Bild: Blick über die Albiskette in Richtung Alpen. zVg Stiftung Wildnispark Zürich

Sihl­wald – Wild­nis pur

Der Sihlwald gehört zu den national anerkannten Naturerlebnispärken der Schweiz. Es ist der erste Park, der diese Label erhielt. Mit einer Fläche von 12 Quadratkilometern ist er Heimat für eine Vielzahl an einheimischen Tier- und Pflanzenarten. Der Sihlwald ist zusammen mit dem Tierpark Langenberg Teil des Wildnisparks Zürich, mitten im Zürcher Ballungsraum.

Seit 2000 wird der Sihl­wald sich selbst über­las­sen. Das heisst, er wird nicht bewirt­schaf­tet. Die reine Wild­nis. Schon heute, 22 Jahre später, sind die Entwick­lun­gen sicht­bar: dürre Bäume, die noch stehen und umge­stürzte, vermo­derte Baum­stämme. Und das ist gut so: Die Wild­nis bietet mit seinem Totholz einen einzig­ar­ti­gen Lebens­raum für Flora und Fauna. 

Natur erle­ben
Der Sihl­wald liegt zentral und ist für rund zwei Millio­nen Menschen gut erreich­bar. Der Wild­nis­park Zürich Sihl­wald erhielt als erster Park das Label «Natur­er­leb­nis­park – Park von natio­na­ler Bedeu­tung». Ein Natur­er­leb­nis­park bietet nicht nur für den Menschen Erho­lung und Erleb­nis, sondern auch für unzäh­lige Tiere und Pflan­zen einen intak­ten Lebens­raum. Denn der Wald über­nimmt wesent­li­che Funk­tio­nen. Wälder sind von gros­ser Bedeu­tung für die Biodi­ver­si­tät, das Klima, einen nähr­stoff­rei­chen Boden und fürs Wasser. «Wald» bedeu­tet aber nicht gleich Natur und Wild­nis. Die meisten Wälder in der Schweiz werden bewirt­schaf­tet. Es können Ziel­kon­flikte entste­hen, zwischen dem Erhalt der Arten­viel­falt und der Forstwirtschaft. 

Buchen­spröss­linge

Kern­zone für eine freie Entwick­lung des Waldes
In der Kern­zone des Sihl­wald darf sich die Natur frei entwickeln. Der Sihl­wald ist ein Buchen­wald. Ziel der Kern­zone ist es, den Buchen­misch­wald nach­hal­tig zu erhal­ten. Diese Art von Wald ist euro­pa­weit einma­lig. Deshalb gelten strenge Schutz­auf­la­gen, etwa ausschliess­lich auf den Pfaden zu wandern, uner­laub­tes Pflücken von Pflan­zen oder Pilzen sowie Feuer­ver­bot. Die Kern­zone macht rund 40 Prozent des Sihl­walds aus. Dane­ben gibt es die Natur­er­leb­nis­zone, welche 43 Prozent der Wald­flä­che umfasst. Diese Zone ist direkt an Wohn­ge­biete ange­schlos­sen und bietet so Erho­lung und Erleb­nis – prak­tisch vor der Haus­tür. In dieser Zone ist es erlaubt, zu gril­lie­ren, zu reiten oder den Hund auszuführen.

Kompe­tenz­zen­trum für Wild­nis und Vermitt­lung
Im Wild­nis­park Zürich liegt auch der Tier­park Langen­berg mit Besu­cher­zen­trum, Natur­mu­seum und Restau­rant. Die Stif­tung Wild­nis­park Zürich ist ein Kompe­tenz­zen­trum für Wild­nis und Vermitt­lung. Die Mission der Stif­tung stützt sich auf drei Pfei­ler: Natur­wald und Wild­tiere, Bildung und Forschung sowie Erleb­nis und Erho­lung. Inner­halb dieser Kate­go­rien fördert die Stif­tung beispiels­weise den Schutz des Sihl­walds mit all seinen Bewohner:innen, stärkt die Bezie­hung zwischen Mensch und Natur, vermit­telt einen ganz­heit­li­chen und nach­hal­ti­gen Umgang in und mit Natur­räu­men und begei­stert Menschen mit Wildnis-Erlebnissen.

Farben aus Beeren und Wald­pflan­zen
Am 3. Septem­ber 2022 lädt der Wild­nis­park Zürich zum Malen ein. Dabei werden die Teil­neh­men­den eine etwas andere Art von Farben verwen­den. Mit Beeren und Wald­pflan­zen werden die Teilnehmer:innen ihre Farben selber herstel­len – ganz natür­lich. Diese Veran­stal­tung findet im Rahmen des Erleb­nis-Sams­tag statt. Hier finden Sie mehr Informationen.

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