Thomas Berger, Preisträger des Schweizer Wissenschaftspreises Marcel Benoist Stiftung 2021. Foto: Daniel Rihs

Marcel Benoist Wissen­schafts­preis zeich­net Psycho­the­ra­pie per Inter­net aus

Der Schweizer Wissenschaftspreis der Stiftung Marcel Benoist geht an den Professor der Universität Bern Thomas Berger. Den Wissenschaftspreis der Fondation Latsis erhält Nicola Aceto, ausserordentlicher Professor an der ETH Zürich.

Thomas Berger heisst der dies­jäh­rige Preis­trä­ger des «Schwei­zer Nobel­prei­ses», des Wissen­schafts­prei­ses der Stif­tung Marcel Benoist. Der Profes­sor für Klini­sche Psycho­lo­gie und Psycho­the­ra­pie an der Univer­si­tät Bern zeigt sich erfreut über die Auszeich­nung. «Den Marcel Benoist Preis zu erhal­ten, ist für mich eine unglaub­lich grosse Ehre», sagt Thomas Berger. «Es ist eine riesige Aner­ken­nung der Arbeit und Forschung auch meiner tollen Mitar­bei­ten­den und Koope­ra­ti­ons­part­ner, sowie unse­rer gemein­sa­men Bestre­bung, wirk­same psycho­lo­gi­sche Inter­ven­tio­nen vielen Menschen zugäng­lich zu machen.»

Inter­net­ba­sier­tes Selbst­hil­fe­pro­gramm
Der dies­jäh­rige Preis­trä­ger erhält den mit 250’000 Fran­ken dotier­ten Preis für seine Leistun­gen in der Präven­tion und Behand­lung von psychi­schen Proble­men und Störun­gen. Dabei setzt er auf digi­tale Hilfs­mit­tel. Unter anderm können mit den von Thomas Berger entwickel­ten inter­net­ba­sier­ten Selbst­hil­fe­pro­gram­men Depres­sio­nen und Angst­stö­run­gen thera­piert werden. Dank diesen nieder­schwel­li­gen, digi­ta­len Ange­bo­ten hat sich der Zugang für gewisse Grup­pen deut­lich verbes­sert. Thomas Berger ist seit 2018 am Insti­tut für Psycho­lo­gie der Univer­si­tät Bern ordent­li­cher Profes­sor und Leiter der Abtei­lung Klini­sche Psycho­lo­gie und Psycho­the­ra­pie. Er war schon an zwei gros­sen euro­päi­schen Forschungs­pro­gram­men betei­ligt und wurde mehr­fach für seine Arbei­ten ausge­zeich­net. Die Marcel Benoist Stif­tung zeich­net seit 1920 jedes Jahr Wissen­schaft­le­rin­nen und Wissen­schaft­ler aus, die mit einer heraus­ra­gen­den Leistung für die Exzel­lenz des Forschungs­plat­zes Schweiz stehen. Zu den Preis­trä­gern gehö­ren elf Gewin­ner des Nobel­prei­ses, unter ande­ren auch der Nobel­preis­trä­ger Michel Mayor.

Nicola Aceto, Latsis-Preis­tra­e­ger 2021. Foto: Daniel Rihs

Latsis Wissen­schafts­preis für Entdeckun­gen in der Krebs­for­schung
Eben­falls am 13. Septem­ber 2021 wurde die Auszeich­nung von Nicola Aceto bekannt gemacht. Der ausser­or­dent­li­che Profes­sor an der ETH Zürich erhält den mit 100’000 Fran­ken dotier­ten Wissen­schafts­preis der Fonda­tion Latsis. Den Preis erhält er für bahn­bre­chende Entdeckun­gen in der Krebs­for­schung. Seine Erkennt­nisse haben unter ande­rem zur Entwick­lung von Prognose- und Diagno­se­instru­men­ten bei Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten mit meta­stasier­tem Krebs beigetra­gen. Die Auszeich­nung der Fonda­tion Latsis wird seit 1983 an Nach­wuchs­for­schende verliehen.

Thomas Berger und Nicola Aceto leisten beide mit ihrer Arbeit grosse Verdien­ste für unsere Gesellschaft.

Bundes­prä­si­dent Guy Parmelin.

Verlei­hung durch den Bundes­prä­si­den­ten
Der Schwei­ze­ri­sche Natio­nal­fonds (SNF) hat im Auftrag der beiden Stif­tun­gen die wissen­schaft­li­che Auswahl der Preis­trä­ger vorge­nom­men. Die Preis­trä­ger erhal­ten die Auszeich­nun­gen am 4. Novem­ber vom Präsi­den­ten der Marcel Benoist Stif­tung, von Bundes­prä­si­dent Guy Parme­lin. Dieser sagt: «Es freut mich ausser­or­dent­lich, dass wir zwei heraus­ra­gende Forscher mit den Schwei­zer Wissen­schafts­prei­sen 2021 ehren dürfen. Thomas Berger und Nicola Aceto leisten beide mit ihrer Arbeit grosse Verdien­ste für unsere Gesell­schaft und stehen exem­pla­risch für die Exzel­lenz des Schwei­zer Forschungsplatzes.»

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