Bild: Rodolfo Cuadros, unsplash

SKKG: Samm­lung digi­tal zugäng­lich machen

Mit der «Sammlung digital» macht die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte SKKG in Winterthur ihre Sammlung Museen, Forscher:innen und der Bevölkerung digital zugänglich.

«Es war eine bewusste Entschei­dung, mit der ganzen Samm­lung online zu gehen, auch wenn uns teil­weise erst rudi­men­täre Infor­ma­tio­nen zu den Objek­ten vorlie­gen», sagt Seve­rin Rüegg, Leiter Samm­lung der Stif­tung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) in Winter­thur. 63’431 Einträge sind auf der Platt­form digital.skkg.ch gelis­tet. Für Museen, Forscher:innen aber auch die breite Bevöl­ke­rung sind sie damit einfach zugäng­lich. Der digi­tale «Data Hub» ermög­licht die Suche nach spezi­fi­schen Forschungs­fra­gen. Als Beispiele nennt die SKKG antike Brief­be­schwe­rer oder Kunst­werke aus Wachse. Wer hierzu Infor­ma­tio­nen suche habe gute Chan­cen, in der Samm­lung fündig zu werden. «Die Diver­si­tät macht den Reiz dieser Samm­lung aus», fügt Rüegg an. «Für die Forschung und poten­zi­elle Leihnehmer:innen ermög­licht der Zugang zu den Inhal­ten der Samm­lung neue Perspek­ti­ven für ihre Arbeit. Und wir erhof­fen uns von ihren Hinwei­sen oder dem Schwarm­wis­sen der Bevöl­ke­rung neue Infor­ma­tio­nen für unsere Arbeit.» 

Trans­pa­renz und Zugänglich

Die Samm­lung steht allen Inter­es­sier­ten offen. Mit der digi­ta­len Aufbe­rei­tung will sie die SKKG ermu­ti­gen, die Samm­lung zu entde­cken. Das Projekt ist das Ergeb­nis einer Umfrage von 2022. Projekt­lei­te­rin der «Samm­lung digi­tal» Sonja Gasser hatte sie mit Fach­per­so­nen aus den Berei­chen Museum, Archiv und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten durch­ge­führt. Die Analy­sen dazu sind in einer Open-Access-Publi­ka­tion erfasst. Gasser sagt: «Digi­tale Bilder und Infor­ma­tio­nen über Samm­lungs­ob­jekte ermög­li­chen eine viel­sei­tige Ausein­an­der­set­zung mit Kultur­erbe, beson­ders, wenn digi­tale Samm­lun­gen mehr bieten als eine reine Daten­bank­su­che. Die SKKG setzt bewusst auf eine Platt­form, die nach allen Seiten hin offen ist und künf­tig mit zusätz­li­chen Inhal­ten und Funk­tio­na­li­tä­ten weiter­ent­wi­ckelt werden kann, um eigene, kolla­bo­ra­tive und parti­zi­pa­tive Projekte im digi­ta­len Raum zu ermög­li­chen.» Das Projekt folgt den zentra­len Werten der SKKG: Trans­pa­renz und Zugäng­lich­keit. Bei der Aufbe­rei­tung der Daten orien­tiert sich die SKKG an inter­na­tio­nal führen­den Samm­lungs­platt­for­men. So sind von Bildern etwas auch die Rück­sei­ten erfasst und «die Bilder (Digi­ta­li­sate) der Samm­lungs­ob­jekte werden gemäss inter­na­tio­na­len Stan­dards hoch­auf­ge­löst und, unter dem Vorbe­halt der Rechte von Drit­ten, unter Crea­tive Commons Lizen­zen zur freien Nach­nut­zung zur Verfü­gung gestellt», schreibt die SKKG.

Noch nicht alle Werke digi­tal vorhanden

63’431 Einträge sind aktu­ell auf der Platt­form digital.skkg.ch gelis­tet. Insge­samt wird die Samm­lung der Stif­tung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG) auf 100’000 Objekte geschätzt. Digi­tal noch nicht erfasst sind der Grafik­be­stand und Objekte aus eini­gen Nach­läs­sen von Künstler:innen


Zur «Samm­lung digi­tal» der Stif­tung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG)

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