Bild: Dürre in Äthiopien, zVg, Helvetas

Helve­tas: Der Welt­ernäh­rungs­tag am 16. Okto­ber. Wich­ti­ger denn je.

Gestern, am 13. Oktober hat die Hilfsorganisation Welthungerhilfe den diesjährigen Welthunger-Index (WHI) publiziert. Pünktlich zum Welternährungstag am 16. Oktober. Die Kumulation von Klimakrise, Coronapandemie und dem Krieg in der Ukraine macht Menschen, die schon zuvor an Unterernährung litten, deutlich verletzlicher. Es brauche dringend nachhaltigere und resilientere Ernährungssysteme.

Alliance2015*, die Koali­tion aus sieben euro­päi­schen NGO sagt es deut­lich: Der Klima­wan­del, die Coro­na­pan­de­mie und der Krieg in der Ukraine haben die bishe­ri­gen Erfolge in der Hunger­be­kämp­fung zunichte gemacht. Aktu­ell leiden gemäss dem UN-Bericht «State of Food Secu­rity and Nutri­tion in the World 2022» 828 Millio­nen Menschen an Unter­ernäh­rung. Die Zahl unter­ernähr­ter Menschen ist ein Indi­ka­tor für chro­ni­schen Hunger. Gemäss Helve­tas könnte diese Zahl in den näch­sten Jahren weiter ansteigen.

Drin­gen­der Appell

Diese Ausgangs­lage veran­lasst Helve­tas zu einem drin­gen­den Appell für globale Gerech­tig­keit. Dieser geht an die Schwei­zer Poli­tik. Die Orga­ni­sa­tion ruft den Bund auf, sofort zusätz­li­che 100 Millio­nen Fran­ken dem Welt­ernäh­rungs­pro­gramm (WFP) der UNO zur Verfü­gung zu stel­len, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen. 

Unter­ernäh­rung in Südasien und Afrika südlich der Sahara am stärksten

Südasien hat laut Welt­hun­ger-Index (WHI) die höch­ste Rate an Wachs­tums­ver­zö­ge­run­gen bei Kindern und die welt­weit höch­ste Rate an Auszeh­rung bei Kindern (nied­ri­ges Gewicht im Verhält­nis zur Körper­größe). In Ostafrika herrscht aufgrund des Klima­wan­dels eine der schlimm­sten Dürren der letz­ten 40 Jahre. Deshalb sei, so Helve­tas, das Über­le­ben von Millio­nen Menschen gefähr­det. Südlich der Sahara ist die Kinder­sterb­lich­keits­rate die höch­ste weltweit. 

Umbau des Ernährungssystems

Welt­hun­ger­hilfe fordert die inter­na­tio­nale Gemein­schaft auf, drin­gend auf die eska­lie­ren­den huma­ni­tä­ren Krisen zu reagie­ren – sie müsse die notwen­dige lang­fri­stige Trans­for­ma­tion der Ernäh­rungs­sy­steme voran­trei­ben. Die Kumu­la­tion der aktu­el­len Krisen legt Schwach­stel­len offen. Sie sind für Millio­nen Menschen ein fort­wäh­ren­des Hunger­ri­siko. Es brau­che einen Umbau des Ernährungssystems.

* Alliance2015 ist ein stra­te­gi­sches Netz­werk von sieben euro­päi­schen NPO im Bereich huma­ni­täre Hilfe und Entwick­lung. Die Mitglie­der sind ACTED/Frankreich, Ayuda en Acción/Spanien, Cesvi/Italien, Concern Worldwide/Irland, HELVETAS/Schweiz, Menschen in Not/Tschechische Repu­blik und Welthungerhilfe/Deutschland.

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