Bild: Marc Zimmer, Unsplash

Doron Stif­tung ehrt Biosphäre Entlebuch

«Wir arbeiten mit den Menschen für die Natur sowie mit der Natur für die Menschen», steht in der Mission der UNESCO Biosphäre Entlebuch (UBE). Diesen Weg geht die Region seit vielen Jahren konsequent. Jetzt wird sie für ihr Engagement mit dem Doron Preis geehrt. Die Verleihung findet am 8. Juni in Zug statt.

Der Gemein­de­ver­band «UNESCO Biosphäre Entle­buch (UBE)» zur Erhal­tung bedroh­ter Ökosy­steme gilt als Pionier­mo­dell. Die Doron Stif­tung hebt hervor, dass die Erfolgs­ge­schichte auf loka­len Gege­ben­hei­ten, Mut zur Verän­de­rung und der koope­ra­ti­ven Mitwir­kung der Bevöl­ke­rung beruht.

Parti­zi­pa­ti­ver Ansatz als Erfolgs­mo­dell
Für die Errich­tung von UNESCO-Biosphä­ren­re­ser­va­ten ist demo­kra­ti­sche Akzep­tanz zwin­gend. Ange­trie­ben durch parti­zi­pa­ti­ves und koope­ra­ti­ves Enga­ge­ment seien im Entle­buch Vereine, Initia­ti­ven und Erleb­nis­wel­ten entstan­den. Bereits 2001 aner­kannte die UNESCO die UBE offi­zi­ell als erstes Biosphä­ren­re­ser­vat der Schweiz, das die Sevilla-Krite­rien erfüllt. 2008 folgte die Aner­ken­nung als erster Natur­park von natio­na­ler Bedeu­tung durch das Bundes­amt für Umwelt. Die Stif­tung schreibt hierzu: «Während in den späten 1980er Jahren das Entle­buch noch als ‹Armen­haus der Schweiz› galt, avan­cierte es in den folgen­den Jahr­zehn­ten zum schweiz­weit gröss­ten Anbie­ter von Natur­ex­kur­sio­nen und natur­na­hen Bildungs­an­ge­bo­ten. Heute nutzen jähr­lich über 10‘000 Gäste das breite Exkursions‑, Kurs- und Informationsangebot.» 

Der Ursprung der Entwick­lung geht auf die Annahme der «Rothen­thurm-Initia­tive» 1987 zurück. Diese stellte die Moore in der Schweiz unter Schutz. Die neue Ausgangs­lage verlangte im Entle­buch mit seinen ausge­präg­ten Moor­land­schaf­ten nach einem Umden­ken. Es regte sich damals star­ker Wider­stand. Die Doron Stif­tung schreibt, dass es einige Über­zeu­gungs­ar­beit brauchte, bis die Moor­land­schaf­ten von den Entlebucher*innen als Entwick­lungs­chance betrach­tet wurden. Im Laufe dieses Prozes­ses sei der regio­nale Richt­plan «Moor­land­schaf­ten» sowie das Touris­mus­leit­bild Flühli Sören­berg ausge­ar­bei­tet und das Modell «Biosphä­ren­re­ser­vat» als Label entwickelt worden. Im Jahr 2000 konkre­ti­sierte sich das Vorha­ben zum Biosphä­ren­kon­zept mit einer über­wäl­ti­gen­den Zustim­mung der Entle­bu­cher Bevölkerung.

Heute verfügt das Entle­buch über das eigene regio­nale Label «Echt Entle­buch», unter dem mitt­ler­weile über 500 Produkte verkauft werden. Vom UBE profi­tiert heute die gesamte regio­nale Wirtschaft.

«Mit dem seit Jahren fort­wäh­ren­den Enga­ge­ment im Rahmen der nach­hal­ti­gen Entwick­lung und der Erhal­tung bedroh­ter Ökosy­steme leistet die ‹UNESCO Biosphäre Entle­buch› einen gross­ar­ti­gen Beitrag in unse­rer Gesell­schaft», begrün­det der Stif­tungs­rat seinen Entscheid. Die Lauda­tio für den Preis­trä­ger wird Oscar A. Kambly, Präsi­dent des Verwal­tungs­ra­tes der Kambly SA halten. Die Preis­ver­lei­hung findet am 8. Juni 2021 in Zug statt.

89 Preis­trä­ger in 36 Jahren

«Seit 36 Jahren ehrt die Schwei­ze­ri­sche Stif­tung für den Doron Preis ausser­or­dent­li­che Leistun­gen in den Berei­chen Kultur, Gemein­wohl und Wissen­schaft», sagt Jean Guin­and, ehema­li­ger Staats­rat und Natio­nal­rat, Präsi­dent des Stif­tungs­ra­tes. «Zu den bis heute 89 Preis­trä­gern zählen Stif­tun­gen, gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen und Einzel­per­so­nen in der Schweiz.» Die Schwei­ze­ri­sche Stif­tung für den Doron Preis gehört zu den Rich Stif­tun­gen. Diese unter­stütz­ten bis heute welt­weit rund 4000 Non-Profit-Projekte mit über 150 Millio­nen Dollar.

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