Im aktuellen Climate Change Performance Index macht die Schweiz zwar sieben Plätze gut. Im Rahmen der Klimakonferenz im brasilianischen Belém veröffentlichten Germanwatch und New Climate Institute den diesjährigen Index. Mit Rang 26 bleibt die Schweiz im Mittelfeld. Der Index will Transparenz bezüglich nationaler und internationaler Klimaschutzpolitik ermöglichen. Er umfasst 63 Ländern sowie die Europäischen Union. Zusammen verursachen sie mehr als 90 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen.
Grundlagen wären vorhanden
Zwar würden das neue Klima- und Stromgesetz eine gute Grundlage bieten, hält Patrick Hofstetter, Klimaschutz- und Energieexperte WWF Schweiz fest. Doch er sagt: «Neben gravierenden Defiziten etwa im Verkehrs- und Finanzsektor liegt das Hauptproblem darin, dass der Bundesrat starke Gesetze halbherzig umsetzt und damit Penalties vergibt.» Auch Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace Schweiz, nimmt den Bundesrat in die Pflicht. «Der Bundesrat muss sein Vorgehen beim Klimaschutz insgesamt überdenken. Wir könnten und sollten Energie schlauer nutzen und Erdöl und Erdgas aus unseren Häusern und Autos verbannen. Wir sollten unsere Banken aus der Förderung der Klimazerstörung raushalten und ein klimaschonendes Ernährungssystem fördern.» Die Lösungen seien eigentlich bekannt, fügt er an.


