Symbolbild: Jon Tyson, unsplash

Sozi­al­werk Pfar­rer Sieber: Mehr Über­nach­tun­gen im zwei­ten Pandemiewinter

Das Sozialwerk Pfarrer Sieber hat diesen Winter einen leichten Anstieg bei der Nachfrage nach Notschlafplätzen registriert. Diese Woche endete die Saison des Pfuusbus in Zürich.

Diese Woche endete die Saison der Notschlaf­stel­len des Sozi­al­werk Pfar­rer Sieber (SWS) in Zürich. Dabei verzeich­nete es im zwei­ten Pande­mie­win­ter eine weitere Zunahme bei den Bele­gungs­zah­len. Der Pfuus­bus zählte seit dem 15. Novem­ber 2021 inge­samt 4093 Über­nach­tun­gen gegen­über 3690 in der Vorsai­son. Insge­samt 230 obdach­lose Menschen nutz­ten das Ange­bot. Ein Jahr zuvor waren es 214. Auch in der Notschlaf­stelle für obdach­lose Wanderarbeiter*innen, das Iglu, über­nach­te­ten mit 324 mehr Menschen (272). Insge­samt 2698 Über­nach­tun­gen zählte SWS Ende Saison. 2021 waren es 2403. 

Gebor­gen­heit

Mit einem umfas­sen­den Schutz­kon­zept hat das SWS auf die Covid-Situa­tion reagiert. Bei Schutz­su­chen­den und Mitar­bei­ten­den wurde konse­quent die Tempe­ra­tur über­prüft und es wurden 1000 Schnell­tests durch­ge­führt. In 26 Fällen erga­ben sie ein posi­ti­ves Ergeb­nis. In der Omikro­n­welle stellte SWS einen zusätz­li­chen beheiz­ten Contai­ner für die frei­wil­lige Selbst­iso­la­tion zur Verfü­gung. 38 Mal wurde dieses Ange­bot in Anspruch genom­men. «Das Bedürfnis nach Gebor­gen­heit ist bei Obdach­lo­sen stär­ker als ihre Angst vor einer Ansteckung mit Corona», zieht SWS ein Fazit über die zurück­lie­gende Saison. Trotz der coro­nabe­ding­ten Anpas­sun­gen ist es SWS gelun­gen, die wesent­li­chen Bedürf­nisse der obdach­lo­sen Menschen zu erfül­len. Bezie­hungs­pflege und Gemein­schaft sei für sie von zentra­ler Bedeu­tung und weit wich­ti­ger als nur der Schlaf­platz, schreibt das SWS.

Kälte­pa­trouille

Nicht alle obdach­lo­sen Menschen suchen im Winter eine Notschlaf­stelle auf. Trotz Kälte blei­ben sie auf den Stras­sen. Über den ganzen Winter war das SWS mit ihren Kälte­pa­trouil­len unter­wegs. Dabei wurden 426 Begeg­nun­gen gezählt. Die SWS-Mitar­bei­ten­den beglei­te­ten die Obdach­lo­sen zu einer Notschlaf­stelle oder sie gaben ihnen Schlaf­säcke und warme Klei­der zum Schutz vor der Kälte für jene, die draus­sen blei­ben wollten. 

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