Verläss­li­che Zahlen entste­hen nicht über Nacht

Mit digitalen Instrumenten und modernen Technologien verändert sich das Finanzmanagement von Stiftungen grundlegend. Automatisierung und Künstliche Intelligenz (KI) schaffen Effizienzgewinne, führen jedoch zugleich zu wachsender Komplexität in der Vermögensanlage und stellen höhere Anforderungen an die Entscheidungsfähigkeit sowie Qualifikation von Fachkräften. Joël Escher von KENDRIS zeigt, wie technologiegestützte Entscheidungsgrundlagen Stiftungsräte unterstützen können.

Joël Escher, Co-Head Accoun­ting und Invest­ment Report­ing, KENDRIS

Wenn Stif­tungs­räte über Jahres­ab­schlüsse, Vermö­gens­stra­te­gien oder Förder­bud­gets entschei­den, benö­ti­gen sie über­sicht­li­che Reportings, konso­li­dierte Zahlen und klare Entschei­dungs­grund­la­gen. Hinter diesen Unter­la­gen steckt ein komple­xer Prozess. Das inter­na­tio­nale Bera­tungs- und Treu­hand­un­ter­neh­men KENDRIS sorgt mit einem breit aufge­stell­ten Team dafür, dass diese Grund­la­gen stim­men. Konkret: Dass Vermö­gens­werte korrekt bewer­tet, Trans­ak­tio­nen sauber verbucht und Finanz­in­for­ma­tio­nen zuver­läs­sig­auf­be­rei­tet werden – das heisst: neutral und buch­hal­tungs­ba­siert sowie unab­hän­gig und mit der nöti­gen Armlänge Distanz von Banken und Vermögensverwaltern.

Joël Escher, Co-Head Accoun­ting und Invest­ment Report­ing bei KENDRIS, hat sich in über 14 Jahren in der Bran­che auf Finanz- und Wert­schrif­ten­buch­hal­tung spezia­li­siert. Als ehema­li­ger Leis­tungs­schwim­mer und Schwei­zer Meis­ter über 1500 Meter Frei­stil hat er gelernt, dass nach­hal­tige Leis­tung selten das Resul­tat kurz­fris­ti­ger Anstren­gung ist. Diese Haltung über­trägt er auch auf seine heutige Tätig­keit: Präzi­sion, Ausdauer und konti­nu­ier­li­che Verbes­se­rung sind für ihn zentrale Voraus­set­zun­gen, um in einem zuneh­mend komple­xen Umfeld klare Grund­la­gen für Stif­tungs­räte zu schaffen.

Der unab­hän­gige Berichterstatter

Im Stif­tungs­be­reich über­nimmt KENDRIS eine Rolle, die im Alltag der Orga­ni­sa­tio­nen oft im Hinter­grund bleibt. Laut Joël Escher stehen viele Stif­tun­gen vor einer doppel­ten Heraus­for­de­rung: «Sie brau­chen einer­seits eine profes­sio­nelle admi­nis­tra­tive Führung, ande­rer­seits unab­hän­gige, quali­ta­tiv hoch­wer­tige Finanz- und Investmenttransparenz.» 

Genau diese Lücke schliesst KENDRIS. Das Unter­neh­men über­nimmt die Gesamt­ad­mi­nis­tra­tion für Stif­tungs­räte inklu­sive Gover­nance, Rech­nungs­le­gung und regu­la­to­ri­scher Anfor­de­run­gen. «Gleich­zei­tig verfü­gen wir über das spezia­li­sierte Know-how, Jahres­rech­nun­gen nach Swiss GAAP FER zu erstel­len und unab­hän­gige Finanz- und Invest­ment­re­portings zu liefern», sagt Escher.

Mit eInvest­ment-Reportings, ESG-Reportings und voll­stän­dig digi­ta­lem Zugriff auf aktu­elle Finanz­zah­len schafft KENDRIS Trans­pa­renz in der gewünsch­ten Frequenz des Stif­tungs­rats. Die verschie­de­nen Fach­be­rei­che werden je nach Bedürf­nis der Kund­schaft mitein­an­der verbunden. 

«Wir verste­hen uns als unab­hän­gi­ger und neutra­ler Bericht­erstat­ter», sagt Escher. Gerade für Stif­tungs­räte, die die Verant­wor­tung für das Stif­tungs­ka­pi­tal tragen, sei diese Perspek­tive entschei­dend. «Dadurch erhal­ten sie nicht isolierte Einzel­in­for­ma­tio­nen, sondern ein konsis­ten­tes Gesamt­bild – fach­lich fundiert, banku­n­ab­hän­gig, ohne Inter­es­sens­kon­flikte und auf ihre Verant­wor­tung ausgerichtet.»

Mehr als «nur Buchhaltung»

Trotz dieser komple­xen Rolle werde die Arbeit als Finanz- und Treu­hand-Dienst­leis­ter häufig unter­schätzt, sagt Escher. «Viele haben das Gefühl, dass wir ‹nur Buch­hal­tung› machen. Sie fragen sich: Was ist daran so schwierig?»

Dabei habe sich das Arbeits­feld in den vergan­ge­nen Jahren beson­ders in ihrer Komple­xi­tät und Volu­men stark gewan­delt. Früher umfass­ten Mandate oft einige hundert Trans­ak­tio­nen, heute betreut KENDRIS Mandate mit mehre­ren tausend Buchun­gen, diver­sen Bank­be­zie­hun­gen, Private Equity Invest­ments und andere direkt und indi­rekt gehal­te­nen Vermö­gens­wer­ten. Entspre­chend grös­ser ist der Aufwand, um Quali­tät, Konsis­tenz und Nach­voll­zieh­bar­keit der Daten sicherzustellen.

«Hinzu kommen immer komple­xere Anfor­de­run­gen», erklärt Escher. Neben Wert­schrif­ten­buch­hal­tung müssen steu­er­li­che, regu­la­to­ri­sche und rech­nungs­le­gungs­be­zo­gene Aspekte berück­sich­tigt werden. Infor­ma­tio­nen aus unter­schied­li­chen Fonds­do­ku­men­ta­tio­nen müssen korrekt inter­pre­tiert und inte­griert werden.

Neben dieser fach­li­chen Komple­xi­tät steige auch der Erwar­tungs­druck der Kund­schaft: «Vermehrt wünschen Kunden ihre Jahres­ab­schlüsse schon im Januar», sagt Escher. Die Heraus­for­de­rung besteht deshalb darin, stei­gende Volu­men, komple­xere Mandate und hohe Geschwin­dig­keits­an­for­de­run­gen zu verei­nen, ohne dabei Abstri­che bei der Quali­tät zu machen.

Tech­no­lo­gie verän­dert die Vermögenssteuerung

Das Bild der «klas­si­schen Buch­hal­tung» passt auch deshalb immer weni­ger zur Reali­tät, weil sich das Arbeits­feld tech­no­lo­gisch stark verän­dert hat. Die Digi­ta­li­sie­rung hat viele repe­ti­tive Aufga­ben auto­ma­ti­siert und die Arbeit von Buchhalter:innen teil­weise redun­dant gemacht. Escher sieht die tech­no­lo­gi­sche Entwick­lung jedoch als Chance: «Das ist gewis­ser­mas­sen unser gröss­tes Glück. Ohne diese neuen Systeme könn­ten wir die Viel­zahl an Manda­ten heute gar nicht mit der erfor­der­li­chen Genau­ig­keit, Flexi­bi­li­tät und Geschwin­dig­keit betreuen.» 

Auto­ma­ti­sie­rung, AI und gut struk­tu­rierte Prozesse seien Bestand­teil der Unter­neh­mens-DNA von KENDRIS. «Sie sind Hebel, um anspruchs­volle Arbeit effi­zi­en­ter und unser Arbeits­le­ben quali­ta­tiv besser zu machen», sagt Escher. Ausser­dem könne sich sein Team so mehr auf Quali­täts­si­che­rung, Control­ling und die Umset­zung von Kunden­wün­schen konzen­trie­ren. Schliess­lich liefern die Tools heute die Reportings zwar auf Knopf­druck – aufge­setzt und vorbe­rei­tet ist ein solches System aber nicht über Nacht. Dazu braucht es nicht nur eine sorg­fäl­tige Konfi­gu­ra­tion, Erfah­rung und Fach­wis­sen, sondern auch eine konti­nu­ier­li­che Kali­brie­rung und Anpas­sung an neue oder verän­derte Anforderungen. 

Mit der Digi­ta­li­sie­rung stei­gen zudem auch die Erwar­tun­gen der Kund­schaft. «Ich bin über­zeugt, dass die Anfor­de­run­gen an die Geschwin­dig­keit weiter zuneh­men werden. Mit den rich­ti­gen Tools und konti­nu­ier­li­chen Prozess­ver­bes­se­run­gen ist das etwas, das wir sehr gut bewerk­stel­li­gen können», so Escher.

Fach­kräfte entwi­ckeln statt nur suchen

Gerade weil Prozesse zuneh­mend auto­ma­ti­siert und Mandate komple­xer werden, gewin­nen quali­fi­zierte Fach­kräfte weiter an Bedeu­tung. Denn Tech­no­lo­gie ersetzt Exper­tise nicht, sie erhöht viel­mehr die Anfor­de­run­gen an die Mitar­bei­ten­den. «Umso wich­ti­ger sind Team­mit­glie­der, die die Systeme verste­hen, Resul­tate kritisch hinter­fra­gen und die fach­li­chen Zusam­men­hänge im Griff haben», sagt Escher.

«Wir inves­tie­ren gezielt in die Aus- und Weiter­bil­dung, erwar­ten Verant­wor­tungs­be­reit­schaft, defi­nie­ren unsere Quali­täts­an­for­de­run­gen präzise und arbei­ten mit Review-Prozes­sen», so Escher. Ergänzt werde dies durch stan­dar­di­sierte Abläufe und Auto­ma­ti­sie­rung, damit Quali­tät syste­ma­tisch und nicht zufäl­lig entsteht.

«Unser Ziel ist letzt­end­lich nicht nur reine Wissens­ver­mitt­lung, sondern die Entwick­lung von Mitar­bei­ten­den, die komplexe Mandate eigen­stän­dig durch­drin­gen und führen können», erklärt Escher. Dieser Ansatz, dem Fach­kräf­te­man­gel durch syste­ma­ti­sche Entwick­lung und lang­fris­ti­gen Kompe­tenz­auf­bau zu begeg­nen, habe sich bisher sehr bewährt.

«Ich halte nichts von Top-Down Mentalität»

Zum Erfolg von KENDRIS trägt für Escher aber genauso die rich­tige Team­kul­tur und Vertrauen bei. Die Anlie­gen seiner Mitarbeiter:innen spie­len dabei eine wich­tige Rolle: «Ich halte nichts von Top-Down Menta­li­tät. Wir leben den Umgang auf Augen­höhe und pfle­gen eine sehr offene und trans­pa­rente Kommunikation.»

Fehler dürfen ange­spro­chen werden, Prozesse werden gemein­sam analy­siert und verbes­sert. Wer Freude an steter Weiter­ent­wick­lung und den nöti­gen Durch­hal­te­wil­len hat, entwi­ckelt sich weiter. «In meiner Führungs­rolle fordere ich genau dieses Stre­ben nach Verbes­se­rung. Ich erwarte Enga­ge­ment und Eigen­ver­ant­wor­tung, fördere aber auch Begeis­te­rung für Quali­tät, saubere und effi­zi­ente Prozesse sowie fach­li­che Exzel­lenz», erklärt er.

Für Escher ist klar: «Nichts beein­träch­tigt die Quali­tät so stark wie über­mäs­si­ger Druck und Stress.» Best­leis­tun­gen entste­hen dort, wo sich leis­tungs­ori­en­tierte Menschen wert­ge­schätzt, verstan­den und gut beglei­tet fühlen. 

Wie im Leis­tungs­sport geht es laut Escher auch im Treu­hand­ge­schäft nicht um kurz­fris­tige Erfolge, sondern um lang­fris­tige Entwick­lung. «Spit­zen­leis­tun­gen entste­hen nicht über Nacht. Sie entste­hen durch Diszi­plin, Einsatz, eine Portion Glück und Freude an der Sache.»

Vermö­gens­an­lage digi­tal – Digi­tale Tools

Welche Rolle digi­tale Instru­mente heute konkret in der Vermö­gens­steue­rung von Stif­tun­gen spie­len, ist auch Thema eines gemein­sa­men Webi­nars von KENDRIS und der c‑alm in der Reihe «Vermö­gens­an­lage digi­tal». Expert:innen disku­tie­ren, wie moderne Reporting‑, Vergleichs- und Control­ling-Tools einge­setzt werden können, um Trans­pa­renz zu erhö­hen und wo Digi­ta­li­sie­rung in der Praxis an ihre Gren­zen stösst. 

Kosten­lo­ses Webi­nar
Teil der Webi­nar-Reihe «Vermö­gens­an­lage digi­tal»
Mit Expert:innen von KENDRIS und der c‑alm
13. April 2026, 16.00 bis 17.00 Uhr

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