In Belém in Brasilien findet die COP30 statt. Zehn Jahre nach dem Pariser Klimaabkommen hat die UN-Klimakonferenz kein übergeordnetes Thema. Da die USA der Konferenz fernbleiben befürchten viele, dass wenig Zählbares resultiert. Verschiedene Organisation nutzen die COP30, um auf ihre Anliegen aufmerksam zu machen.
Soziale Auswirkungen
Die Fastenaktion nimmt an der COP30 teil. Das Hilfswerk fordert von den Regierungen, dass sie mit «einem klaren Plan eine ambitionierte und faire Klimapolitik vorantreiben». Ein besonderes Augenmerk legen sie auf die Klimaziele der einzelnen Länder. Viele Länder, die wesentlich für den CO2-Ausstoss verantwortlich sind, hätten ihre Ziele noch nicht eingereicht. Die Ziele der Schweiz werden kritisch bewertet. David Knecht, Programmverantwortlicher Klimagerechtigkeit bei Fastenaktion sagt: «Die fristgerecht Eingereichten, auch die der Schweiz, sind kollektiv gesehen zu tief. Sie sind nicht genug ambitioniert, um die Emissionen in nützlicher Frist zu reduzieren.» Die Fastenaktion hält fest, dass unter der Klimakrise jene am meisten leiden, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Auch das Swiss Disability and Development Consortium weist auf die sozialen Folgen hin. Dabei beruft es sich auf die Ergebnisse seiner neuen qualitativen Studie. Diese hat die Auswirkungen des Klimawandels auf Frauen in Nepal untersucht. Ihr Fazit: Die Folgen des Klimawandels verstärken die Diskriminierung aufgrund Geschlechts und Behinderung.
Erneuerbare Energie
Der WWF Schweiz pocht auf einen klaren Konsens für einen «einen schnellen und gerechten Ausstieg aus den fossilen Energien». Die zentralen Punkte des Pariser Abkommens seien fertig verhandelt. Doch umgesetzt werde dieses viel zu langsam. Greenpeace Schweiz kritisiert die Schweiz. Georg Klingler, Klimaexperte bei Greenpeace Schweiz, sagt: «Der Bundesrat muss seine Klimapolitik komplett überdenken.» Die Umweltorganisation fordert, dass die Schweiz bis 2035 eine fast vollständige erneuerbare Energieversorgung erreiche.


