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Trans­pa­renz bei Jahresrechnung

Das Jahrbuch der Hilfswerke 2025 weist auf Verschiebungen beim Spendenvolumen in den verschiedenen Tätigkeitsfelder hin. Ausserdem zeigt es, wie transparent die Organisationen ihre Jahreszahlen publizieren.

Das Tätig­keits­feld «Huma­ni­tä­res Ausland» verzeich­net die stärkste Zunahme des Spen­den­vo­lu­mens. Von 2015 bis 2024 ist es um über 50 Prozent ange­wach­sen. Das zeigen die Auswer­tun­gen im Jahr­buch der Hilfs­werke 2025. Lag das Volu­men 2015 noch bei 254 Millio­nen Fran­ken, erreichte es vergan­ge­nen Jahr 394 Millio­nen. Dieser Wert liegt aller­dings unter dem Höchst­wert von 398 Millio­nen Fran­ken im Jahr 2022. Für die Auswer­tung hat das Jahr­buch alle Hilfs­werke berück­sich­tigt, die seit 2015 Zewo-zerti­fi­ziert sind. Einen star­ken Rück­gang verzeich­nete in den letz­ten Jahren das Tätig­keits­feld «Sozia­les Inland». Mit 144 Millio­nen Fran­ken liegt es auf dem Niveau von 2015. Damit ist der Corona-bedingte Anstieg auf 178 Millio­nen Fran­ken im Jahre 2021 wieder zurückgegangen.

Hohe Trans­pa­renz bei zerti­fi­zier­ten Organisationen 

Das Jahr­buch der Hilfs­werke 2025 wurde von PPC Metrics und dem Center for Phil­an­thropy Studies (CEPS) erar­bei­tet. Die Erkennt­nisse beru­hen auf den Infor­ma­tio­nen von 532 mehr­heit­lich Zewo-zerti­fi­zier­ten NPO in der Schweiz. Von den 481 Zewo-zerti­fi­zier­ten Orga­ni­sa­tio­nen bieten 87 Prozent eine voll­stän­dige Jahres­rech­nung online an. Von weite­ren sieben Prozent sind Erfolgs­rech­nung und Bilanz verfüg­bar. Nur bei sechs Prozent waren Ende August keine Jahres­rech­nung auf der Webseite einseh­bar. 51 nicht zerti­fi­zierte Orga­ni­sa­tio­nen wurden eben­falls unter­sucht. Von diesen hatten nur 43 Prozent eine voll­stän­dige Jahres­rech­nung online gestellt. Bei 27 Prozent war keine Jahres­rech­nung auf der Webseite vorhanden. 

Das Jahr­buch hat auch die Steue­rung der Finan­zen unter­sucht. Klei­nere Orga­ni­sa­tio­nen setzen vor allem auf liquide Mittel. Bei ihnen liegt der Anteil bei 71 Prozent, bei grös­se­ren bei 33 Prozent. Letz­tere halten dage­gen deut­lich mehr Immo­bi­lien. Bei ihnen liegt der Anteil bei 16 Prozent. Bei klei­nen Orga­ni­sa­tio­nen beträgt dieser zwei Prozent. Unter­schiede zeigen sich bei der Reser­ve­quote. Diese sagt aus, wie lange das Orga­ni­sa­ti­ons­ka­pi­tal den Betriebs­auf­wand decken würde. Orga­ni­sa­tio­nen in den Tätig­keits­fel­der «Sozia­les Inland» und «Gesund­heit Inland» weisen eine über­durch­schnitt­li­che Quote aus. Ihr Kapi­tal würde für mehr als 13 Monate reichen. Bei Orga­ni­sa­tio­nen im Tätig­keits­feld «Huma­ni­tä­res Ausland» liegt dieser Wert knapp unter neun Monaten.


Zum Jahr­buch der Hilfs­werke 2025

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