Symbolbild: Kelly Sikkema auf unsplash

Swiss­trans­plant ermu­tigt mit Aktion #ichschän­kedir­mis❤️

Jede Woche müssen ein bis zwei Schweizer*innen auf der Organwarteliste ihr Leben lassen. Swisstransplant, die nationale Stiftung für Organspende und Transplantation, animiert zum Nationalen Tag der Organ- und Gewebespende am Samstag, 11. September 2021, mit der schweizweiten Aktion #ichschänkedirmis❤️ zum Handeln: Sag ja, sag nein, sag etwas. Die tiefe Spenderate wird zudem in der kommenden Herbstsession im Ständerat behandelt.

Am Sams­tag, 11. Septem­ber ist Natio­na­ler Tag der Organ- und Gewe­be­spende. Bereits im Vorfeld macht Swiss­trans­plant, die Schwei­ze­ri­sche Natio­nale Stif­tung für Organ­spende und Trans­plan­ta­tion, mit der Aktion #ichschän­kedir­mis❤️ auf das Natio­nale Organ­spen­den­re­gi­ster aufmerk­sam. Die Frage, die bewegt: Warum ist die Bereit­schaft, Organe zu spen­den, so tief? Schliess­lich stehe die grosse Mehr­heit der schwei­ze­ri­schen Bevöl­ke­rung laut reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­gen der Organ­spende posi­tiv gegen­über, schreibt Swiss­trans­plant. Das Problem ist eigent­lich simpel. Die meisten Perso­nen halten ihren Willen nicht schrift­lich fest oder kommu­ni­zie­ren diesen nicht mit ihren Ange­hö­ri­gen. Dies führt dazu, dass die Fami­lie am Spital­bett stell­ver­tre­tend entschei­den muss. Und in diesen Trau­er­mo­men­ten kommt es regel­mäs­sig zu einem Nein. In fünf von zehn Fällen werde eine Organ­spende von Ange­hö­ri­gen gemäss Swiss­trans­plant abge­lehnt. Dabei werde häufig der Wille des Verstor­be­nen verfehlt. 

Zustim­mungs­lö­sung versus Wider­spruchs­lö­sung
Heute gilt in der Schweiz die Zustim­mungs­lö­sung. Das bedeu­tet, dass Organspender*innen ihren Willen doku­men­tie­ren oder kommu­ni­zie­ren. Haben sie dies nicht getan, obliegt es den Ange­hö­ri­gen die Zustim­mung für eine Organ­ent­nahme zu ertei­len. In manchen Ländern gilt bereits ein ande­res Modell: die Wider­spruchs­lö­sung. Wer nach dem Tod seine Organe nicht spen­den will, soll dies expli­zit in einem Regi­ster fest­hal­ten. Die Notwen­dig­keit, sich mit der Organ­spende zu befas­sen, würde mit Einfüh­rung dieser Vari­ante deut­lich steigen. 

Die Wider­spruchs­lö­sung ist auch in der Schweiz in Sicht. Bereits im Mai hat sich der Natio­nal­rat eindeu­tig dafür ausge­spro­chen. Am 20. Septem­ber 2021 disku­tiert der Stän­de­rat, ob ein System­wech­sel einge­führt werden soll. 

Aktion für mehr Regi­ster­ein­träge
Den Willen eines Jeden und einer Jeden fest­zu­hal­ten ist wesent­lich. Ein Eintrag im Natio­na­len Organ­spen­de­re­gi­ster schafft Klar­heit, Sicher­heit und entla­stet Ange­hö­rige sowie Spital­per­so­nal. Schon seit drei Jahren besteht dieses Regi­ster. Zurzeit fasst es gut 120’000 Einträge. Mit der Aktion #ichschän­kedir­mis❤️ will Swiss­trans­plant diese Woche im Vorfeld des Natio­na­len Tages der Organ- und Gewe­be­spende rund 120’000 Menschen errei­chen. In 13 Bahn­hö­fen und mit 60 Aktio­nen von Spitä­lern wird für den Eintrag im Regi­ster gewor­ben, wobei Bonbon­her­zen als Symbol verteilt werden. Der Eintrag ins Natio­nale Organ­spen­de­re­gi­ster ist jeder­zeit änder­bar und dauert per Smart­phone, Tablet oder Compu­ter nur drei Minuten.

Was ist Swiss­trans­plant?
Die Schwei­ze­ri­sche Natio­nale Stif­tung für Organ­spende und Trans­plan­ta­tion agiert im Auftrag des Bundes­am­tes für Gesund­heit. Als natio­nale Zutei­lungs­stelle ist sie für die geset­zes­kon­forme Zutei­lung der Organe zustän­dig und führt die entspre­chende Warteliste. 

Im April 2021 sprach «The Philanthropist» mit dem Direk­tor von Swiss­trans­plant, Franz Immer, über die Initia­tive «Organ­spende fördern – Leben retten», die Folgen von Corona und die Bedeu­tung des Spen­den­ge­dan­kens. Hier geht’s zum Beitrag. 

Franz Immer, Direk­tor Swiss­trans­plant (Bild: zVg Swisstransplant)
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