Social Impact Catalyst: Die Gewinnerinnen Sarah Harbarth und Leonie Widmer sowie die Jury. Bild: Susanne Sugimoto

Finan­zi­elle Rendite und Soziale Wirkung

Der Social Impact Catalyst verbindet wirkungsorientierte Start-ups mit Investor:innen, die neben finanzieller Rendite auch gesellschaftliche Wirkung fördern wollen. Im Pilotjahr wurden aus über 100 Bewerbungen zwölf Start-ups ausgewählt, darunter das Zürcher Unternehmen Kuori, das mit biologisch abbaubaren Materialien Mikroplastik ersetzt und vor einer Woche, am 28. August, den ersten Award entgegennehmen durfte.

Der Social Impact Cata­lyst ist ein neuar­ti­ges Invest­ment-Ökosys­tem für die Schweiz. Er will wirkungs­ori­en­tierte Start-ups mit Investor:innen, die Kapi­tal nicht nur nach Rendite, sondern auch nach gesell­schaft­li­cher Wirkung einset­zen wollen, zusam­men­brin­gen. Ziel ist es, die bestehende Finan­zie­rungs­lü­cke zwischen Non-Profit und klas­si­schem For-Profit zu schlies­sen – und so die Skalie­rung von Social Impact Unter­neh­men zu ermöglichen.

Das Programm star­tete im März 2025 und wird getra­gen von der ZKB Phil­an­thro­pie Stif­tung, der Swiss Re Foun­da­tion und der Stif­tung Merca­tor Schweiz. Die Umset­zung erfolgt durch SENS (Schwei­zer Dach­or­ga­ni­sa­tion für die Social Economy) zusam­men mit Ventu­re­lab.

Viele Bewer­bun­gen

Aus über 100 Einga­ben wurden 12 Social Impact Start-ups ausge­wählt. Das Programm bietet Capa­city Buil­ding für die Skalie­rung von Busi­ness und Impact, inklu­sive Investor:innen-Speed-Dating, indi­vi­du­el­lem Coaching, Aufbau einer sektor­über­grei­fen­den Investor:innen-Community und dem Höhe­punkt, dem Inves­tor Day. Dieser hat am 28. August statt gefun­den. Abschlies­send wurde der Social Impact Cata­lyst Award in Höhe von 20’000 Fran­ken, gestif­tet von der Zürcher Kanto­nal­bank, verliehen.

Clean­tech Start-up gewinnt ersten Award

Das Start-up Kuori durfte den ersten Social Impact Cata­lyst Award entge­gen­neh­men. Das Zürcher Unter­neh­men hat der Umwelt­ver­schmut­zung durch Mikro­plas­tik den Kampf angesagt.

Mikro­plas­tik ist allge­gen­wär­tig – in Alltags­pro­duk­ten wie Spiel­zeug, Auto­rei­fen, Stroh­hal­men oder Kosme­tika, aber auch in den Sohlen unse­rer Schuhe, die bei jedem Schritt winzige Parti­kel in die Umwelt abge­ben. Diese Rück­stände belas­ten nicht nur die Natur, sondern auch uns Menschen. Laut dem Bundes­amt für Umwelt gelan­gen jähr­lich rund 14’000 Tonnen Makro- und Mikro­plas­tik in Böden, Gewäs­ser und Ablagerungen.

Das Start-up entwi­ckelt neue Mate­ria­lien, die fossile Kunst­stoffe erset­zen und am Ende ihres Lebens­zy­klus keinen Abfall hinter­las­sen. Herz­stück der Inno­va­tion sind biolo­gisch abbau­bare Compounds – mass­ge­schnei­der­tes Kunst­stoff­misch­ma­te­rial –, die aus Oliven­ker­nen, Nuss­scha­len und ande­ren Neben­pro­duk­ten der Lebens­mit­tel­in­dus­trie entste­hen und mit Biopo­ly­me­ren sowie umwelt­freund­li­chen Addi­ti­ven kombi­niert werden.