Setif in Nordafrika, 1892, Bild: Henry Dunant Museum.

Henry Dunant Museum: Eine unbe­kannte Seite des Grün­ders des Roten Kreuzes

Das Henry Dunant Museum widmet eine Doppelausstellung zwei Schweizern in Nordafrika. Dabei zeigt sie eine unbekannte Seite des Gründers des roten Kreuzes. Die Doppelausstellung eröffnet am 14. November 2021.

Henry Dunant als Kolo­ni­sa­tor: Das Henry Dunant Museum in Heiden zeigt eine unbe­kannte Seite des Grün­ders des Roten Kreu­zes. Die Ausstel­lung «Unter­neh­men Alge­rien. Henry Dunant und seine kolo­niale Karriere» widmet sich den jungen Jahren des Huma­ni­sten Henry Dunant. Sie ist Teil der Doppel­aus­stel­lung, die ab dem 14. Novem­ber 2021 bis zum 20. März 2022 im Dunant Plaza zu sehen ist. Die Doppel­aus­stel­lung legt einen Fokus auf die kolo­nia­len Verstrickun­gen zweier Schwei­zer in Nord­afrika. Der Huma­nist Henry Dunant war in jungen Jahren inter­es­siert an der Kolo­nia­li­sie­rung Alge­ri­ens. In den 1850er und 60er Jahren war er als Kolo­ni­sa­tor aktiv. Er reiste im Auftrag der «Genfer Handels­ge­sell­schaft der Schwei­zer Kolo­nien von Sétif» nach Nord­afrika. Nahe der Klein­stadt Sétif soll­ten mehrere hundert Schwei­zer Sied­ler eine Heimat finden. Die Ausstel­lung zeigt etwa einen Plan mit den vorge­se­he­nen Stein­häu­sern für das «Villa­ges Suisse près de Sétif».

Proto­typ der Stein­häu­ser für das «Villa­ges Suisse près de Sétif».

Aus dem Fami­li­en­ar­chiv
Die zweite Ausstel­lung «et l’histoire commence ici / und die geschichte beginnt hier» widmet sich dem Gross­va­ter der Künst­le­rin Camille Kaiser. Ausge­hend vom Fami­li­en­ar­chiv wird seine Zeit als Vermes­sungs­in­ge­nieurs in Alge­rien beleuch­tet. Fotos, Karten und Briefe aus den 1950er Jahren doku­men­tier­ten die Welt in den fran­zö­si­schen Kolo­nien Nord­afri­kas 100 Jahre nach Henry Dunant. 

Breite Unter­stüt­zung
Im Gebäude, in dem Henry Dunant seine letz­ten Jahre in Heiden als Pensio­när lebte, befin­det sich heute das Henry Dunant Museum. Da es wegen Umbau geschlos­sen ist findet die Doppel­aus­stel­lung in unmit­tel­ba­rer Nähe im Dunant Plaza statt. Das Museum wird unter ande­rem vom gleich­na­mi­gen gemein­nüt­zi­gen Verein getra­gen. Weitere Gönne­rin­nen und Gönner, Spon­so­ren und Unter­stüt­ze­rin­nen sowie verschie­dene Stif­tun­gen ermög­li­chen das Programm.
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