Bild: AdobeStock-Bild, KI-generiert

Chan­cen und Verant­wor­tung – KI-Anwen­dung in NPO

Durch frei verfügbare Tools wie ChatGPT, Deepl etc. ist das Thema KI (Künstliche Intelligenz) über die Forschung und Entwicklung hinaus in der Gesellschaft angekommen. Generative KI-Tools haben ihren Weg in den Arbeitsalltag – auch den von gemeinnützige Organisationen (NPO) – gefunden. Gleichzeitig werden die Risiken von KI kritisch hinterfragt. Das Potenzial des Einsatzes von KI in gemeinnützigen Organisationen ist gross, doch gerade sie sind zu einem verantwortungsvollen Umgang verpflichtet.

Gene­ra­tive KI kann NPO in vieler­lei Hinsicht unter­stüt­zen. Durch den Einsatz von Text­ge­ne­ra­to­ren können Routi­ne­auf­ga­ben wie die Erstel­lung von Berich­ten oder die Beant­wor­tung häufi­ger Anfra­gen auto­ma­ti­siert werden. Das kann Zeit und Ressour­cen sparen, die idea­ler­weise für die Kern­auf­ga­ben der Orga­ni­sa­tion frei werden. Auch in der Über­set­zungs­ar­beit leis­tet KI wert­volle Dienste und ermög­licht eine barrie­re­freie Kommu­ni­ka­tion. Ein weite­res wich­ti­ges Einsatz­feld ist die Daten­ana­lyse. NPO sammeln oft große Mengen an Daten, sei es über ihre Ziel­grup­pen, ihre Wirkung oder über Spen­der­ver­hal­ten. Gene­ra­tive KI kann dabei helfen, diese Daten zu struk­tu­rie­ren, Muster zu erken­nen und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen abzu­lei­ten. Gelingt dies, können Prozesse ziel­ge­rich­te­ter gestal­tet und der Erfolg von Projek­ten genauer gemes­sen werden. Nebst den dafür erfor­der­li­chen tech­ni­schen Voraus­set­zun­gen, sind aber auch die Kennt­nis der Prozesse und das entspre­chende Mind­set bei Mitar­bei­ten­den und Orga­ni­sa­tion notwen­dig. Es ist abseh­bar, dass der Einsatz von KI einen grund­le­gen­den Einfluss auf die gesam­ten Prozesse haben wird, und daher Teil von Stra­te­gie und Manage­ment in NPO sein muss.

Ethi­sche Verant­wor­tung: Trans­pa­renz und Datenschutz

Trotz der viel­fäl­ti­gen Poten­ziale sind die ethi­schen Impli­ka­tio­nen des KI-Einsat­zes nicht zu vernach­läs­si­gen. Ein zentra­ler Aspekt ist dabei die Trans­pa­renz. NPO soll­ten klar kommu­ni­zie­ren, wenn und wie KI in ihren Prozes­sen einge­setzt wird. Menschen müssen wissen, ob sie mit einer KI oder einem mensch­li­chen Mitar­bei­ter inter­agie­ren. Nur so bleibt das Vertrauen in die Arbeit der Orga­ni­sa­tion gewahrt.

KI-Systeme lernen auf Basis großer Daten­men­gen und können dabei unbe­wusste Vorur­teile über­neh­men. Das ist proble­ma­tisch, wenn beispiels­weise diskri­mi­nie­rende Tenden­zen in den Trai­nings­da­ten vorhan­den sind. NPO soll­ten sich bewusst dafür einset­zen, solche Vorur­teile zu erken­nen und zu vermei­den, um sicher­zu­stel­len, dass ihre KI-Anwen­dun­gen fair und inklu­siv sind. Schliess­lich arbei­ten gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tio­nen oft mit sensi­blen Daten, sei es von Spen­dern, Ehren­amt­li­chen oder Begüns­tig­ten. Der Einsatz von KI-basier­ten Tools muss daher immer unter strik­ter Einhal­tung des Daten­schut­zes erfolgen.

Lang­fris­tige Wirkung
Neben der erhoff­ten Arbeits­er­leich­te­rung sollte der Einsatz von KI in NPO auch im Hinblick auf die lang­fris­tige Wirkung betrach­tet werden. Dies erfor­dert konti­nu­ier­li­che Über­prü­fung und Anpas­sun­gen der KI-Anwendungen.Indem sie einen verant­wor­tungs­vol­len und ethisch fundier­ten Einsatz von KI prak­ti­zie­ren, können NPO einen posi­ti­ven Beitrag zur gesell­schaft­li­chen Diskus­sion über die Chan­cen und Risi­ken dieser Tech­no­lo­gien leis­ten. Das bedeu­tet: Der Umgang mit KI muss stra­te­gisch in der Orga­ni­sa­tion veran­kert und bewusst im Manage­ment umge­setzt werden. Was dabei zu beach­ten ist, wird u.a. im CAS Nonpro­fit & Public Manage­ment vermit­telt wird. Der nächste Lehr­gang star­tet am 7. Januar 2025.

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