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Louise Aubry-Kappe­ler-Stif­tung vergibt Jubiläumsbeiträge

Letzte Woche feierte die Louise Aubry-Kappeler-Stiftung im Basler Rathaus ihr 70-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass vergab sie Jubiläumsbeiträge an drei Basler Organisationen in der Höhe von insgesamt 630'000 Franken.

Seit 1955 leis­tet die Louise Aubry-Kappe­ler-Stif­tung Einzel­fall­hilfe und unter­stützt in Basel-Stadt Menschen, die aus sozia­len, gesund­heit­li­chen oder ande­ren Grün­den hilfs­be­dürf­tig sind und sich in einer finan­zi­el­len Notlage befin­den. Das Jubi­läum ist für die Stif­tung aber nicht nur Anlass, ihre Grün­de­rin zu würdi­gen und zurück­zu­schauen, sondern auch für die Vergabe von Jubi­lä­ums­bei­trä­gen an Orga­ni­sa­tio­nen, die sich in Basel tagtäg­lich gegen Armut und für Menschen in schwie­ri­gen Lebens­la­gen einset­zen. So wurden von 56 Orga­ni­sa­tio­nen, die sich bewor­ben hatten, deren drei ausge­wählt. Diese unter­stützt die Stif­tung über die nächs­ten drei Jahre mit je 70’000 Fran­ken jährlich.

Für mehr Spielraum

Die Empfän­ger der Jubi­lä­ums­bei­träge sind der Verein für Gassen­ar­beit Schwar­zer Peter, der Verein Gärngs­chee sowie das Tages­haus für Obdach­lose, ein Betrieb der Stif­tung Sucht Basel. Bei der Unter­stüt­zung handelt es sich um einen Betriebs­bei­trag, über den die geför­derte Orga­ni­sa­tion verfü­gen kann, um ihr Ange­bot zu sichern oder auch weiter­zu­ent­wi­ckeln. «Es geht uns darum, ihnen Luft zu verschaf­fen, damit sie ihre wert­volle Arbeit mit mehr Spiel­raum und weni­ger finan­zi­el­lem Druck weiter­füh­ren und entwi­ckeln können», erklärt Clau­dia Schult­heiss, Vize­prä­si­den­tin des Stiftungsrates.

Neue Förder­aus­rich­tung

Für die Stif­tung sind die Jubi­lä­ums­bei­träge auch ein erster Schritt in eine neue Rich­tung, wie sie in Zukunft ihre Gelder vertei­len und ihr Enga­ge­ment erwei­tern wird. Neben der Einzel­fall­hilfe werden ab nächs­tem Jahr auch Betriebs­bei­träge und Beiträge zur Orga­ni­sa­ti­ons­ent­wick­lung von gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen in Basel verge­ben. «Der Mensch steht im Zentrum – seit 70 Jahren», betont Thomas Gander, Präsi­dent des Stif­tungs­ra­tes. «Das tun wir, indem wir Einzel­per­so­nen helfen. Und das tun wir künf­tig auch, indem wir Orga­ni­sa­tio­nen stär­ken, die dies eben­falls tun.» Die Stär­kung bestehen­der gemein­nüt­zi­ger Initia­ti­ven, die sich durch ihr Enga­ge­ment für Menschen in Notla­gen in Basel hervor­ge­tan haben, wird dabei im Fokus stehen.