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Parla­ment spricht Geld für Giftnotruf

Der Giftnotruf braucht finanzielle Mittel, um das Angebot zukünftig zu sichern. Für 2026 hat das Parlament 1,1 Millionen Franken gesprochen.

Im Rahmen der Budget­de­batte hat das Parla­ment eine Aufsto­ckung der Mittel für Sucht­prä­ven­tion und Tox Info um 1,5 Millio­nen Fran­ken gespro­chen. 1,1 Millio­nen Fran­ken gehen an den Gift­not­ruf Tox Info. Damit ist der Betrieb des Gift­not­rufs für das 2026 gesi­chert. Für die länger­fris­tige Finan­zie­rung will die Stif­tung im kommen­den Jahr einen Leis­tungs­auf­trag ausarbeiten. 

Tox Info bietet tele­fo­ni­sche Hilfe­stel­lung bei einem Verdacht auf Vergif­tun­gen. Rund 45’000 Perso­nen melden sich jedes Jahr beim Notruf. 40 Prozent der Fälle betref­fen Klein­kin­der. Innert Kürze nimmt Tox Info eine Risi­ko­ein­schät­zung vor. Auch für das Gesund­heits­per­so­nal ist der Notruf ein wich­tige Auskunfts­stelle. Die Stif­tung kämpft schon länger mit finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten: Seit 2020 schreibt sie Verluste. Anfangs 2025 schrieb Tox Info, dass Ende Jahr die Reser­ven aufge­braucht seien. Um den Betrieb zu sichern forderte die Stif­tung vom Bund 1,1 Millio­nen Fran­ken. Ohne die nun gespro­che­nen Geldern hätte der Konkurs und der Verlust dieses Ange­bots gedroht. Die Bedeu­tung des Ange­bots verstärkte zugleich die finan­zi­el­len Schwie­rig­kei­ten von Tox Info. Im Sommer hatte SRF Stif­tungs­rats-Präsi­dent Josef Widler: «Die Stif­tun­gen und priva­ten Träger sind der Ansicht, dass es sich beim Gift­not­ruf um einen Service public handelt. Das ist auch so. Deshalb können uns viele Stif­tun­gen nicht mehr unterstützen.»

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