Nach­hal­tig­keit ist Chef*innensache

Neues CEO-Rating

Green Busi­ness Switz­er­land bewer­tet am 25. Juni erst­mals die Leis­tung von CEOs, was die Nach­hal­tig­keit anbelangt.

Jetzt werden die CEOs bezüg­lich ihres Impact zum Thema Nach­hal­tig­keit bewer­tet. Das Green Busi­ness CEO Rating wird am kommen­den 25. Juni erst­mals aufzei­gen, welche Schwei­zer Topfüh­rungs­kräfte welchen Leis­tungs­aus­weis in der Nach­hal­tig­keit haben. Für dieses Rating sei die enge Zusam­men­ar­beit mit der Wirt­schaft wesent­lich, sagt Cédric Haber­ma­cher, Direk­tor von Green Busi­ness Switz­er­land. «Es ist für uns match­ent­schei­dend, dass wir von den Führungs­kräf­ten als kompe­tent und fair wahr­ge­nom­men werden.» Aus diesem Grund sind zentrale Akteu­rin­nen und Akteure der Schwei­zer Wirt­schaft Teil der Träger­schaft. Gewich­tige Wirt­schafts­füh­re­rin­nen und ‑führer des Landes entschei­den in den Jury­gre­mien und bera­ten in den Sound­ing Boards. «Mit Doris Leuthard und Mirjam Staub-Bisang haben wir auch zwei sehr glaub­wür­dige Vertre­te­rin­nen der Wirt­schaft als Jury­prä­si­den­tin­nen», sagt Cédric Habermacher.

Zentra­ler Erfolgsfaktor

Getra­gen wird Green Busi­ness Switz­er­land in erster Linie von der Schwei­ze­ri­schen Umwelt­stif­tung. Während 20 Jahren hatte diese zuvor den Schwei­zer Umwelt­preis verlie­hen. Seit 2019 reali­siert sie unter dem Dach von Green Busi­ness Switz­er­land den Green Busi­ness Award und fokus­siert auf die Wirt­schaft. Der Award zeich­net jähr­lich die besten Lösun­gen der Schweiz aus, die ökolo­gi­sche Inno­va­tio­nen mit ökono­mi­schem Erfolg verbin­den. Beson­ders beein­druckt zeigt sich Cédric Haber­ma­cher vom letzt­jäh­ri­gen Preis­trä­ger. Das Fami­li­en­un­ter­neh­men Eber­hard hat dem Bauschutt den Kampf erklärt. «Ihr Ziel ist es, sämt­li­che Bauma­te­ria­lien kreis­lauf­fä­hig zu machen», sagt er. «Eber­hard nimmt dafür hohe unter­neh­me­ri­sche Risi­ken auf sich. Ich bin aber über­zeugt, dass sich dies für sie und für die Umwelt lohnen wird.» Denn Inno­va­tio­nen braucht es, um den Plane­ten für zukünf­tige Gene­ra­tio­nen zu erhal­ten. «Deshalb wollen wir die Pionie­rin­nen und Pioniere der nach­hal­ti­gen Wirt­schaft auszeich­nen, inspi­rie­ren und vernet­zen», so Cédric Habermacher. 

«Deshalb wollen wir Pionie­rin­nen und Pioniere auszeich­nen»
Cédric Haber­ma­cher

Und mit dem neuen CEO-Rating soll das Anlie­gen zusätz­li­chen Schub erhal­ten. Denn dort sieht er Poten­zial. Leider gebe es noch zu viele Unter­neh­men, die Nach­hal­tig­keit nicht zur Top-Prio­ri­tät erklärt haben. Sie orien­tie­ren sich ledig­lich an einem kurz­fris­ti­gen Hori­zont. «Diese zu über­zeu­gen, dass nach­hal­ti­ges Unter­neh­mer­tum künf­tig zum entschei­den­den Wett­be­werbs­vor­teil werden wird, ist unser Antrieb», sagt er. Glück­li­cher­weise nehme die Zahl jener Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer zu, die mutig voran­ge­hen, inno­va­tiv sind und Risi­ken zuguns­ten von Umwelt und Gesell­schaft auf sich nehmen. «Eine wich­tige Voraus­set­zung dieser Tran­si­tion ist aller­dings, dass Nach­hal­tig­keit zur Chef­sa­che wird», sagt er. Mit dem CEO-Rating soll dafür ein sicht­ba­rer Anreiz geschaf­fen werden. 

All diese Formate, welche die Schwei­ze­ri­sche Umwelt­stif­tung unter dem Dach von Green Busi­ness Switz­er­land lanciert hat, haben mitt­ler­weile eine Grösse erreicht, welche die perso­nel­len und finan­zi­el­len Ressour­cen der Stif­tung über­steigt. Cédric Haber­ma­cher sagt: «Deshalb suchen wir Part­ner, Phil­an­thro­pin­nen und Phil­an­thro­pen, die mithel­fen, Wirt­schafts­füh­re­rin­nen und ‑führer zu besee­len, einen posi­ti­ven Beitrag zur Lösung bedeu­ten­der gesell­schaft­li­cher und ökolo­gi­scher Probleme zu leisten.» 

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