Auf dem Deutschen Stiftungstag 2023, Bild David Ausserhofer, zVg Bundesverband Deutscher Stiftungen

Bundes­ver­band Deut­scher Stif­tun­gen: Anzahl Stif­tun­gen steigt auf Allzeithoch

Der Bundesverband Deutscher Stiftungen feiert sein 75-Jahre-Jubiläum und erstmals übersteigt die Anzahl Stiftungen in Deutschland die Marke von 25'000.

In Deutsch­land sind im vergan­ge­nen Jahr 693 Stif­tun­gen gegrün­det worden, schreibt der Bundes­ver­band Deut­scher Stif­tun­gen. Der Sektor zählte 25’254 rechts­fä­hige Stif­tun­gen bürger­li­chen Rechts. Der Zuwachs entsprach 2,5 Prozent, was unter dem Vorjah­res­wert von 3,2 Prozent liegt. Die Stif­tungs­dichte beträgt damit 30,3 Stif­tun­gen auf 100’000 Bürger:innen. Steu­er­be­güns­tigt sind rund 90 Prozent der Stif­tun­gen, gemäss der Daten­bank des Verban­des. Aller­dings machen steu­er­pflich­tige mit 309 Stif­tun­gen fast die Hälfte der Neugrün­dun­gen aus. Steu­er­pflich­tig sind bspw. unter­neh­mens­ver­bun­dene Stif­tun­gen, die zwar gemein­wohl­ori­en­tiert sein können, aber nicht gemein­nüt­zig sind. Zum Vergleich: In der Schweiz gab es 2022 insge­samt 13’635 gemein­nüt­zige Stif­tun­gen. Mit 2225 waren in abso­lu­ten Zahlen am meis­ten im Kanton Zürich. In Deutsch­land ist Nord­rhein-West­fa­len mit 4885 das Bundes­land mit den meis­ten Stif­tun­gen. Hamburg ist an der Spitze bei der Stif­tungs­dichte: 80 Stif­tun­gen kommen auf 100’000 Einwohner:innen. Die höchste Stif­tungs­dichte in der Schweiz verzeich­nete Basel-Stadt mit 463 auf 100’000 Einwohner:innen. Gesamt­schwei­ze­risch sind es gemäss dem Schwei­zer Stif­tungs­re­port 2022, 155 Stif­tun­gen pro 100’000 Einwohner:innen.

75-Jahre-Jubi­läum

Kirs­ten Hommel­hoff, Gene­ral­se­kre­tä­rin des Bundes­ver­ban­des Deut­scher Stif­tun­gen zeigte sich erfreut darüber, dass der Sektor konti­nu­ier­lich wächst «und erst­mals die Marke von 25.000 Stif­tun­gen geknackt hat». Sie sieht darin eine Bestä­ti­gung der Arbeit des Bundes­ver­ban­des, der in diesem Jahr sein 75-jähri­ges Bestehen feiert. Der Gross­teil der Stif­tun­gen, nämlich 80 Prozent, grün­den Stifter:innen zu Lebzei­ten. Nur 20 Prozent der Grün­dun­gen erfol­gen per Testament. 

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