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Bereit­schaft zum Spen­den bleibt auf hohem Niveau stabil

Mit 2,3 Milliarden Franken bleibt das Spendenvolumen 2024 auf hohem Niveau stabil. Twint bleibt der beliebteste Kanal für digitale Spenden, wobei die Höhe der durchschnittlichen Spende abnimmt.

Zum fünf­ten Mal in Folge verzeich­nete ZEWO für das vergan­gene Jahr ein Spen­den­auf­kom­men von mehr als zwei Milli­ar­den Fran­ken. 2,3 Milli­ar­den Fran­ken Spen­den­vo­lu­men weist der neue Spen­den­re­port für 2024 aus, was etwas weni­ger ist als 2022, als aufgrund des Ukrai­ne­krie­ges ein Rekord­wert von 2,5 Milli­ar­den Fran­ken gespen­det wurde. Die Stif­tung Zewo hat den Spen­den­re­port in Zusam­men­ar­beit mit der Univer­si­tät Frei­burg erstellt. Die Daten des Reports zeigen auch, dass sich das Spen­den­vo­lu­men in den vergan­ge­nen 20 Jahren verdop­pelt hat.

Leich­ter Anstieg bei zewo­zer­ti­fi­zier­ten Hilfswerken

1,5 Milli­ar­den Fran­ken gingen an zewo­zer­ti­fi­zierte Hilfs­werke. Das sind zwei Millio­nen Fran­ken mehr als im Vorjahr. Ein höhe­rer Durch­schnitts­wert der Spen­den und die Beiträge von Förder­stif­tun­gen haben zu diesem Anstieg beigetra­gen. 70 Prozent stam­men aus Privat­haus­hal­ten. Kirchen und Förder­stif­tun­gen aber auch andere Insti­tu­tion und Unter­neh­men sind für die rest­li­chen 30 Prozent verant­wort­lich. Verrin­gert hat sich die Spen­den­ba­sis. Unter­schied­lich haben sich die Volu­men je nach Region entwi­ckelt. Während die Roman­die einen Zuwachs verzeich­nete muss­ten Orga­ni­sa­tio­nen in der Deutsch­schweiz einen leich­ten Rück­gang verkraf­ten. Unter­des­sen entfal­len 360 Millio­nen Fran­ken auf die Roman­die. Unter­schiede zeigen sich auch bei der Wahl des Spen­den­ka­nals. Bei Bank- und Post­über­wei­sun­gen lag der durch­schnitt­li­che Spen­den­be­trag bei 198 Fran­ken. Bei digi­ta­len Zahlungs­mit­tel betrug die durch­schnitt­li­che Spen­den 95 Fran­ken. Twint bleibt mit Abstand der belieb­teste digi­tale Spen­den­ka­nal, wobei die Höhe einer durch­schnitt­li­chen Spende abnimmt.

Kürzun­gen in der Entwick­lungs­zu­sam­men­ar­beit hat Folgen

Stark beein­flusst werden die im Ausland täti­gen Hilfs­werke durch den Abbau der staat­li­chen Mittel für die Entwick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Zwei von drei Orga­ni­sa­tio­nen sind von Kürzun­gen betrof­fen, oder sie rech­nen damit, dass diese sie noch tref­fen. Drei von Vier Orga­ni­sa­tio­nen haben bereits reagiert und Projekte gestoppt oder gekürzt. 28 Prozent haben in den Projekt­län­der, 22 Prozent in der Schweiz Stel­len abgebaut.


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