Falsche Vorstellungen über die Rahmenbedingungen und die Idee, dass der Nonprofit-Bereich gleich funktioniert wie die Privatwirtschaften können zu einem holprigen Start in einer NPO führen. In seinen 30 Jahren im Nonprofit-Bereich hat Robert Schmuki Menschen in solchen Situationen erlebt. «Wenn sie die Rahmenbedingungen ein wenig genauer gekannt hätten, dann hätten sie wahrscheinlich ganz anders und viel gezielter einsteigen können», sagt er. Zusammen mit Professor Georg von Schnurbein vom Center of Philanthropy Studies CEPS hat er das soeben erschienen Buch «Gutes tun von Anfang an: Tipps für Neu- und Quereinsteiger in Non-Profit-Organisationen» geschrieben. Die beiden Autoren verbinden das Wissen aus der Wissenschaft mit der Erfahrung aus der Praxis zu einem Werk, das den Einstieg in den Nonprofit-Bereich begleiten soll. Sie verzichten bewusst auf lange Herleitungen und Definitionen. Stattdessen haben sie sich kurz gefasst. Das Buch lädt zum Stöbern ein. Die Kapitel sollen ein paar Denkanstösse für die Arbeit als Stiftungsrat oder ‑rätin und für den Einstieg in den Sektor geben.
Wissen, Verstehen und Handeln
Georg von Schnurbein weist auf Herausforderungen hin, die gerade Quereinsteiger immer wieder begegnen. Die intrinsische Motivation und die Absicht, Gutes zu tun, brauche es. Alleine reichen sie aber nicht. «Aufgrund der Entwicklung der Regulierung der Professionalisierung dieser Organisationen muss man genauso stringent und systematisch arbeiten», sagt er. Auch der Umgang mit der Wirkung und der Schwierigkeit, dass deren Bewertung teilweise erst in zehn Jahren möglich sein wird, könne zu Irritationen führen. Das Buch ist ein Einsteigerbuch und behandelt ein paar Fragen des Grundverständnisses. Es stellt einige Modelle und Übersichten vor. Aber es bietet nur ein Einstieg. « Ein Einstieg in eine Non Profit Vorstand oder Stiftungsrat braucht eben eine gewisse Entwicklung», sagt von Schnurbein. Und Schmuki fügt an: «Ich hoffe, dass wir mit diesem Buch diese Leichtigkeit geschaffen haben und das lustvoll ist zu lesen.» Das Buch hat drei Kapitel. Wissen erklärt Grundsätze des Nonprofitsektors. Bei Verstehen geht es um Umstände wie Partizipation und die verwendete Terminologie. Im Kapitel Handeln enthält Empfehlungen, etwa wie ein Stiftungsjahr aussehen kann.



