Ein Auftritt, der Stra­te­gie sicht­bar macht

Aus StiftungSchweiz wird Spheriq. Der neue Name bringt Fokus, Mission und Rolle als digitale Infrastruktur für den gemeinnützigen Sektor zusammen.

StiftungSchweiz war über viele Jahre ein passen­der und trag­fä­hi­ger Name. Er stand für den Aufbau einer Platt­form, die Anschluss suchte – an die Stif­tungs­land­schaft, an bestehende Arbeits­wei­sen im drit­ten Sektor, der sich erst lang­sam an digi­tale Werk­zeuge heran­tas­tete. Dass der Name einen offi­zi­el­len Klang hatte, hat die Bekannt­heit und das Vertrauen in der Anfangs­phase mutmass­lich unter­stützt und der Platt­form gehol­fen, sich im Sektor zu verankern.

Der neue Name als Ausdruck der Strategie

Pascale Vonmont, Mitglied des Verwaltungsrats

What got you here won’t get you there: Vergan­gene Erfolge sind keine Garan­tie für die Zukunft. Mit dem Entscheid zum Rebran­ding hat der Verwal­tungs­rat bewusst ein neues Kapi­tel aufge­schla­gen. Die Platt­form hat ihre Pionier­phase hinter sich gelas­sen und die Mission geschärft. Der neue Auftritt macht die stra­te­gi­sche Fokus­sie­rung sicht­bar und legt die Grund­lage für die nächs­ten Entwicklungsschritte.

Der neue Name ist kein ästhe­ti­scher Entscheid, sondern Ausdruck dieser inhalt­li­chen Fokus­sie­rung. Platt­form-Archi­tek­tur, Daten als Intel­li­gence Layer und die gezielte Vermitt­lung von Anwen­dungs­kom­pe­tenz grei­fen inein­an­der. «Sphäre» steht für die Viel­falt der Wirkungs­fel­der im gemein­nüt­zi­gen Sektor und für einen siche­ren digi­ta­len Raum, in dem Zusam­men­ar­beit möglich wird. «IQ» verweist auf die Rolle von Daten- und Tech­no­lo­gie­kom­pe­tenz, die fundierte Insights und bessere Entschei­dun­gen ermöglicht.

Der Claim «Einfach effek­ti­ver» bringt diese Haltung auf den Punkt: Wirkung entsteht nicht durch Tech­no­lo­gie allein, sondern durch ihre gemein­same Gestal­tung und Nutzung im Alltag – durch Fördernde und Umset­zungs­part­ner gleichermassen.

Was sich mit dem Rebran­ding öffnet

Der bishe­rige Name war im Alltag erklä­rungs­be­dürf­tig: Er wurde mit einer Förder­stif­tung oder einem Verband verwech­selt und war sprach­lich nur bedingt anschluss­fä­hig. Sphe­riq löst diese Unschärfe auf und unter­streicht die Rolle als offene, koope­ra­tive Infrastruktur.

Mit der neuen Marke wird die Platt­form über Sprach­räume und Landes­gren­zen hinweg anschluss­fä­hi­ger. Die neuen Koope­ra­tio­nen mit proFonds und dem Tessi­ner Kompe­tenz­zen­trum cenpro zeigen, wie sich dadurch neue Perspek­ti­ven öffnen.

Auch der Kreis der Aktio­nä­rin­nen bekommt Zuwachs: Mit der Asuera Stif­tung und der NOMIS Foun­da­tion enga­gie­ren sich nun insge­samt 12 Förder­stif­tun­gen im Konsor­tium. Auf Ende Berichts­jahr konnte damit die 2022 eröff­nete Kapi­tal­runde von insge­samt 8 Mio. Fran­ken abge­schlos­sen werden (Eintra­gung im Handels­re­gis­ter Anfang Januar 2026).

Digi­tale Phil­an­thro­pie gemein­sam gestalten

Mit der zuneh­men­den Adop­tion digi­ta­ler Arbeits­wei­sen kann sich Sphe­riq stär­ker auf die Rolle als Enable­rin konzen­trie­ren. Verbände, Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen und wissen­schaft­li­che Akteur:innen brin­gen ihre Perspek­ti­ven ein und prägen Inhalte sowie Stan­dards mit. Sphe­riq stellt die Infra­struk­tur bereit – ihre Wirkung entfal­tet sich jedoch erst durch die Nutzung und das Enga­ge­ment der Community.

Digi­tale Trans­for­ma­tion ist kein Selbst­zweck. Sie entsteht dort, wo Orga­ni­sa­tio­nen bereit sind, neue Wege zu gehen und Erfah­run­gen zu teilen. Mit der Academy und ihren thema­ti­schen Impul­sen und mit praxis­na­hen Einbli­cken lädt Sphe­riq dazu ein, die digi­tale Entwick­lung aktiv mitzu­ge­stal­ten. Ziel ist nicht die perfekte Platt­form, sondern ein lernen­des Ökosys­tem, das sich konti­nu­ier­lich weiter­ent­wi­ckelt – getra­gen von den Menschen, die Phil­an­thro­pie täglich leben und weiterdenken.

2025 war ein entschei­den­des Jahr: Mit dem Relaunch als Sphe­riq star­tet die Platt­form ins nächste Kapi­tel. Nach Jahren des Aufbaus verschiebt sich der Fokus nun weg vom quan­ti­ta­ti­ven Ausbau hin zur quali­ta­ti­ven Weiter­ent­wick­lung. Der ange­strebte Leis­tungs­um­fang ist erreicht und der Werk­zeug­kas­ten für die tägli­che Arbeit von Funders und Nonpro­fits mit höchs­ter Daten­si­cher­heit voll­stän­dig.

Den ganzen Jahres­be­richt und einen detail­lier­ten Rück­blick auf das trans­for­ma­tive Jahr finden Sie hier.