Bild: Schweizer Nationalpark, Zernez, Janis Wolf auf Unsplash

Die Schweiz hat zu wenig (ausrei­chend) geschützte Wildnis

Am Mittwoch trafen sich Fachpersonen aus Naturschutz, Behörden und Wissenschaft für die Wildnisfachtagung von Pro Natura. Was für sie nach der Tagung ausser Zweifel steht: Die Schweiz braucht mehr geschützte Wildnis und einen besseren Schutz der bestehenden Naturlandschaften.

Ange­sichts der Biodi­ver­si­täts­krise wird der Erhalt von ursprüng­li­chem Lebens­raum immer wich­ti­ger. An der Wild­nis­fach­ta­gung disku­tier­ten am Mitt­woch 70 Fach­leute aus Natur­schutz, Behör­den und Wissen­schaft was es braucht, um die letz­ten gros­sen natur­na­hen Land­schaf­ten zu bewah­ren. Die Natur sollte sich frei entwickeln können. In der Schweiz habe es dazu aber zu wenig geschützte bzw. zu wenig gut geschützte Wildnisgebiete.

Lang­fri­sti­ger Schutz gefordert

«Es ist ein Armuts­zeug­nis, dass der Schwei­ze­ri­sche Natio­nal­park das einzige grosse geschützte Wild­nis­ge­biet der Schwei­zer Alpen ist», sagt Jan Gürke von Pro Natura. «Um die akute Biodi­ver­si­täts­krise abzu­wen­den, braucht es unbe­dingt mehr solcher Gebiete mit einem umfas­sen­den, lang­fri­sti­gen Schutz.» Für die Arten­viel­falt der Tier­welt sind Natur­räume, in denen sich der Mensch zurück­hält, wesent­lich. Es gibt in der Schweiz wenige Gebiete, in deren Entwick­lung der Mensch nicht eingreift. Jan Gürke betont: «Es braucht einen besse­ren Schutz der verblei­ben­den gros­sen, ursprüng­li­chen Natur­land­schaf­ten in der Schweiz.» Wild­nis­ge­biete würden auch einen Beitrag an die Gesund­heit der Bevöl­ke­rung leisten, ergänzt Nicole Bauer von der Eidge­nös­si­schen Forschungs­an­stalt für Wald, Schnee und Landschaft.

Fach­ta­gung Wildnis

Am 16. Novem­ber 2022 disku­tier­ten 70 Fach­per­so­nen aus den Berei­chen Natur­schutz, Wissen­schaft und Behör­den die Frage, wie wir die verblei­ben­den gros­sen, natur­na­hen Wild­nis­ge­biete der Schweiz erhal­ten und besser schüt­zen können. Behan­delt wurde aber auch die Frage, wie klei­nere «wilde Ecken» mit freier Natur­ent­wick­lung in der Nähe der Sied­lungs­räume geför­dert werden können.

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