Bild: Christ LeBoutillier, unsplash

Schweiz bleibt im Mittelmass

Germanwatch und New Climate Institute haben den Climate Change Performance Index publiziert. Die Schweiz macht zwar Plätze gut, bleibt aber im Mittelmass.

Im aktu­el­len Climate Change Perfor­mance Index macht die Schweiz zwar sieben Plätze gut. Im Rahmen der Klima­kon­fe­renz im brasi­lia­ni­schen Belém veröf­fent­lich­ten Germ­an­watch und New Climate Insti­tute den dies­jäh­ri­gen Index. Mit Rang 26 bleibt die Schweiz im Mittel­feld. Der Index will Trans­pa­renz bezüg­lich natio­na­ler und inter­na­tio­na­ler Klima­schutz­po­li­tik ermög­li­chen. Er umfasst 63 Ländern sowie die Euro­päi­schen Union. Zusam­men verur­sa­chen sie mehr als 90 Prozent der welt­wei­ten Treibhausgasemissionen.

Grund­la­gen wären vorhanden

Zwar würden das neue Klima- und Strom­ge­setz eine gute Grund­lage bieten, hält Patrick Hofstet­ter, Klima­schutz- und Ener­gie­ex­perte WWF Schweiz fest. Doch er sagt: «Neben gravie­ren­den Defi­zi­ten etwa im Verkehrs- und Finanz­sek­tor liegt das Haupt­pro­blem darin, dass der Bundes­rat starke Gesetze halb­her­zig umsetzt und damit Penal­ties vergibt.» Auch Georg Klin­gler, Klima­ex­perte Green­peace Schweiz, nimmt den Bundes­rat in die Pflicht. «Der Bundes­rat muss sein Vorge­hen beim Klima­schutz insge­samt über­den­ken. Wir könn­ten und soll­ten Ener­gie schlauer nutzen und Erdöl und Erdgas aus unse­ren Häusern und Autos verban­nen. Wir soll­ten unsere Banken aus der Förde­rung der Klima­zer­stö­rung raus­hal­ten und ein klima­scho­nen­des Ernäh­rungs­sys­tem fördern.» Die Lösun­gen seien eigent­lich bekannt, fügt er an. 


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