Ausge­wo­gene Ernäh­rung für einen gesun­den Start ins Leben

Mangel- und Unterernährung sind bei Babys und Kleinkindern im Hochland Guatemalas weitverbreitet. Mit Kochworkshops für Mütter, Hygienemassnahmen und Weiterbildungen für das Gesundheitspersonal verbessern wir die Ernährungssituation von Maya-Familien – und damit die Zukunftschancen der Kinder.

Spon­so­redViva­mos

Eine ausge­wo­gene Ernäh­rung in den ersten Lebens­jah­ren ist entschei­dend für die gesunde Entwick­lung eines Kindes. Doch vielen indi­ge­nen Dorf­ge­mein­schaf­ten in Guate­mala fehlt der Zugang zu viel­fäl­ti­gen Nahrungs­mit­teln und Ernäh­rungs­wis­sen. Die Folgen sind gravie­rend: In unse­rer Projekt­re­gion im Depar­te­ment Sololá sind bis zu 70 Prozent der Klein­kin­der unter­ernährt – mit unwi­der­ruf­li­chen Auswir­kun­gen auf ihre kogni­tive und physi­sche Entwick­lung. Deshalb fördert unsere lokale Part­ner­or­ga­ni­sa­tion eine ausge­wo­gene Ernäh­rung in der Schwan­ger­schaft, Still­zeit und frühen Kind­heit, damit alle Kinder ihr Lern- und Entwick­lungs­po­ten­zial entfal­ten können.

Mit Koch­work­shops, Haus­gär­ten und Hygiene zu besse­rer Ernährung

Mit dem Projekt «Mehr als Kalo­rien» verbes­sern wir die Ernäh­rungs­si­tua­tion von 300 Klein­kin­dern unter fünf Jahren und ihren 450 älte­ren Geschwis­tern. In prak­ti­schen Koch­work­shops lernen Maya-Mütter, alle benö­tig­ten Nähr­stoffe in den Spei­se­plan ihrer Fami­lie zu inte­grie­ren. Das Projekt­team unter­stützt sie beim Anle­gen von klei­nen Gemüse- und Kräu­ter­gär­ten und vermit­telt wich­ti­ges Wissen zur Haus­halts­hy­giene; regel­mäs­si­ges Hände­wa­schen, saube­res Trink­was­ser und funk­tio­nie­rende Latri­nen redu­zie­ren Durch­fall­erkran­kun­gen und verbes­sern die Nährstoffaufnahme.

«Ich kann vieles direkt im Alltag anwen­den», berich­tet die Projekt­teil­neh­me­rin Sofía Chumil Sajquiy. «In meiner ersten Schwan­ger­schaft wusste ich noch nicht, dass ich darauf achten sollte, was ich esse. Und ich habe nach der Geburt zu wenig lang gestillt.» Ihr zwei­ter Sohn isst nun viel­fäl­ti­ger und gesün­der als der erste; «und er ist selte­ner krank.» Auch die verbes­serte Lage­rung des Grund­nah­rungs­mit­tels Mais zeigt Wirkung: «Wir haben ein Silo erhal­ten, das unse­ren Mais vor Ratten, Motten und Feuch­tig­keit schützt. Dadurch verlie­ren wir viel weni­ger Vorräte als früher.»

Ermu­ti­gen­der Rück­gang der mode­ra­ten und schwe­ren Ernäh­rungs­un­si­cher­heit

Das Vorgän­ger­pro­jekt in ande­ren Dorf­ge­mein­schaf­ten im Depar­te­ment Sololá zeigte in einer exter­nen Evalua­tion und in der Haus­halts­be­fra­gung der Sufo­sec-Alli­anz sehr posi­tive Ergeb­nisse: Die Ernäh­rungs­un­si­cher­heit FIES (Food Inse­cu­rity Expe­ri­ence Scale) der Fami­lien im Projekt ist von 2021 bis 2023 signi­fi­kant zurück­ge­gan­gen – von 72 % auf 39 %. Zudem ernäh­ren sich die Fami­lien viel­fäl­ti­ger und nährstoffreicher.

Gesun­des Wachs­tum fördern

Fach­leute unse­rer Part­ner­or­ga­ni­sa­tion bezie­hen von Beginn weg das lokale Gesund­heits­per­so­nal ins Projekt ein und schu­len es darin, den Ernäh­rungs­zu­stand der Kinder regel­mäs­sig zu über­wa­chen und Mütter kompe­ten­ter zu bera­ten. Zusätz­lich errei­chen wir über Radio­sen­dun­gen in loka­ler Spra­che und Social Media rund 5500 Menschen mit Infor­ma­tio­nen zu ausge­wo­ge­ner und alters­ge­rech­ter Ernäh­rung – für einen guten Start ins Leben und faire Entwick­lungs­chan­cen für alle Kinder in der Region.

Das Video aus Guate­mala bietet einen vertief­ten Einblick ins Projekt:

Über Viva­mos

Viva­mos stärkt Gemein­schaf­ten in Latein­ame­rika und Ostafrika nach­hal­tig: Wir machen Klein­kin­der fit für die Schule, beglei­ten junge Erwach­sene beim Berufs­ein­stieg und unter­stüt­zen Klein­bau­ern­fa­mi­lien beim nach­hal­ti­gen Umgang mit Wasser, Wald und Boden. Mehr dazu unter www.vivamos.org

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