Josephine Barbarino, Bild: Gilla Sonderwald

Ein Gesund­heits-Zentrum für Keto­gene Meta­bo­li­sche Therapien

In Bergün findet ab heute bis zum 17. Juni zum zweiten Mal die International Keto Live Conference mit dem Tiel «Ketogenic Metabolic Therapies – Future Prevention and Treatment of NCD» statt. Ein neues Grossprojekt soll die medizinischen Aus- und Fortbildung in Ernährungstherapien und die Forschung vorantreiben.

«Wir star­ten gerade ein neues Gross­pro­jekt, The Inter­na­tio­nal Meta­bo­lic Health Pilot – Connec­ting the Scien­ces im Kampf gegen NCD» (nicht über­trag­bare Erkran­kun­gen), sagt Jose­phine Barba­rino, Inita­to­rin und CEO des Keto Live Project. Zusam­men mit 32 führen­den Inter­na­tio­na­len Wissenschaftler*innen und prak­ti­zie­ren­den Ärzt*innen konnte sie 2019 während der ersten Keto Live Konfe­renz in Bergün, das European-Keto-Live-Centre.com «Infor­ma­tion & Trai­ning Centre – Asso­cia­tion for Keto­ge­nic Meta­bo­lic Thera­pies» grün­den. Der inter­na­tio­nale Verband ist in Deutsch­land und auch in den USA als gemein­nüt­zig aner­kannt. Das Keto Live Project kann auf namhafte Unter­stüt­zung der Keto­ge­nic Foun­da­tion und der Baszucki Group zählen. «Die Fami­lie Baszucki hat kürz­lich mit dem Baszucki Brain Rese­arch Fund neun Millio­nen Dollar zusam­men mit dem Milken Insti­tute an Studi­en­pro­jekte zur Erfor­schung von Keto­ge­ner Meta­bo­li­scher Thera­pie und Bipo­lar verge­ben.» Eine der neuen Studien, eine Zusam­men­ar­beit der Univer­si­tät Edin­burgh mit Chris Palmer von der Harvard Univer­sity, wird erst­mals während der dies­jäh­ri­gen Konfe­renz von Studi­en­lei­ter Iain Camp­bell vorgestellt.

Kurhaus Bergün. Bild: Kurhaus Bergün, Zvoni­mir Pisonic 

Zentrum in der Schweiz

Die Keto­gene Meta­bo­li­sche Thera­pie wird bereits seit 100 Jahren erfolg­reich in der Epilep­sie Behand­lung einge­setzt. In den letz­ten 20 Jahren wurde sie zur Remis­sion von Insu­lin Resi­stenz und damit als medi­zi­ni­sches Instru­ment gegen nicht­über­trag­bare Krank­hei­ten wie Krebs, Diabe­tes oder des Herz­kreis­lau­fes sowie neuro­psych­ia­tri­sche Erkran­kun­gen ange­wen­det. Heute fehlen gemäss Jose­phine Barba­rino die Mittel, um die Ausbil­dung von Mediziner*innen, Diät- und Ernährungsberater*innen und die Forschung aufwen­di­ger Ernäh­rungs­stu­dien mass­geb­lich voran­zu­trei­ben. An der aktu­ell bis am 17. Juni in Bergün statt­fin­den­den zwei­ten inter­na­tio­na­len Keto Live Confe­rence sind auch die Grün­der der Keto­ge­nic Foun­da­tion und der Baszucki Brain Foun­da­tion anwe­send. Im Kurhaus Bergün soll das Wissen der Keto­ge­nen Meta­bo­li­schen Thera­pie geteilt, über den Stand der Forschung infor­miert und disku­tiert werden. Die Konfe­renz ist für Ärzt*innen und medi­zi­ni­sches Perso­nal mit inge­samt 86 CME und zahl­rei­chen CPD Credits als medi­z­ni­sche Fort­bil­dung aner­kannt. Dass die Konfe­renz in der Schweiz statt­fin­det, ist kein Zufall. «Wir wollen in der Schweiz ein Zentrum für die Keto­gene Meta­bo­li­sche Thera­pie grün­den», sagt Jose­phine Barba­rino. Die Schweiz sieht sie als idea­len Stand­ort, weil die Kran­ken­ver­si­che­rer in der Präven­tion bereits weiter seien als in Deutsch­land. Das Zentrum soll für Patient*innen Anlauf­stelle werden. Es ist auch vorge­se­hen, dass es als Schu­lungs­zen­trum dient und Weiter­bil­dun­gen für Ärzt*innen und medi­zi­ni­sches Perso­nal bietet. Deswe­gen ist auch das Advi­sory Board des Keto Live Project global und breit aufge­stellt. «Jedes Mitglied soll einen Teil des Curri­cul­ums für die Weiter­bil­dung der Ärtz*innen über­neh­men», sagt sie.

Kommer­zi­ell und gemeinnützig

Das Zentrum ist als Teil des Gross­pro­jekts «The Inter­na­tio­nal Meta­bo­lic Health Pilot – Connec­ting the Scien­ces» geplant. Dieses will die inter­na­tio­nale Vernet­zung der Wissen­schaft auf diesem Gebiet voran­trei­ben. Die Weiter­bil­dungs­an­ge­bote des Zentrums sollen sich selbst finan­zie­ren. Die Forschung soll gemein­nüt­zig finan­ziert werden. Sie soll wissen­schaft­li­che Erkennt­nisse weiter fördern. Jose­phine Barba­rino sagt: «Deswe­gen suchen wir für die Reali­sie­rung des Projek­tes Part­ner­schaf­ten, gerade auch mit gemein­nüt­zi­gen Organisationen.»


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