Bild: Sam Szuchan, unsplash

Öster­reich: Grün­dungs­re­kord bei gemein­nüt­zi­gen Stif­tun­gen erwartet

Der Verband für gemeinnütziges Stiften erwartet für das Jahr 2025 einen neuen Rekord bei den Neugründungen von Stiftungen. Die Hauptstadt Wien erweist sich dabei eindeutig als beliebtester Stiftungsstandort.

Bereits im ersten Halb­jahr 2025 wurden in Öster­reich mehr gemein­nüt­zige Stif­tun­gen gegrün­det als in den gesam­ten Jahren 2024 und 2023. Wenn der derzei­tige Trend anhalte, könn­ten bis Ende Jahr bis zu 25 neue Stif­tun­gen gegrün­det werden, vermel­det der öster­rei­chi­sche Verband für gemein­nüt­zi­ges Stif­ten. Damit steuere das Land auf einen neuen Grün­dungs­re­kord zu. Wien erweist sich als eigent­li­che Stif­tungs­haupt­stadt: 54 Prozent aller öster­rei­chi­schen Stif­tun­gen haben dort ihren Sitz, gefolgt von Nieder­ös­ter­reich (13 Prozent) und Salz­burg (8 Prozent). Die Bundes­län­der Burgen­land, Kärn­ten und Vorarl­berg bilden mit einem Stif­tungs­an­teil von zwei bis drei Prozent die Schlusslichter. 

120 Millio­nen Euro fürs Gemeinwohl

In Öster­reich sind aktu­ell rund 3700 Stif­tun­gen regis­triert, wobei ein Drit­tel davon gemein­nüt­zige Ziele verfolgt. Die wich­tigs­ten Stif­tungs­zwe­cke sind soziale Dienste, Bildung und Forschung. Bei den Neugrün­dun­gen stechen gemäss Verband die Stif­tungs­zwe­cke Kultur und Bildung hervor. Mit Beiträ­gen von rund 120 bis 130 Millio­nen Euro pro Jahr sind gemein­nüt­zige Stif­tun­gen für zwölf Prozent aller in Öster­reich geleis­te­ten Spen­den verantwortlich. 

Für den Verband ist die hohe Zahl an Neugrün­dun­gen umso erfreu­li­cher, weil poten­zi­elle Stifter:innen in Öster­reich mit hohen büro­kra­ti­schen Hürden konfron­tiert werden. Nach derzei­ti­ger Gesetz­ge­bung seien bei einer Stif­tungs­grün­dung drei verschie­dene Behör­den invol­viert: die Landes­stif­tungs­be­hörde, das Finanz­amt und die Finanz­pro­ku­ra­tur, schreibt der Verband. Dieser Prozess nehme insbe­son­dere bei Bundes­stif­tun­gen mehrere Monate in Anspruch und schre­cke viele poten­zi­elle Stifter:innen ab.

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