Bild: Ella Olsson, Unsplash

Neun Millio­nen Mahl­zei­ten für Menschen in Not

Wie die Schweizer Tafel meldet, sammelte sie im 2020 eindrückliche 4134 Tonnen nicht verkäufliche, aber einwandfreie Lebensmittel. Diese verteilte sie kostenlos an über 500 soziale Institutionen in der Schweiz.

4134 Tonnen einwand­freie, aber über­schüs­sige Lebens­mit­tel rettet Schwei­zer Tafel vor dem Verfall. Das sind gar 314 Tonnen mehr als im Vorjahr. Mehr­heit­lich stam­men die gespen­de­ten Lebens­mit­tel aus dem Detail­han­del. Der Waren­wert der Lebens­mit­tel beträgt rund 27 Millio­nen Franken. 

Der Waren­fluss im Corona-Jahr 2020
Während der Coro­na­krise hat die Schwei­zer Tafel ihren Betrieb durch­ge­hend weiter­ge­führt. Es habe sich gezeigt, dass in dieser Zeit deut­lich weni­ger über­schüs­sige Frisch­wa­ren aus dem Detail­han­del erhält­lich waren. Dies, weil die Leute offen­bar öfters zuhause koch­ten und Vorräte anhäuf­ten. Mit viel Enga­ge­ment konnte mit der Akqui­si­tion von neuen Waren­spen­de­rin­nen und ‑spen­dern sowie mit dem Ausbau des Fili­al­net­zes die Minde­run­gen mehr als kompen­siert werden. Grös­sere saiso­nale Waren­spen­den kamen im Corona-Jahr 2020 aus der Indu­strie, Hotel­le­rie und Gastro­no­mie. Sie alle trugen zum Wachs­tum bei.

Höhere Lebens­mit­tel­nach­frage
Die Lebens­mit­tel­nach­frage habe im vergan­ge­nen Jahr spür­bar zuge­nom­men, berich­ten die Schwei­zer Tafel. Zwar hätten einige Gassen­kü­chen vorüber­ge­hend schlies­sen müssen, gleich­zei­tig seien aber neue PopUp-Abga­be­stel­len gegrün­det worden und wiederum andere Insti­tu­tio­nen hätten auf Take-away-Konzepte umge­stellt. So habe die Schwei­zer Tafel diverse neue Abga­be­stel­len in ihr Programm aufge­nom­men und die Touren ausge­baut. Dies erfor­derte viel Flexi­bi­li­tät von den Mitar­bei­ten­den der Schwei­zer Tafel. «Es war auch für uns ein anspruchs­vol­les Jahr. Aber letzt­lich sind wir froh, dass wir so viele Waren­spen­den erhal­ten haben und damit noch mehr Menschen in Not schnell und unkom­pli­ziert helfen konn­ten», sagt Michele Hostett­ler, Geschäfts­lei­te­rin a.i. der Schwei­zer Tafel.

Ein Projekt mit brei­ter Wirkung
Die Schwei­zer Tafel liefert ihre Waren kosten­los an rund 500 soziale Insti­tu­tio­nen wie Gassen­kü­chen, Notun­ter­künfte oder Flücht­lings­zen­tren, welche daraus Mahl­zei­ten zube­rei­ten. Weitere Abneh­me­rin­nen und Abneh­mer sind Lebens­mit­tel­ab­ga­be­stel­len. Im Rahmen von Reinte­gra­ti­ons­pro­jek­ten beschäf­tigte die Schwei­zer Tafel 17 Perso­nen und rund 70 Frei­wil­lige enga­gier­ten sich 2020 für die Schwei­zer Tafel.

Bild: zVg Schwei­zer Tafel

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