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Alleine einsam

Mit der neuen Online-Publikation «Einsamkeit» nimmt sich die Christoph Merian Stiftung (CMS) einem aktuellen Thema an. Der Fokus der Arbeit richtet sich auf die jüngeren Menschen und ihre erlebte Einsamkeit.

Die Chris­toph Merian Stif­tung (CMS) legt eine neue Publi­ka­tion zum Thema Einsam­keit vor. Das Thema wird aktu­ell breit disku­tiert, gerade auch als Folge der Pande­mie. Doch es zeigt sich, dass sich das Phäno­men bereits zuvor abzeich­nete. Nicht zuletzt der Blick über die Gren­zen verstärkt diese Erkennt­nis. Japan habe ein eige­nes Einsam­keits­mi­nis­te­rium einge­rich­tet und in Gross­bri­tan­nien haben verschie­dene Regie­run­gen Initia­ti­ven lanciert, so dass von «Minis­ter for Loneli­ness» gespro­chen werde, schreibt Maya Nata­ra­jan, Projekt­lei­te­rin Sozia­les, Chris­toph Merian Stif­tung, in der Einlei­tung zum Bericht. Diese Diskus­sio­nen würden dem Thema Rele­vanz und Sicht­bar­keit verlei­hen. Gleich­zei­tig bestehe durch den infla­tio­nä­ren Gebrauch die Gefahr der Bana­li­sie­rung. In diesem Span­nungs­feld bewegt sich der Bericht. Einen spezie­fi­schen Fokus rich­tet er dabei auf jüngere Menschen.

Von den Zahlen zu Empfehlungen

Der Bericht ist in verschie­de­nen Beiträ­gen online publi­ziert. Basie­rend auf Daten zeigt sich, dass junge Menschen am häufigs­ten von Einsam­keit berich­ten. Basis ist eine Bevöl­ke­rungs­be­fra­gen in Basel-Stadt von 2023. Die natio­na­len Daten bestä­ti­gen die Erkennt­nisse aus Basel. Einsam­keit ist eine «subjek­tiv berich­tete Belas­tung», die sich vor allem in jungen Jahren zeigt – und sie nimmt seit Jahren zu. In konkre­ten Portraits werden die Zahlen durch Einzel­schick­sale nach­voll­zieh­bar. Mit dem Blick des Sozio­lo­gen wird das Thema gesell­schaft­lich einge­bet­tet. Zudem gibt der Beitrag Hinweise zur Präven­tion. So müssen junge Menschen bestärkt werden, «Einsam­keit als norma­len Teil entwick­lungs­psy­cho­lo­gi­scher Über­gänge zu verste­hen». Zudem darf sie sich nicht auf den Einzel­fall beschrän­ken, denn zahl­rei­che Risi­ko­fak­to­ren sind struk­tu­rel­ler Natur. In einem philo­so­phi­schen Diskurs wird die Einsam­keit und die Verlas­sen­heit unter­schie­den. Wesent­li­che Fakto­ren wie Geschlecht, Gesund­heit und Künst­li­che Intel­li­genz werden geson­dert behan­delt, ebenso wie die Rolle der Verwal­tung und von Social Media. Im Beitrag Publick Health wird der Stand von Lösungs­an­sät­zen aufge­zeigt. Es bleibt zu tun: «Auch wenn es inzwi­schen eine breite Masse an Mass­nah­men zur Präven­tion und Reduk­tion von Einsam­keit gibt, sind die Forschungs­er­geb­nisse ernüch­ternd», heisst es im Bericht. 

Unter­schied­li­che Lebensphasen

Die Mitwir­ken­den an dem Bericht haben Empfeh­lun­gen formu­liert für den gesell­schaft­li­chen Umgang mit dem Thema. Die Empfeh­lun­gen rich­ten sich an verschie­dene Ziel­grup­pen in unter­schied­li­chen Lebens­pha­sen. Er benennt für die Einsam­keit kriti­sche Themen wie digi­ta­ler Raum.


Zur Online-Publi­ka­tion «Einsam­keit»