Bild: Renee Mitchell, unsplash

Situa­tion von schutz­su­chen­den Kindern in Kollek­tiv­un­ter­künf­ten verbessern

UNICEF Schweiz und Liechtenstein, UNHCR, Save the Children Schweiz und die Schweizerische Flüchtlingshilfe (SFH) legen gemeinsam Empfehlungen vor, wie Bund, Kantone und Gemeinden die Situation von schutzsuchenden Kindern in Kollektivunterkünften verbessern sollen.

Viele schutz­su­chende Kinder leben in der Schweiz in Kollek­tiv­un­ter­künf­ten. Oft verbrin­gen sie Wochen oder Monate in diesen. Dabei sind diese Unter­künfte oft nicht auf ihre beson­de­ren Bedürf­nisse ausge­rich­tet. Kinder­ge­rechte Struk­tu­ren fehlen häufig. Dies kann die psychi­schen Belas­tun­gen der Flucht zusätz­lich verstär­ken. Ein natio­na­ler Rahmen mit verbind­li­chen Mindest­stan­dards fehlt bisher.

Gemein­same Empfehlungen

Nun legen vier Orga­ni­sa­tio­nen – UNICEF Schweiz und Liech­ten­stein, UNHCR, Save the Child­ren Schweiz und die Schwei­ze­ri­sche Flücht­lings­hilfe (SFH) – erst­mals gemein­same Hand­lungs­emp­feh­lun­gen vor: Bund, Kantone, Gemein­den und Betreu­ungs­or­ga­ni­sa­tio­nen können die Situa­tion der betrof­fe­nen Kinder mit weni­gen, zentra­len Mass­nah­men deut­lich verbes­sern könn­ten. Zentral ist die Schaf­fung und Einhal­tung von Kindes­schutz- und Quali­täts­stan­dards. Unicef fordert genü­gend quali­fi­zier­tes Perso­nal in den Unter­künf­ten. «Kinder sollen alters­ge­recht betei­ligt und in ihrer Entwick­lung gestärkt werden», so das Hilfs­werk. Die Verant­wor­tung der zustän­di­gen Behör­den hebt UNHCR hervor. Der Kindes­schutz sie konse­quent mitzu­den­ken, «verbind­li­che Stan­dards zu etablie­ren und die völker­recht­li­chen Verpflich­tun­gen der Schweiz voll­um­fäng­lich umzu­set­zen.» Ein konse­quen­tes Umden­ken fordert Save the Child­ren: «Kinder brau­chen Schutz, verläss­li­che Bezugs­per­so­nen und die Erfah­rung von Selbst­wirk­sam­keit – auch im Verfah­ren, in der Unter­brin­gung und in der Betreu­ung.» Und die SFH schreibt, dass Kinder «nicht in unter­ir­di­schen oder unge­eig­ne­ten Kollek­tiv­un­ter­künf­ten leben sollten.»

-
-