Der Social Impact Catalyst ist ein neuartiges Investment-Ökosystem für die Schweiz. Er will wirkungsorientierte Start-ups mit Investor:innen, die Kapital nicht nur nach Rendite, sondern auch nach gesellschaftlicher Wirkung einsetzen wollen, zusammenbringen. Ziel ist es, die bestehende Finanzierungslücke zwischen Non-Profit und klassischem For-Profit zu schliessen – und so die Skalierung von Social Impact Unternehmen zu ermöglichen.
Das Programm startete im März 2025 und wird getragen von der ZKB Philanthropie Stiftung, der Swiss Re Foundation und der Stiftung Mercator Schweiz. Die Umsetzung erfolgt durch SENS (Schweizer Dachorganisation für die Social Economy) zusammen mit Venturelab.
Viele Bewerbungen
Aus über 100 Eingaben wurden 12 Social Impact Start-ups ausgewählt. Das Programm bietet Capacity Building für die Skalierung von Business und Impact, inklusive Investor:innen-Speed-Dating, individuellem Coaching, Aufbau einer sektorübergreifenden Investor:innen-Community und dem Höhepunkt, dem Investor Day. Dieser hat am 28. August statt gefunden. Abschliessend wurde der Social Impact Catalyst Award in Höhe von 20’000 Franken, gestiftet von der Zürcher Kantonalbank, verliehen.
Cleantech Start-up gewinnt ersten Award
Das Start-up Kuori durfte den ersten Social Impact Catalyst Award entgegennehmen. Das Zürcher Unternehmen hat der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik den Kampf angesagt.
Mikroplastik ist allgegenwärtig – in Alltagsprodukten wie Spielzeug, Autoreifen, Strohhalmen oder Kosmetika, aber auch in den Sohlen unserer Schuhe, die bei jedem Schritt winzige Partikel in die Umwelt abgeben. Diese Rückstände belasten nicht nur die Natur, sondern auch uns Menschen. Laut dem Bundesamt für Umwelt gelangen jährlich rund 14’000 Tonnen Makro- und Mikroplastik in Böden, Gewässer und Ablagerungen.
Das Start-up entwickelt neue Materialien, die fossile Kunststoffe ersetzen und am Ende ihres Lebenszyklus keinen Abfall hinterlassen. Herzstück der Innovation sind biologisch abbaubare Compounds – massgeschneidertes Kunststoffmischmaterial –, die aus Olivenkernen, Nussschalen und anderen Nebenprodukten der Lebensmittelindustrie entstehen und mit Biopolymeren sowie umweltfreundlichen Additiven kombiniert werden.


