In über 70 Ländern hat die Mines Advisory Group (MAG) seit ihrer Gründung 1989 mehr als 23 Millionen Menschen dabei unterstützt, ihr Leben nach einem Krieg wieder aufzubauen. Dabei übernahm die Organisation auch eine führende Rolle bei internationalen Bemühungen zur Verhinderung von Landminen. Für ihr Engagement wird sie nun ausgezeichnet mit dem Hilton-Preis. «Die Auswahl der Mines Advisory Group als diesjähriger Empfänger des Hilton-Preises für humanitäre Hilfe erinnert uns daran, dass Mitgefühl und Frieden immer noch ganz oben auf unserer globalen Agenda stehen sollten», erklärt Peter Laugharn, Präsident und CEO der Conrad N. Hilton Foundation zur Preisverleihung. «Durch ihre aussergewöhnlichen Bemühungen, Gemeinschaften nach Konflikten wieder zu Sicherheit und Wohlstand zu verhelfen, ist die MAG ein Beispiel für die Art von humanitärer Exzellenz, die unser Preis in den letzten drei Jahrzehnten auszeichnen und inspirieren sollte.» Der von der Conrad N. Hilton Foundation vergebene Preis ist mit drei Millionen Dollar die höchstdotierte jährliche humanitäre Auszeichnung für gemeinnützige Organisationen. Er wird an aussergewöhnliche Organisationen vergeben die sich für Veränderungen einsetzen und diese Änderungen auch herbeiführen, um das Leben von benachteiligten Menschen in der ganzen Welt zu verbessern.
Die Hinterlassenschaften bewaffneter Konflike
Die MAG ist bekannt für ihre Arbeit zur verheerenden Wirkung von Landminen geht. Sie war 1997 auch Mitpreisträgerin des Nobel Peace Prize für ihre Gründungsrolle in der International Campaign to Ban Landmines. Ebenso befasst sie sich mit den Auswirkungen bewaffneter Gewalt auf Menschenleben und der Entwicklung der Betroffenen nach der Beendigung von bewaffneten Konflikten. «Seit 35 Jahren ist MAG entschlossen, auf die dringenden Bedürfnisse der Menschen in den von Konflikten verwüsteten Gemeinden und an Orten zu reagieren, die noch lange nach dem Ende der Kriege mit den Hinterlassenschaften der Konflikte zu kämpfen haben», wird Darren Cormack, Geschäftsführer der MAG, in der Medienmitteilung zitiert. «Wir fühlen uns geehrt, den Hilton Humanitarian Prize in Anerkennung der unermüdlichen und mutigen Arbeit unserer weltweiten Mitarbeiter zu erhalten.» Dabei ist auch hervorzuheben, dass die überwiegende Mehrheit der 5500 Mitarbeiter:innen selbst aus den Gemeinden stammen, die direkt von den Konflikten betroffen sind.


