In der Schweiz gibt es eine breite Zustimmung zu zentralen Erzählungen über die Schweiz. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie des Think + Do Tank Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) Pro Futuris. Die neue Studie «Heimat neu erzählen» ist eine Folgestudie zur 2023 publizierten «Geschichten der Heimat».
Breite Zustimmung
Die Studie hat fünf Narrative formuliert und deren Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung untersucht. Diese fünf Geschichten über die Schweiz sind die kompromiss- und reformfähige Schweiz, die internationale und neutrale Schweiz, die naturnahe Schweiz, die solidarische Schweiz und das Wirtschaftsmodell Schweiz. Trotz einer zunehmend polarisierten Gesellschaft finden alle fünf Narrative breite Zustimmung, unabhängig von Geschlecht, Alter, Bildung oder Sprachregion, schreibt Pro Futuris. Entlang der Parteigrenzen zeigen sich allerdings Unterschiede. So bevorzugen SVP-Wählende nationale Unabhängigkeit gegenüber internationaler Zusammenarbeit und setzen auf Landschaftsschutz statt auf Klimaschutz. Umgekehrt setzen die Wählenden der Grünliberalen Klimaschutz vor Landschaftsschutz. Wählende der SP und der Grünen befürworten Narrative, die auf staatliche Unterstützung und Eingriffe setzen. Eigenverantwortung und Marktfreiheit stehen bei Wählenden der FDP und SVP hoch im Kurs. Diese beiden Gruppen setzen auch auf die Mehrheitsinteressen in den Fokus während bei den anderen Gruppen auch den Einbezug der Minderheiten als wichtig bewerten.
Historisch und zukunftsgerichtet
Die fünf zukunftsgerichteten Narrative wurden ausgehend von historischen Narrativen, Reden von Politiker:innen, Ergebnissen aus Bevölkerungsumfragen, wissenschaftlicher Literatur, Initiativtexte, oder Zeitungsartikeln formuliert. Anschliessend wurde deren Akzeptanz in der Bevölkerung abgefragt.


