Bild: Robin Ulrich, unsplash

Heimat – breite Zustim­mung für zentrale Erzählungen

Eine neue Studie von Pro Futuris hat untersucht, welche Narrative über die Schweiz akzeptiert sind, wo es Einigkeit gibt und wo Bruchstellen zu finden sind.

In der Schweiz gibt es eine breite Zustim­mung zu zentra­len Erzäh­lun­gen über die Schweiz. Dies ist das Ergeb­nis einer neuen Studie des Think + Do Tank Schwei­ze­ri­schen Gemein­nüt­zi­gen Gesell­schaft (SGG) Pro Futu­ris. Die neue Studie «Heimat neu erzäh­len» ist eine Folge­stu­die zur 2023 publi­zier­ten «Geschich­ten der Heimat».

Breite Zustim­mung

Die Studie hat fünf Narra­tive formu­liert und deren Akzep­tanz in der Schwei­zer Bevöl­ke­rung unter­sucht. Diese fünf Geschich­ten über die Schweiz sind die kompro­miss- und reform­fä­hige Schweiz, die inter­na­tio­nale und neutrale Schweiz, die natur­nahe Schweiz, die soli­da­ri­sche Schweiz und das Wirt­schafts­mo­dell Schweiz. Trotz einer zuneh­mend pola­ri­sier­ten Gesell­schaft finden alle fünf Narra­tive breite Zustim­mung, unab­hän­gig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Sprach­re­gion, schreibt Pro Futu­ris. Entlang der Partei­gren­zen zeigen sich aller­dings Unter­schiede. So bevor­zu­gen SVP-Wählende natio­nale Unab­hän­gig­keit gegen­über inter­na­tio­na­ler Zusam­men­ar­beit und setzen auf Land­schafts­schutz statt auf Klima­schutz. Umge­kehrt setzen die Wählen­den der Grün­li­be­ra­len Klima­schutz vor Land­schafts­schutz. Wählende der SP und der Grünen befür­wor­ten Narra­tive, die auf staat­li­che Unter­stüt­zung und Eingriffe setzen. Eigen­ver­ant­wor­tung und Markt­frei­heit stehen bei Wählen­den der FDP und SVP hoch im Kurs. Diese beiden Grup­pen setzen auch auf die Mehr­heits­in­ter­es­sen in den Fokus während bei den ande­ren Grup­pen auch den Einbe­zug der Minder­hei­ten als wich­tig bewerten.

Histo­risch und zukunftsgerichtet

Die fünf zukunfts­ge­rich­te­ten Narra­tive wurden ausge­hend von histo­ri­schen Narra­ti­ven, Reden von Politiker:innen, Ergeb­nis­sen aus Bevöl­ke­rungs­um­fra­gen, wissen­schaft­li­cher Lite­ra­tur, Initia­tiv­texte, oder Zeitungs­ar­ti­keln formu­liert. Anschlies­send wurde deren Akzep­tanz in der Bevöl­ke­rung abgefragt.


Zur Studie «Heimat neu erzählen»