Seit 2020 führt die Dätwyler Stiftung im Kanton Uri ein Generationenprojekt, das älteren Menschen den Zugang zu kulturellen Erlebnissen erleichtert. Entstanden während der Coronapandemie, bringt das Projekt Kulturschaffende direkt in Alters- und Pflegeheime oder ermöglicht gemeinsame Ausflüge. Ziel ist es, soziale Teilhabe zu fördern und generationenübergreifende Beziehungen zu stärken.
Der demografische Wandel und veränderte Familienstrukturen stellen Generationenbeziehungen zunehmend vor Herausforderungen. Die Dätwyler Stiftung fördert einen regen Austausch zwischen den Generationen, damit sich ihre Beziehungen stärken und ein konstruktiver Dialog entstehen kann. Generationenprojekte wie dieses schaffen neue Räume für Begegnung, Austausch und gegenseitige Wertschätzung.

Das Projekt umfasst mehrere kulturelle Formate – von Musik und Erzählkunst bis zu gemeinsamen Veranstaltungen ausserhalb der Heime. Die Programme werden von der Stiftung konzipiert, koordiniert und finanziert. Insgesamt profitieren zehn Institutionen im ganzen Kanton Uri davon.
Ein vergleichbarer Ansatz wird auch mit der MusikSpitex umgesetzt, einem schweizweiten Projekt, das Musiker:innen in Pflegeheime oder nach Hause bringt. So können auch mobil eingeschränkte ältere Menschen an Live-Musik und persönlichen Begegnungen teilnehmen. Auch dieses Konzept will Isolation verhindern, soziale Kontakte fördern und Teilhabe an kulturellem Leben ermöglichen – die MusikSpitex mit stärkerem Fokus auf individuelle Besuche.
Die Dätwyler Stiftung stellt für das Generationenprojekt jährlich bis zu 40’000 Franken zur Verfügung und arbeitet mit den Urner Altersheimen sowie der Stiftung Behindertenbetriebe Uri zusammen. Aufgrund der positiven Wirkung soll das Format weitergeführt und schrittweise ausgebaut werden.
Beide Projekte MusikSpitex und das Generationen Projekt zeigen, wie gezielte philanthropische Programme Kultur und Gesundheit sinnvoll verbinden.


