Bild: Nasa auf unsplash

Klima­rat drängt auf einschnei­dende Massnahmen

Der Bericht des Klimarats zeigt die Folgen der Klimaerwärmung auf und weist darauf hin, dass die ergriffenen Massnahmen nicht ausreichen.

Diese Woche hat der Welt­kli­ma­rat in Inter­la­ken seinen Synthe­se­be­richt publi­ziert. Dieser zeigt, dass der Klima­wan­del schnel­ler voran­schrei­tet und die Folgen einschnei­den­der sind als ange­nom­men. Die bishe­ri­gen Mass­nah­men würden nicht ausrei­chen. Noch in diesem Jahr­zehnt seien dras­ti­sche Mass­nah­men notwe­nig, um die Erwär­mung auf 1,5 Grad zum vorin­dus­tri­el­len Zeit­al­ter zu halten, folgert der Bericht. Jede weitere Erwär­mung bedeu­tet grös­sere Gefah­ren: Inten­si­vere Hitze­wel­len, stär­kere Regen­fälle und andere Wetter­ex­treme würden die Risi­ken für die mensch­li­che Gesund­heit und die Ökosys­teme weiter erhö­hen. Der Bericht weist auch auf die unglei­che Vertei­lung von Verur­sa­cher und Risi­ken zwischen den Regio­nen welt­weit hin. In beson­ders durch den Klima­wan­del expo­nier­ten Gegen­den ist die Zahl der Todes­fälle durch Über­schwem­mun­gen, Dürren und Stürme 15 Mal höher. 

Verur­sa­che­rin und Betroffene

«Die Klima­krise spitzt sich zu», sagt Thomas Häus­ler, Klima­ex­perte des WWF Schweiz. «Wir rasen in hohem Tempo in die falsche Rich­tung. Die Erde erhitzt sich weiter, mit bereits kata­stro­pha­len Folgen. Dabei haben wir alle Mittel zur Kehrt­wende. Wir müssen sie jedoch konse­quent einset­zen.» Green­peace weist in ihrer Reak­tion auf den Bericht darauf hin, dass die Schweiz nicht nur zu den Ländern mit den höchs­ten Treib­haus­gas­emis­sio­nen pro Kopf gehöre, sondern auch über­durch­schnitt­lich betrof­fen sei von den Folgen. «Trotz­dem entspricht die Klima­po­li­tik des Bundes nicht den sehr deut­li­chen Warnun­gen des IPCC», kommen­tiert Nathan Solo­thurn­mann, Klima­ex­perte bei Green­peace Schweiz. Beide Orga­ni­sa­tio­nen weisen darauf hin, dass die wissen­schaft­li­chen Erkennt­nisse klar seien und dass die Poli­tik gefor­dert sei, die notwen­di­gen Mass­nah­men zu ergrei­fen. Nathan Solo­thurn­mann sagt: «In der Schweiz haben wir alle Mittel, um die Klima­krise zu bewäl­ti­gen. Insbe­son­dere können wir bis 2035 den Ausstieg aus der Nutzung fossi­ler Brenn­stoffe voll­zie­hen.» Ein klarer Rahmen und klare Ziele seien entscheidend.