Die Kürzung staatlicher Mittel bringt grosse Herausforderung für die Nachhaltigkeit von Hilfswerken. Symbolbild: Gabriele-Stravinskaite auf unsplash.

Welt­weite Nach­frage nach Wohl­fahrt wächst rasant

Die Nachfrage nach den Diensten von Hilfswerken steigt weltweit massiv. Eine neue Studie der britischen Charities Aid Foundation (CAF), vorgestellt bei der UNO-Generalversammlung in New York, zeigt: Besonders in einkommensschwachen Ländern geraten Hilfswerke an ihre Grenzen.

Hilfs­werke rund um den Globus stehen unter wach­sen­dem Druck: Fast vier von fünf, 78 Prozent, berich­ten von einer stei­gen­den Nach­frage nach ihren Diens­ten, mit 47 Prozent fast die Hälfte sogar von einem erheb­li­chen Anstieg. Das zeigt die neue Studie der briti­schen Chari­ties Aid Foun­da­tion (CAF). Die Orga­ni­sa­tio­nen gehört zu den welt­weit führen­den Orga­ni­sa­tio­nen zur Förde­rung von Phil­an­thro­pie. Der Bericht wurde an einer Neben­ver­an­stal­tung der dies­jäh­ri­gen Gene­ral­ver­samm­lung der Verein­ten Natio­nen in New York vorgestellt.

Die Umfrage mit klarer Tendenz

Für die Erhe­bung wurden über 3000 Führungs­kräfte aus Wohl­fahrts­or­ga­ni­sa­tio­nen in 27 Ländern befragt. Beson­ders stark stieg die Nach­frage bei Hilfs­wer­ken in einkom­mens­schwa­chen Ländern, 84 Prozent, sowie bei Orga­ni­sa­tio­nen in den Berei­chen Gesund­heit, Armuts­be­kämp­fung und huma­ni­täre Hilfe. 83 Prozent der Befrag­ten gehen davon aus, dass die Nach­frage im kommen­den Jahr weiter stei­gen wird.

Finan­zi­elle Nach­hal­tig­keit in Gefahr

Als grösste Heraus­for­de­rung nennen drei von fünf Orga­ni­sa­tio­nen, 62 Prozent, die Siche­rung der finan­zi­el­len Nach­hal­tig­keit – ange­sichts sinken­der staat­li­cher Zuschüsse, rück­läu­fi­ger Spen­den und eines wach­sen­den Wett­be­werbs um Ressour­cen. Bein staat­li­chen Einfluss geht die Wahr­neh­mung bei den Führungs­kräf­ten weit ausein­an­der: In Asien-Pazi­fik mit 32 Prozent und in Afrika mit 28 Prozent wurde der staat­li­che Einfluss am posi­tivs­ten bewer­tet. In Südame­rika lag die posi­tive Einschät­zung gerade mal bei 8 Prozent und in Europa sogar nur bei 6 Prozent. Neil Heslop OBE, Vorstands­vor­sit­zen­der der CAF, warnte: «Wie im Verei­nig­ten König­reich ist die Finan­zie­rung die grösste Heraus­for­de­rung für die Hilfs­werke in aller Welt.» Er betont auch, dass es notwen­dig sei, neue Wege zu finden, um Hilfs­werke resi­li­en­ter zu machen – durch stär­kere Part­ner­schaf­ten mit Regie­run­gen, Unter­neh­men und loka­len Netzwerken.

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