Verant­wor­tungs­voll.

Verantwortungsvoll heisst: die besondere Rolle von Förderstiftungen sichtbar leben – konsistent, transparent und zweckorientiert, findet Andrea Studer, CEO Fondation Botnar.

Andrea Studer, CEO Fonda­tion Botnar

Warum ist Verant­wor­tungs­be­wusst­sein heute so zentral? 

Andrea Studer: Phil­an­thro­pi­sches Kapi­tal ist verbun­den mit einer gros­sen Verant­wor­tung. Stif­tun­gen über­neh­men komple­men­täre Aufga­ben, die niemand sonst bereit ist, zu leis­ten, weder seitens staat­li­cher Insti­tu­tio­nen noch des Privat­sek­tors, oft auch verbun­den mit Risi­ko­fra­gen. Gemein­nüt­zige Stif­tun­gen sind steu­er­be­freit, daraus erge­ben sich Verpflich­tun­gen gegen­über der Öffent­lich­keit, dazu gehö­ren unter ande­rem nach­voll­zieh­bare Entschei­dun­gen und eine konse­quente Zweck­erfül­lung. Verant­wor­tung erschöpft sich nicht im einzel­nen Verga­be­ent­scheid. Sie umfasst Stra­te­gie, Kommu­ni­ka­tion und Anla­ge­po­li­tik glei­cher­mas­sen. Wer Wirkung will, muss zeigen, was er tut, warum – und mit welchem Ergebnis. 

Wohin entwi­ckelt sich das – welche Chan­cen und Heraus­for­de­run­gen entstehen? 

Die Erwar­tun­gen seitens der Öffent­lich­keit sind hoch und Stif­tun­gen sind verpflich­tet, kohä­rent zu handeln und zu kommu­ni­zie­ren. Digi­tale Instru­mente unter­stüt­zen Stif­tun­gen, Profile, Krite­rien und Ergeb­nisse sicht­bar und trans­pa­rent zu zeigen.  Wer nicht bereits trans­pa­rent arbei­tet, wird durch digi­tale Tech­no­lo­gie gezwun­ge­ner­mas­sen trans­pa­rent gemacht. Die Chance liegt in proak­ti­ver Klar­heit: Vom Antrags­dia­log bis zum Report­ing, von Leit­plan­ken in der Vergabe bis zu Bench­mar­king und Kosten­trans­pa­renz auf der Anla­ge­seite. Die grosse Heraus­for­de­rung besteht darin, dies im Alltag zu veran­kern – in der Geschäfts­stelle, im Stif­tungs­rat und im opera­ti­ven Geschäft. 

Was bedeu­tet das für die Praxis heute? 

Mit Stan­dards begin­nen und sie leben. Walk the talk. Den Swiss­Foun­da­ti­ons Code als Kompass nutzen, Krite­rien und Prozesse präzise veröf­fent­li­chen, Profile aktu­ell halten. Anla­ge­po­li­tik einbe­zie­hen: Ziele und Leit­plan­ken defi­nie­ren, Krite­rien regel­mäs­sig hinter­fra­gen und über­prü­fen –
nicht als Pflicht­übung, sondern als Teil der Wirkungs­ori­en­tie­rung. Weni­ger Program­ma­tik, mehr Prag­ma­tik in der Umset­zung. So entsteht Glaub­wür­dig­keit – nicht als Anspruch, sondern als Praxis.

Jetzt mitge­stal­ten

Verant­wor­tungs­volle Stif­tungs­ar­beit nimmt den Swiss­Foun­da­ti­ons Code ernst: wirkungs­ori­en­tiert, trans­pa­rent und kohä­rent – in der Vergabe und in der Vermö­gens­an­lage. Orien­tie­rung bietet der Sphe­riq Themen­schwer­punkt «Vermö­gens­an­lage digi­tal» im Herbst 2025. Im Boot­camp zeigen wir praxis­nah, wie eine zeit­ge­mässe Anla­ge­po­li­tik ausse­hen kann, die zum Zweck passt.


spheriq.ch/verantwortungsvoll

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