Bild: Appolinary Kalashnikova auf Unsplash

Globale Koali­tion aus 80 Stif­tun­gen ruft G20 zum Handeln auf

Die grösste internationale Klima-Stiftungsplattform F20 legt gemeinsam mit der University of Technology Sydney einen neuen Bericht zu erneuerbaren Energien vor. Die Stiftungsplattform fordert unter anderem auf Basis der wissenschaftlichen Studie von den G20-Staaten, sich auf 70 Prozent erneuerbare Energieerzeugung bis 2030 zu einigen.

80 Stif­tun­gen und phil­an­thro­pi­sche Orga­ni­sa­tio­nen bilden gemein­sam die inter­na­tio­nale Stif­tungs­platt­form F20. Die Koali­tion fordert eine nach­hal­tige Entwick­lung und setzt sich für den Kampf gegen den globa­len Klima­wan­del ein. Zusam­men mit der Univer­sity of Tech­no­logy Sydney führte F20 eine Studie zur rege­ne­ra­ti­ven Ener­gie­er­zeu­gung durch. «Reaching the rene­wa­ble power target of 70 percent by 2030» lautet der Bericht. Und genau das fordert nun die Stif­tungs­platt­form von Staats- und Regierungschef:innen der G20. Der näch­ste G20-Gipfel findet am 15. und 16. Novem­ber 2022 auf Bali statt. 

Die Lösung liegt auf der Hand
Allein das kombi­nierte Poten­zial aus Solar- und Wind­ener­gie der G20-Staa­ten würde ausrei­chen, um mehr als das 50-fache des aktu­el­len globa­len Strom­be­darfs zu erzeu­gen, lautet eine Erkennt­nis aus der Studie. G20, also die Verei­ni­gung der zwan­zig wich­tig­sten Indu­strie- und Schwel­len­län­der, sei eigent­lich in der Schlüs­sel­rolle im Kampf gegen die Klima­er­wär­mung. Die G20-Staa­ten seien ja verant­wort­lich für rund 80 Prozent der welt­wei­ten ener­gie­be­ding­ten CO2-Emis­sio­nen. Deshalb müsse, gemäss F20, die G20 jetzt handeln. Es zeige sich, dass aufgrund der derzei­ti­gen Klima- und Ener­gie­not­stän­den die bestehen­den ener­gie­po­li­ti­schen Mass­nah­men nicht mehr genü­gen würden, um die verein­bar­ten globa­len Klima­ziele zu errei­chen. Das Pari­ser Abkom­men wurde von allen G20-Staa­ten unter­zeich­net, womit sie sich für den Klima­schutz verpflich­tet haben. «Wir werden es nicht schaf­fen, unter dem 1,5 Grad Celsius Tempe­ra­tur­an­stieg zu blei­ben. Irrever­si­ble Schä­den und erheb­li­che Einschrän­kun­gen für die Nahrungs­si­cher­heit sind nicht mehr aufzu­hal­ten. Es sei denn, die G20 beschlies­sen endlich gemein­sam Gegen­steuer zu geben und die Verbren­nung fossi­ler Rohstoffe für ther­mi­sche und strom­ba­sierte Ener­gie­dienst­lei­stun­gen einzu­stel­len und durch die Nutzung erneu­er­ba­rer Ener­gien zu erset­zen», sagt der F20-Gene­ral­se­kre­tär Stefan Schnurig.

Evidenz- und wissen­schafts­ba­sier­tes Ziel
Laut Studie würden 70 Prozent erneu­er­bare Ener­gie­er­zeu­gung in den G20-Staa­ten ausrei­chen, um die globale Erwär­mung auf 1,5 Grad Celsius zu begren­zen. Das Ziel, das aus der Studie hervor­geht, sei evident und wissen­schaft­lich fundiert. «Unsere Studie zeigt klar, dass dies sowohl tech­nisch als auch wirt­schaft­lich möglich ist. Nicht auf erneu­er­bare Ener­gien zu setzen, ist auch eine klare poli­ti­sche Haltung. Eine, die die drama­ti­schen Folgen der Klima­krise noch weiter verschlim­mert», sagt Stefan Schnurig.

Jetzt handeln
Die F20 fordert von der G20 verbind­li­che Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ziele und eine gerechte und umfas­sende Umset­zung der Ener­gie­wende. Gerade ange­sichts des bald statt­fin­den­den G20-Gipfels im Novem­ber appel­liert die Stif­tungs­platt­form F20 an die Politiker:innen. Die sich entwickeln­den geopo­li­ti­schen Krisen verschär­fen die Lage zusätz­lich. Die Dring­lich­keit einer Ände­rung in der Ener­gie­er­zeu­gung, hin zu mehr nach­hal­ti­ger Ener­gie und weg von fossi­len Brenn­stof­fen, wird zuneh­mend deut­li­cher. Die führen­den Politiker:innen soll­ten ihrer Verant­wor­tung gerecht werden und eine Ener­gie­wende voran­trei­ben, damit die Klima­ziele erreicht werden, heisst es von der Stif­tungs­platt­form F20.

Für eine nach­hal­tige Entwick­lung
Die Stif­tungs­platt­form F20 wurde anläss­lich der deut­schen G20 Präsi­dent­schaft 2017 von der Stif­tung Zukunfts­fä­hig­keit zusam­men mit weite­ren deut­schen Stif­tun­gen initi­iert. Mitt­ler­weile gehö­ren rund 80 Stif­tun­gen und phil­an­thro­pi­sche Orga­ni­sa­tio­nen der Platt­form an. Ziel der Platt­form F20 ist es, Stif­tun­gen zu ermu­ti­gen, die Umset­zung des Pari­ser Klima­ab­kom­mens und der Agenda 2030 mit den SDGs zu forcie­ren. Mitglie­der der Stif­tungs­platt­form finden Sie hier.

Zusam­men­ar­beit mit vielen Partner:innen
Dazu arbei­tet die Platt­form mit unter­schied­li­chen Partner:innen wie Active Phil­an­thropy zusam­men. Die erfah­rene Part­ne­rin rich­tet sich mit ihrem Programm an Stif­tun­gen und gemein­nüt­zige Vereine, die den Klima­schutz in ihre Tätig­keit inte­grie­ren möch­ten. Sie bietet Kurse zum Thema Klima­wan­del und Klima­phil­an­thro­pie. Für das neue Programm «Climate + Phil­an­thropy: a compact lear­ning jour­ney» können sich Inter­es­sierte jetzt anmelden.

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