Die Kürzungen staatlicher Gelder trifft die zewo-zertifizierten Hilfswerke. Zwei Drittel geben an, dass sie bereits betroffen sind oder damit rechnen, in naher Zukunft betroffen zu sein. Die Konsequenzen werden unterschiedlich eingestuft, von vernachlässigbar bis existenzbedrohend. Diese Erkenntnisse stehen im diesjährigen Spendenreport von Zewo. Die Hilfswerke sahen sich zum Handeln gezwungen: Drei Viertel haben bereits reagiert. 28 Prozent der Organisationen mussten in Projektländer Stellen abbauen. In der Schweiz mussten 22 Prozent diesen Schritt machen. Vier Prozente mussten Kredite aufnehmen, um Liquiditätsengpässe zu vermeiden.
Armut in der Schweiz
Auch die Situation der Menschen in der Schweiz wird thematisiert. Andreas Lustenberger, von Caritas Schweiz, schreibt über die zunehmenden Herausforderungen für armutsbetroffene Menschen. Die steigenden Lebenskosten treffen gerade Haushalte mit tiefen Einkommen. Diese Entwicklung fordert Spendenorganisationen, die sich für diese Menschen einsetzen. Er kritisiert aber auch, dass das Existenzminimum heute zu tief angesetzt sei. Deswegen zeichnet die Armutsstatistik ein unvollständiges Bild. Caritas erachtet die international anerkannte Schwelle der Armutsgefährdung als geeigneter. 1,4 Millionen Menschen in der Schweiz gehören dazu. Der Spendenreport zeigt wer in der Schweiz wie spendet. Zudem greift er weitere Themen wie KI auf.


