© Pro Infirmis / Dominique Meienberg

Pro Infir­mis — Seit 20 Jahren für mich da

Gespon­sertPro Infir­mis

«Es ist mir gar nicht recht, dass ich gerade nicht gut zu Fuss bin», sagt Priska G., als sie auf Krücken gestützt die Geschäfts­stelle von Pro Infir­mis betritt. Die 49-Jährige leistet seit rund vier Jahren zwei­mal wöchent­lich ehren­amt­lich Fahr­dienst für Menschen, die auf Hilfe ange­wie­sen sind. Vermit­telt hat ihr dieses Enga­ge­ment Pro Infirmis.

Derzeit geht Priska G. an Krücken. Alte Fuss- und Knie­ver­let­zun­gen machen ihr zu schaf­fen, an Auto­fah­ren ist nicht zu denken. «Mir fehlen der Fahr­dienst und der Kontakt zu den Leuten. Die meisten fahre ich regel­mäs­sig – zum Beispiel zu medi­zi­ni­schen Behand­lun­gen und Thera­pien. Eine hoch­be­tagte Dame bringe ich regel­mäs­sig zum Coif­feur. Ich bekomme so viele gute Rück­mel­dun­gen. Die Leute mögen mich und ich mag sie», erzählt sie. 

Schwie­ri­ger Start 

Das war nicht immer so. Wegen ihrer Lern- und Lese-Recht­schreib-Schwä­che wurde Priska G. als Kind oft gehän­selt. Sie besuchte Förder- und Sprach­heil­schu­len und arbei­tete anschlies­send in verschie­de­nen Beru­fen. «Man sieht mir meine Lern­schwä­che und meine psychi­schen Bela­stun­gen nicht an. Oft werde ich von ande­ren über­schätzt. Das hat immer wieder dazu geführt, dass ich im Job über­for­dert war und mir dann gekün­digt wurde.» Anders beim Fahr­dienst, der ihr sehr viel Freude bereitet. 

Trotz ihrer Lern- und Lese­schwä­che schaffte sie mit 18 Jahren nach mehre­ren Anläu­fen die Theo­rie­prü­fung. Die Praxis­prü­fung sogar beim ersten Mal. Und fährt seit­dem unfallfrei.

Wenn das Leben aus den Fugen gerät…

Priska G. ist seit gut 20 Jahren Klien­tin der Sozi­al­be­ra­tung von Pro Infir­mis. «Frau G. war früher in vielen Belan­gen unsi­cher und auch psychisch sehr bela­stet. Heute weiss sie, wo und wie sie sich Unter­stüt­zung holen kann, wenn sie an ihre Gren­zen stösst, um so weitest­ge­hend selbst­be­stimmt zu leben», bestä­tigt Sozi­al­be­ra­te­rin Heidi Z.

…steht Pro Infir­mis mit Rat und Tat zur Seite. 

So ist beispiels­weise Priska G.s Entschei­dung, die Dienst­lei­stung Beglei­te­tes Wohnen in Anspruch zu nehmen, in der Sozi­al­be­ra­tung gereift: «Ich wohne allein mit meiner Terrier-Misch­lings­hün­din Soey. Seit einein­halb Jahren kommt wöchent­lich für zwei Stun­den meine Begleit­per­son von Pro Infir­mis zu mir – wir verste­hen uns gut. Wir gehen Briefe durch, bei denen ich nicht alles verstehe, erstel­len zusam­men den Fahr­dienst-Rapport oder gehen einkau­fen, wenn ich etwas Spezi­el­les brau­che.» Priska G. hofft, bald wieder ohne Krücken gehen zu können. «Mobil zu sein, ist so wich­tig. Denn es bedeu­tet für mich nicht nur, ande­ren zu helfen, sondern auch Unab­hän­gig­keit, soziale Kontakte und Freude im Leben», sagt sie. Eines ist sicher: Pro Infir­mis bleibt an ihrer Seite und wird auch in Zukunft für sie da sein, sollte ihr Leben wieder mal aus den Fugen geraten.


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