arbeit in den Gremien selbst. «Es kommen Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die unsere Welt positiv verändern», sagt sie. In jedem Gremium erlebe sie ein grosses Engagement und Offenheit. «Die Gespräche sind anregend und fordern mich immer wieder dazu heraus, über innovative Lösungsansätze weiterzudenken.»
Brückenbauer zwischen Forschung und Praxis
Die c‑alm entstand vor über 20 Jahren als Spin-off der Universität St. Gallen und ist heute an zwei Standorten in St. Gallen und in Zürich vertreten. Die Nähe zur akademischen Welt prägt das Unternehmen bis heute. Viele Mitarbeitende haben einen Lehrauftrag an Hochschulen – auch Stefan Beiner unterrichtet Finance an der Universität St. Gallen. Gleichzeitig verfügen sie über langjährige Umsetzungserfahrung. «Wir übersetzen neueste Erkenntnisse aus Finanz- und Risikoforschung in konkrete Handlungsempfehlungen», erklärt Beiner. Das heisse: Komplexe Modelle werden zu verständlichen Entscheidungsgrundlagen, damit Stiftungen akademische Qualität in der Praxis nutzen können. Ein Missverständnis begegnet dem Team dabei immer wieder: Da Beraterinnen und Berater aus der Akademie kämen und viel aus der Theorie wüssten, hätten sie wenig Praxisbezug. «Dieses Bild greift bei uns zu kurz», hält Beiner fest. «Die Stärke der c‑alm liegt gerade darin, wissenschaftliche Tiefe mit grossem Umsetzungswissen zu verbinden.»
Die erste Praxiserfahrung im Stiftungswesen sammelte Beiner in Kanada. Gemeinsam in einem Team Freiwilliger half er nahe Thunder Bay, Ontario beim Aufbau eines Zentrums für indigene Gemeinschaften. Dazu gehörten der Aufbau strategischer Partnerschaften, Fundraising, die Entwicklung von Programmen wie Nachmittagsbetreuung und Sommercamps. «Ich habe gelernt, wie wichtig interkulturelle Sensibilität und vertrauensvolle Zusammenarbeit für den Erfolg von Projekten sind», sagt Beiner.
Diese Zeit habe sein Verständnis von Stiftungsarbeit und gesellschaftlicher Verantwortung nachhaltig geprägt, und damit auch seine Arbeit bei der c‑alm. Für die kommenden Jahre strebt das Unternehmen an, Stiftungen dabei zu begleiten, die Wirkung ihres Kapitals stärker in den Fokus der Anlagestrategie zu rücken – sei es durch Renditeoptimierung zur nachhaltigen Erfüllung des Stiftungszwecks, durch direkt wirkungsorientierte Investitionen oder beides. «Wir wollen als unabhängige Partei dazu beitragen, dass Vermögen stärker auf Wirkung ausgerichtet wird, ohne die finanzielle Basis zu gefährden», sagt Beiner. Dafür macht die c‑alm keine lauten Versprechen, sondern entwickelt in Ruhe klare Lösungen, die Rendite und Wirkung verbinden.
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