Foto: Ewan Robertson, unsplash

Kurz infor­miert

Wie hoch sind die Verteil­ko­sten?

StiftungSchweiz hat Ende Okto­ber ihre Phil­an­thro­pie-Platt­form lanciert. Ein Video, welches den Nutzen der Platt­form aufzei­gen sollte, enthielt eine Aussage, die zu einer kontro­ver­sen Debatte führte. Am 14. Novem­ber 2019 stellte Profes­sor Georg von Schnur­bein, Leiter Center for Phil­an­thropy Studies CEPS in Basel, im sozia­len Netz­werk LinkedIn eine Aussage von StiftungSchweiz in Frage. In einem Erklär­vi­deo hatte die Online-Platt­form errech­net, dass bei vier Milli­ar­den Fran­ken jähr­li­chen Spen­den­gel­dern in der Schweiz Verteil­ko­sten von einer Milli­arde Fran­ken anfal­len. The Philanthropist nahm diese Kritik zum Anlass, Georg von Schnur­bein einzu­la­den zu einem Gespräch mit Peter Buss, Grün­der von StiftungSchweiz. Der Stif­tungs­sek­tor ist viel­fäl­tig. Dies gilt ebenso für die Seite der geld­sam­meln­den Orga­ni­sa­tio­nen, sprich Projekt­trä­ger, wie für die Seite der Geld­ge­be­rin­nen und ‑geber. Bis heute gibt es keine umfas­sende Stati­stik über die Ausga­ben für den gesam­ten Sektor. Verschie­den­ste Studien und Auswer­tun­gen decken nur jeweils einzelne Teile ab. Sie beru­hen auf unter­schied­li­chen Grund­ge­samt­hei­ten und verschie­de­nen Stich­pro­ben. Wie sich zeigt, ist die Inter­pre­ta­tion der Werte schwie­rig und kontro­vers.


Der 31. Schwei­zer Stif­tungs­tag

Am 14. Novem­ber trafen sich im gros­sen Saal im Verkehrs­haus Luzern Vertre­te­rin­nen und Vertre­ter aus dem Nonpro­fit- und Stif­tungs­sek­tor. 350 Perso­nen nahmen an der proFonds-Tagung teil. Zum Beitrag.


72 Stun­den für eine nach­hal­tige Schweiz

15’000 Kinder und Jugend­li­che haben vom 16. bis 19 Januar 2020 schweiz­weit während 72 Stun­den 235 Projekte für eine nach­hal­tige Schweiz reali­siert. Orien­tiert haben sich die jungen Leute mit ihren Projek­ten an den 17 Zielen für eine nach­hal­tige Entwick­lung der Verein­ten Natio­nen, an der Agenda 2030. Es wurden Bienen­ho­tels gebaut, Pfadi­häu­ser wieder instand gestellt, Recy­cling­ideen umge­setzt und vieles mehr. 72:00 ist ein Projekt der Schwei­zer Jugend­or­ga­ni­sa­tio­nen SAJV, unter­stützt von Bund, Lote­rie Romande, Sophie und Karl Binding Stif­tung und Stif­tung Merca­tor Schweiz. Zum Beitrag.


Der Schwei­zer Stif­tungs­re­port 2020

Am 28. April 2020 erscheint die 11. Ausgabe des Schwei­zer Stif­tungs­re­ports. Im Rahmen des 5. Zürcher Stif­tungs­rechts­tags am 30. Januar 2020 an der Univer­si­tät Zürich gab es eine Preview. Der Schwei­zer Stif­tungs­sek­tor bewegt sich. 2019 errei­chen die Liqui­da­tio­nen einen neuen Rekord und bei den Grün­dun­gen kehrt sich der Trend. Während 349 gemein­nüt­zige Stif­tun­gen gegrün­det worden sind, wurden 216
liqui­diert. im Vergleich zu 2018 nehmen die Neugrün­dun­gen wieder zu. Das stärk­ste Wachs­tum findet in der Roman­die statt. Allein im Kanton Genf wurden 65 Stif­tun­gen gegrün­det. Insge­samt zählt die Schweiz 13’293 Stif­tun­gen. Das sind im Durch­schnitt 15,6 Stif­tun­gen auf 10’000 Einwoh­ne­rin­nen und Einwoh­ner. Der Schwei­zer Stif­tungs­re­port wird vom Center for Phil­an­thropy Studies(CEPS), der Univer­si­tät Zürich und von Swiss­foun­da­ti­ons heraus­ge­ge­ben. Weitere Infor­ma­tio­nen

Weitere Auskünfte:
Prof. Dr. Georg von Schnur­bein, georg.vonschnurbein@unibas.ch, +41 61 207 23 92;
Prof. Dr. Domi­ni­que Jakob, dominique.jakob@rwi.uzh.ch, +41 44 634 1576;
Beate Eckhardt, eckhardt@swissfoundations.ch


Studie belegt gesell­schaft­li­chen Nutzen

Eine von Swiss­Foun­da­ti­ons initi­ierte und gemein­sam mit PwC Schweiz erar­bei­tete Studie zeigt auf, dass sich gemein­nüt­zige Stif­tun­gen für die Schwei­zer Gesell­schaft lohnen. Insbe­son­dere die Frage inter­es­sierte, ob der Gesell­schaft durch Steu­er­erleich­te­run­gen mehr Mittel entzo­gen würden, als sie durch Förder­gel­der erhalte. Swiss­Foun­da­ti­ons hat die Studie diesen Juli publi­ziert.


Hand­book on Corpo­rate Foun­da­ti­ons

Die Zahl und Bedeu­tung von «Corpo­rate Foun­da­ti­ons» nimmt zu. Daher ist es wich­tig, die Funk­ti­ons­weise dieser Orga­ni­sa­tio­nen besser zu verste­hen. Dieser Aufgabe widmet sich das «Hand­book on Corpo­rate Foun­da­ti­ons», welches Anfang 2020 beim Verlag Sprin­ger erschei­nen wird. Das Center for Phil­an­thro­pie Studies ist mit verschie­de­nen Beiträ­gen vertre­ten.


Frei­wil­lig aus der Komfort­zone

Frei­wil­lige reisen nach Grie­chen­land, um den in den Booten ankom­men­den Flücht­lin­gen zu helfen. Anna Thom­men und Lorenz Nufer zeigen in ihrem Doku­men­tar­film «Volun­teer» die Geburt einer Bürger­be­we­gung, die die huma­ni­tä­ren Werte Euro­pas vertei­digt.


Bill Gates verste­hen

Netflix widmet dem Micro­soft-Grün­der Bill Gates eine drei­tei­lige Serie. Die Doku­men­ta­tion «Inside Bill’s Brain – Deco­ding Bill Gates» beleuch­tet nicht nur seine Erfolge als Mana­ger, sondern auch sein Enga­ge­ment als Phil­an­throp mit der Bill & Melinda Gates Foun­da­tion und deren Einord­nung in aktu­elle Frage­stel­lun­gen.


Eglan­tyne – Vorrei­te­rin der Kinder­rechts­be­we­gung

Vor 100 Jahren grün­dete Eglan­tyne Jebb in Gross­bri­tan­nien das Hilfs­werk Save the Child­ren. Das Thea­ter­stück «Eglan­tyne» ist dieser wenig bekann­ten Frau und ihrem einfluss­rei­chen Lebens­werk gewid­met. Am 21. Novem­ber ist das Stück in Zürich zu sehen. Eglan­tyne Jebb gehört zu den einfluss­reich­sten Frauen des 20. Jahr­hun­derts. Geprägt vom Nach­kriegs­eu­ropa grün­dete sie 1919 zusam­men mit ihrer Schwe­ster Doro­thy Buxton in Gross­bri­tan­nien Save the Child­ren. 1922 verfasste sie die erste Erklä­rung für die Rechte des Kindes. Sie wurde zur Vorrei­te­rin der Kinder­rechts­be­we­gung. Mass­geb­lich trug ihr Einsatz zur
«Genfer Erklä­rung» des Völker­bunds bei, dem ersten Doku­ment, das die Existenz beson­de­rer Kinder­rechte fest­hielt. Ihrem Leben und Wirken ist das Thea­ter­stück «Eglan­tyne» gewid­met. Das von Anne Cham­ber­lain
geschrie­bene Stück wurde 2014 in Neusee­land urauf­ge­führt. Nun ist es, von Anne Cham­ber­lain selbst gespielt, am 21. Novem­ber 2019 um 18.30 Uhr in Zürich im Restau­rant Weis­ser Wind zu sehen. Die Vorstel­lung ist in Englisch. Aufgrund der beschränk­ten Platz­zahl wird um eine Anmel­dung gebe­ten. Der Eintritt ist frei, Spen­den sind will­kom­men.


Jahr­buch der Hilfs­werke 2019

Anfang Dezem­ber 2019 werden das Center for Phil­an­thropy Studies (CEPS) und PPCme­trics das Jahr­buch der Hilfs­werke präsen­tie­ren. Diese Publi­ka­tion enthält jeweils wich­tige Finanz­kenn­zah­len von gemein­nüt­zi­gen und spen­den­sam­meln­den Orga­ni­sa­tio­nen. Das Jahr­buch basiert auf den öffent­lich verfüg­ba­ren Jahres­rech­nun­gen der zurzeit rund 500 Orga­ni­sa­tio­nen mit Zewo-Güte­sie­gel.


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