Das Schweizerische Rote Kreuz verleiht den mit 30 000 Franken dotierten Rotkreuzpreis an die Organisation newTree. (v.l.n.r.) Thomas Zeltner, Präsident des Schweizerischen Roten Kreuzes, Louise Sen, Leiterin Geschäftsstelle NewTree, Jakob Müller, Präsident NewTree, Franziska Kaguembèga-Müller, Gründerin von NewTree und Nora Kronig, Direktorin des Schweizerischen Roten Kreuzes. (Bild: SRK)

newTree und STOP SUICIDE erhal­ten den dies­jäh­ri­gen Rotkreuzpreis

Der mit 30'000 Franken dotierte Hauptpreis geht an die Organisation newTree, die sich für Bauernfamilien im Sahel einsetzt. STOP SUICIDE aus der Westschweiz erhält den Förderpreis über 5000 Franken.

Der alle zwei Jahre verge­bene Rotkreuz­preis soll ausser­ge­wöhn­li­che, vorbild­li­che und nach­hal­tige Orga­ni­sa­tio­nen im sozia­len und huma­ni­tä­ren Bereich aner­ken­nen und fördern. Der Haupt­preis geht dieses Jahr an die in Bern behei­ma­tete newTree. Die Orga­ni­sa­tion unter­stützt Bauern­fa­mi­lien im Sahel dabei, mittels Ausbil­dun­gen und Beglei­tung eine nach­hal­tige Ernäh­rungs- und Einkom­mens­si­cher­heit zu errei­chen. Sie setzt dabei stark darauf, dass die Fami­lien diese ökolo­gi­sche, soziale und wirt­schaft­li­che Entwick­lung aus eige­ner Kraft schaf­fen. Die Bedürf­nisse der loka­len Bevöl­ke­rung stehen im Zentrum. Nur wo die Ziel­grup­pen bereit sind, einen hohen Eigen­bei­trag zu leis­ten und sich auch Unter­stüt­zung wünschen, werden lokal Lösun­gen erar­bei­tet. Wich­tig ist dabei, dass diese einfach umsetz­bar sind und eigen­stän­dig mit loka­len Ressour­cen erhal­ten aber auch weiter­ent­wi­ckelt werden können. Mit den Ausbil­dun­gen in biolo­gi­scher Land­wirt­schaft, der inte­gra­ti­ven Betriebs­pla­nung und der natür­li­chen Wieder­auf­fors­tung will newTree ihrem Ziel einer lebens­wer­ten Zukunft in einer biodi­ver­sen Region näher­kom­men. In den 25 Jahren ihres Bestehens konnte newTree so die Zukunfts­per­spek­tive von rund 202’000 Fami­lien verbessern.

Gesell­schaft­lich wich­tige Themen

Eben­falls seit 25 Jahren tätig ist STOP SUICIDE, die Empfän­ge­rin des Förder­prei­ses. Sie betreibt in der West­schweiz Suizid­prä­ven­tion bei Jugend­li­chen und jungen Erwach­se­nen im Alter von 15 bis 29 Jahren – einer Alters­gruppe, bei der Suizid die Todes­ur­sa­che Nummer eins ist. Sie will das mit dem Thema Suizid verbun­dene Tabu brechen, Dialoge in Gang setzen und Kontakte zu Hilfs­platt­for­men herstel­len. Gemein­sam mit jungen Frei­wil­li­gen hat STOP SUICIDE verschie­dene Präven­ti­ons­mass­nah­men entwi­ckelt, die zur Sensi­bi­li­sie­rung der ebenso jungen Ziel­gruppe abzielt. Nora Kronig, Direk­to­rin des Schwei­ze­ri­schen Roten Kreu­zes, erläu­terte die Bedeu­tung der beiden Orga­ni­sa­tio­nen im Rahmen der Preis­ver­lei­hung: «Der Klima­wan­del und die damit verbun­dene Stär­kung von betrof­fe­nen Gemein­schaf­ten sowie die psychi­sche Gesund­heit sind zwei gesell­schaft­lich sehr wich­tige Themen, für die sich auch das Schwei­ze­ri­sche Rote Kreuz mit verschie­de­nen Projek­ten einsetzt. Wir freuen uns, mit dieser Auszeich­nung zwei Orga­ni­sa­tio­nen unter­stüt­zen zu können, die eine bemer­kens­werte Arbeit leisten.»

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