StiftungSchweiz war über viele Jahre ein passender und tragfähiger Name. Er stand für den Aufbau einer Plattform, die Anschluss suchte – an die Stiftungslandschaft, an bestehende Arbeitsweisen im dritten Sektor, der sich erst langsam an digitale Werkzeuge herantastete. Dass der Name einen offiziellen Klang hatte, hat die Bekanntheit und das Vertrauen in der Anfangsphase mutmasslich unterstützt und der Plattform geholfen, sich im Sektor zu verankern.
Der neue Name als Ausdruck der Strategie

What got you here won’t get you there: Vergangene Erfolge sind keine Garantie für die Zukunft. Mit dem Entscheid zum Rebranding hat der Verwaltungsrat bewusst ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die Plattform hat ihre Pionierphase hinter sich gelassen und die Mission geschärft. Der neue Auftritt macht die strategische Fokussierung sichtbar und legt die Grundlage für die nächsten Entwicklungsschritte.
Der neue Name ist kein ästhetischer Entscheid, sondern Ausdruck dieser inhaltlichen Fokussierung. Plattform-Architektur, Daten als Intelligence Layer und die gezielte Vermittlung von Anwendungskompetenz greifen ineinander. «Sphäre» steht für die Vielfalt der Wirkungsfelder im gemeinnützigen Sektor und für einen sicheren digitalen Raum, in dem Zusammenarbeit möglich wird. «IQ» verweist auf die Rolle von Daten- und Technologiekompetenz, die fundierte Insights und bessere Entscheidungen ermöglicht.
Der Claim «Einfach effektiver» bringt diese Haltung auf den Punkt: Wirkung entsteht nicht durch Technologie allein, sondern durch ihre gemeinsame Gestaltung und Nutzung im Alltag – durch Fördernde und Umsetzungspartner gleichermassen.
Was sich mit dem Rebranding öffnet
Der bisherige Name war im Alltag erklärungsbedürftig: Er wurde mit einer Förderstiftung oder einem Verband verwechselt und war sprachlich nur bedingt anschlussfähig. Spheriq löst diese Unschärfe auf und unterstreicht die Rolle als offene, kooperative Infrastruktur.
Mit der neuen Marke wird die Plattform über Sprachräume und Landesgrenzen hinweg anschlussfähiger. Die neuen Kooperationen mit proFonds und dem Tessiner Kompetenzzentrum cenpro zeigen, wie sich dadurch neue Perspektiven öffnen.
Auch der Kreis der Aktionärinnen bekommt Zuwachs: Mit der Asuera Stiftung und der NOMIS Foundation engagieren sich nun insgesamt 12 Förderstiftungen im Konsortium. Auf Ende Berichtsjahr konnte damit die 2022 eröffnete Kapitalrunde von insgesamt 8 Mio. Franken abgeschlossen werden (Eintragung im Handelsregister Anfang Januar 2026).
Digitale Philanthropie gemeinsam gestalten
Mit der zunehmenden Adoption digitaler Arbeitsweisen kann sich Spheriq stärker auf die Rolle als Enablerin konzentrieren. Verbände, Partnerorganisationen und wissenschaftliche Akteur:innen bringen ihre Perspektiven ein und prägen Inhalte sowie Standards mit. Spheriq stellt die Infrastruktur bereit – ihre Wirkung entfaltet sich jedoch erst durch die Nutzung und das Engagement der Community.
Digitale Transformation ist kein Selbstzweck. Sie entsteht dort, wo Organisationen bereit sind, neue Wege zu gehen und Erfahrungen zu teilen. Mit der Academy und ihren thematischen Impulsen und mit praxisnahen Einblicken lädt Spheriq dazu ein, die digitale Entwicklung aktiv mitzugestalten. Ziel ist nicht die perfekte Plattform, sondern ein lernendes Ökosystem, das sich kontinuierlich weiterentwickelt – getragen von den Menschen, die Philanthropie täglich leben und weiterdenken.
2025 war ein entscheidendes Jahr: Mit dem Relaunch als Spheriq startet die Plattform ins nächste Kapitel. Nach Jahren des Aufbaus verschiebt sich der Fokus nun weg vom quantitativen Ausbau hin zur qualitativen Weiterentwicklung. Der angestrebte Leistungsumfang ist erreicht und der Werkzeugkasten für die tägliche Arbeit von Funders und Nonprofits mit höchster Datensicherheit vollständig.
Den ganzen Jahresbericht und einen detaillierten Rückblick auf das transformative Jahr finden Sie hier.


