Gleich­ge­wicht angestrebt

26 Prozent der Verwaltungsratsmandate der grössten Unternehmen in der Schweiz werden von Frauen ausgeübt. Dies zeigt der neue Gender Diversity Index 2020 der Non-Profit-Organisation European Women on Boards. Insgesamt zeigt sich: Es besteht Potenzial nach oben. Bei den Stiftungen sind es, gemäss Stiftungsreport 2020, 28 Prozent Frauen mit Stiftungsratsmandaten.

Der soeben erschie­nene Gender Diver­sity Index 2020 der Non-Profit-Orga­ni­sa­tion Euro­pean Women on Boards unter­sucht die Vertre­tung von Frauen in den gröss­ten Unter­neh­men. Bei 668 in Europa unter­such­ten Unter­neh­men ergab sich ein durch­schnitt­li­cher Wert des Inde­xes von 0,56 – ein Wert von 1 entsprä­che der ausge­wo­ge­nen Vertre­ten. Insge­samt zeigt der Bericht tiefe Werte bezüg­lich Gleich­stel­lung, aber auch klare Verbesserungen.

Verbes­se­run­gen – aber nicht nur
28 Prozent der Führungs­po­si­tio­nen bei Unter­neh­men sind von Frauen besetzt. Bei den Mitglie­dern einer Geschäfts­lei­tung beträgt der Anteil noch 17 Prozent. Und gerade einmal 42 Unter­neh­men oder 6 Prozent der unter­such­ten Unter­neh­men haben eine Frau als CEO. Aller­dings zeich­net sich ein klare Verbes­se­run­gen ab. 62 Unter­neh­men errei­chen einen Index von 0,8 und mehr. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Verbes­se­rung zeigt sich beim Anteil der Frauen in Führungs­po­si­tio­nen. Einen Frau­en­an­teil von minde­stens 40 Prozent erreich­ten 87 Unter­neh­men gegen­über 47 im Vorjahr. Die Schweiz liegt auf dem zweit­letz­ten Platz der unter­such­ten 18 Länder in Europa. Nur Polen hat einen noch tiefe­ren Wert. In der Schweiz werden gerade einmal 26 Prozent der Verwal­tungs­rats­man­date von Frauen ausge­übt und nur 2 Prozent sind CEO. 55 Prozent der Unter­neh­men in der Schweiz haben sich bezüg­lich der ausge­wo­ge­nen Vertre­tung verbes­sert, 17 Prozent verschlech­tert. In der Schwei­zer Stif­tungs­welt beträgt der Frau­en­an­teil in den Stif­tungs­rä­ten 28 Prozent. Der Stif­tungs­re­port 2020 weist bei den Präsi­dien für das Jahr 2019 einen Anteil von 20 Prozent Frauen auf. Bei 34 Prozent der Stif­tun­gen besetz­ten Frauen die Geschäftsführungsposition. 

Übri­gens: 
Vergan­gene Woche hat der Bund eine neue Studie zur Recht­spre­chung des Bundes­ge­richts publi­ziert. In 27 Prozent der Fälle wurden Beschwer­den auf der Basis des Gleich­stel­lungs­ge­set­zes vor Bundes­ge­richt gutge­heis­sen. Oft geht es um Lohn­fra­gen: In zwei Drit­tel der Fälle wird die Lohn­gleich­heit einge­klagt. 40 Prozent dieser Fälle sind erfolg­reich. Mehr als die Hälfte der Fälle stam­men aus dem Gesund­heits- und Bildungs­be­reich. Insge­samt hat die Studie 81 Urteile analy­siert von 2004 bis 2019.

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